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So April 9, 2006
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Beschreibung:
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Gattung/Art: Peckoltia sp."L 377"
Synonyme: Peckoltia sp. "LDA18"
Von der DATZ als Ancistomus geführt. Im WA2 und von Seidel (2008) als Peckoltia bezeichnet.
Herkunft: Rio Caete, Pará, Brasilien,
Vorstellung: Datz 3/2005
Größe: 14-16 cm
Wasserwerte:
T: 25 - 29 °C
pH: 5,5 - 7,5
Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm

Dieser Peckoltia sp."L 377" wurde von der Firma Transfish importiert und stammt aus dem Rio Caete-Einzug.
Geschlechtsunterschiede: Bei geschlechtsreifen Welsen kann man anhand der Körperform
die Geschlechter unterscheiden. Zur Laichzeit bilden die Männchen stärkere Odontoden aus.
Die Rückenansicht und die Bauchansicht vomPeckoltia sp."L 377".
Sozialverhalten: Der Peckoltia sp. "L 377" ist eine friedliche Art, die gut in Gesellschaft zu pflegen ist.
Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.
Je nach Stimmungslage sind diese Welse kontrastreich bis verwischt in der Streifenmusterung.
Sonstiges: Möglicherweise wurde L 377 bereits von Holly (1929) als Ancistrus multispinis beschrieben, und dann von Armbruster 2008 als Peckoltia multispinis neu eingeordnet. ( Revision der Gattung Peckoltia 2008 ) Das Problem bei der Beschreibung ist allerdings, dass der Holotypus dieser Art vom Fischmarkt in Belém stammt. Im Einzugsgebiet dieser Großstadt liegen nun aber leider die Vorkommmen verschiedener Peckoltia (L 9, L 49, L 377). Da Armbruster als Artmerkmal eine fransige Unterlippe nennt, wurde zuerst L 49 als P. multispinis identifiziert. Jedoch sind kurz danach auch L 377 bekannt geworden, die ebenfalls eine fransige Unterlippe aufweisen, und L 49 die keine Fransen haben. Maulaufnahmen von L 377 zeigen, dass auch nicht alle L 377 Fransen haben. Insofern können die Fransen an der Unterlippe nicht als Artmerkmal anerkannt werden, und der Name Peckoltia multispinis kann keiner Nummer mit Sicherheit zugeordnet werden, es ist außerdem möglich, dass diese Art noch gar keine Nummer bekommen hat. Es stehen also mehrere Welse zur Verfügung, die möglicherweise den Namen Peckoltia multispinis verdienen. Mit 115.2mm Größe gibt auch der Holotypus von Ancistrus multispinis keinen weiteren Aufschluss über die Art, und die Typuslokalität kann man leider ganz vergessen. Bevor dieser Umstand nicht eindeutig geklärt ist, verbleiben wir bei den Nummern um Missverständnisse zu vermeiden.
Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.
Die Becken für die Peckoltia sp. "L 377" sollten recht viele
Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen und Spalten bieten.
Haltung: Für die pflege eines Pärchens Peckoltia sp. „L 377“ sollten mindestens ein 100 cm
Becken verwendet werden.
Für eine Gruppe sollte natürlich ein dementsprechend größeres Becken gewählt werden.
Das Becken sollte recht stark gefiltert werden und mit Hilfe eines Diffusors oder eines Durchlüftersteins mit
Sauerstoff angereichert werden. Dies hat einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden und Verhalten der Tiere.
Das liegt daran, dass Harnischwelse im Allgemeinen in den eher sauerstoffreichen und gut durchströmten
Bereichen der Flüsse beheimatet sind.
Diese Welse gehören zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore), daher fressen sie pflanzliche wie auch
tierische Nahrung. Die tierische Nahrung wird von den Welsen im Allgemeinen lieber gefressen,
in Form von Frostfutter, wie rote/schwarze/weiße Mückenlarven, Wasserflöhe, Moinas, feiner Krill,
Artemia, Cyclops und noch einiges mehr. Fischfilet ist, wie bei vielen anderen Welsen, ebenfalls
eine sehr beliebte Spezialität. Auch Muschelfleisch und die sogenannten Meeresfrüchte werden nicht verschmäht.
Lebendfutter, das beim Tümpeln gefangen wurde, oder auch Futtertierzuchten wie Artemia, Grindal oder Enchyträen
sind natürlich auch beliebt bei diesen Welsen.
Pflanzliches Futter in Form von Salaten verschiedener Art, Gurken, Zucchini oder auch Kartoffeln
werden ebenfalls in der Regel als Futter angenommen. Bei einigen Welsen wird das Pflanzenfutter mal mehr und
bei anderen mal weniger gern genommen, da haben die Tiere teilweise unterschiedliche Geschmäcker.
Trockenfutter in den verschiedensten Arten wird ebenfalls gern gefressen.
Im Handel gibt es die verschiedensten Futtersorten für eine omnivore Ernährung.
Ob nun als Granulat, Flockfutter, Futterpellets, in Tablettenform oder als Futterchips spielt für die Welse
kaum eine Rolle. Einige Welspfleger verfüttern mit viel Erfolg auch ihren selbst gemachten Futterbrei.
Wichtig ist bei der Ernährung, dass recht abwechslungsreich gefüttert wird. Dies ist
für eine dauerhafte Gesundheit der Harnischwelse wichtig.
Das ist das Maul eines Peckoltia sp. "L 377", der zu den Allesfressern gehört.
Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.
Die Peckoltia sp. "L 377" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahlen) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Peckoltia sp. "L 377" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Die Bilder des Peckoltia sp. "L 377" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.
Die Grundfarbe ist beim L 377 je nach Fundort ein helles Beige bis hin zu einem sehr kräftigen Beige.
Zucht: Bei dem Peckoltia sp. „L 377“ handelt es sich um einen Höhlenbrüter.
Die Höhlen müssen von der Größe her an die Welse angepasst sein.
Während die Welse in der Natur Steinspalten oder Ausbuchtungen im Totholz als Schutz für
ihre Gelege heranziehen müssen, hat sich im Aquarium der Einsatz von Ton- oder Schieferhöhlen
durchaus bewährt.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.

Gerade wenn mehrere große Männchen in einem Becken leben, hat es sich von Vorteil gezeigt,
das Becken in mehrere Bereiche (Territorien) optisch zu unterteilen.
So sind die Welse innerartlich noch wesentlich ruhiger, was für eine Vermehrung förderlich ist.
Das Männchen pflegt und verteidigt das Gelege bis die Jungfische schlüpfen und auf sich alleine gestellt sind,
wie bei den Harnischwelsen üblich.
Jungwelse fressen im Prinzip das selbe wie die Elterntiere, nur eben für ihre Größe angepasst verkleinert.
Die Aufzucht wird am besten separat gemacht, in einem extra Becken oder einem Einhängekasten („Gerdkasten“).
So ist eine gezielte Ernährung der Jungfische bei der Aufzucht gewährleistet.

Um den Stress unter den Jungwelsen zu minimieren, sollte man viele kleine Röhren als
Verstecke im Aufzuchtbehälter platzieren. So haben die Jungtiere einen Unterschlupf,
in dem sie sich sicher fühlen. Bei Rangeleien unter den Jungwelsen stehen immer zwei Ausgänge
zur Verfügung. Das senkt den Stress und erhöht dadurch die Wachstumsgeschwindigkeit der Welse.
Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.
Weitere Informationen:
Auge von Peckoltia sp."L 377".
Das Auge ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.
Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.
Wir bedanken uns für die Bilder bei André Werner und der Fa. Transfish , bei Ralf Heidemann (Fischray) und Amazon-Aquatics, Ch. Samborski.
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Die statistischen Daten sind von welse.ch!
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Wer Informationen hat bezüglich Peckoltia sp."L 377", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
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Schlüsselwörter:
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Peckoltia L377 LDA18 LDA018 Caete Pará Para Brasilien Hypostominae Ancistrini
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Sortierung:
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382
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Größe min:
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14
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Beckengröße min:
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100
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Temperatur min:
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25
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Temperatur max:
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29
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