Sonstiges: L 353 erinnert sehr stark an die aus Altamira kommende Oligancistrus-Art L 16, die häufig falsch als Oligancistrus punctatissimus (Steindachner, 1882) bezeichnet wird. Beide Arten weisen dasselbe Farbkleid auf, eine schwarze Grundfärbung mit feinen weißen Tüpfeln. Bei L 353 sind die Pünktchen etwas kleiner und können in Stress-Situationen vollständig verschwinden. Während die Tüpfel des "Original-L 16" (Datz 3/ 1989) auf der Handaufnahme außerhalb des Wassers nicht zu sehen sind, zeigt der hier abgebildete L 16 (Aquarienfoto!) seine hellen Pünktchen sehr deutlich. L 16 und L 353 haben - im Vergleich zu anderen Oligancistrus-Arten - extrem große Rücken- und Schwanzflossen (bei den Oligancistrus-Arten ist die Dorsale über eine Membran mit dem Adiposenstrahl verbunden). Der neue Segelflossen-Oligancistrus kommt nicht nur im Rio Iriri vor, sondern wurde auch bei Sao Felix am Rio Xingu gefunden. Transfish importierte 2003 größere Stückzahlen und brachte sie als "L 16-Variante" in den Handel. Die Endgröße dürfte bei zwölf bis 14 Zentimetern liegen.