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Hypancistrus sp. "L 345"
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypancistrus sp. "L 345"

Synonyme: Para-Zebrawels

Herkunft: Rio do Pará, Para, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 12/2003

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz:
Harnischwelse aus Brasilien und Peru


Größe: ca. 15 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 29 °C
pH: 6 - 7,5

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Der Hypancistrus sp. "L 345", der aus dem Rio do Pará importiert und in der DATZ vorgestellt wurde.


Geschlechtsunterschiede: Männchen mit breiterem Kopf, längeren Interopercularodontoden und
mehr Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl sowie auf dem ganzen Körper. Weibchen meist etwas kleiner mit
weniger Bestachelung. Bei adulten Männchen ist außerdem am Schwanzstiel starker Odontodenbewuchs sichtbar.
Bei geschlechtsreifen Tieren ist eine Unterscheidung zwischen Männchen und Weibchen bei der Draufsicht leicht möglich.
Die Weibchen haben durch ihren Laichansatz einen verdickten Hinterleib.




Die Draufsicht (Dorsalansicht) und die Bauchansicht (Ventralansicht) eines L 345 aus dem Rio do Pará.
Die Bauchpartie ist hell und ohne Panzerung und Musterung.
Die Bilder des Hypancistrus sp. "L 345" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Sozialverhalten: Der Hypancistrus sp. "L 345" gehört zu den friedlichen und ruhigen Harnischwelsen.

Etymologie: „Hyp-“ von griechisch „hypo-“ steht für die reduzierte Kieferbezahnung im Vergleich zu Ancistrus.
„-ancistrus“ von griechisch „ankistron“ = „Widerhaken“ bezieht sich auf die namensgebenden Kiemendeckel-Odontoden.

Beckeneinrichtung: Der Hypancistrus sp. "L 345" kann in einem Artbecken oder aber auch ohne weiteres in
einem Gesellschaftsbecken gepflegt werden. Für die dauerhafte Haltung einer kleinen Gruppe dieser Tiere sollte man
mindestens ein 100 cm langes Standardbecken verwenden.
Leider sind diese schönen Harnischwelse, ebenso wie die meisten Vertreter dieser Familie, eher verstecktlebend.
Gerade tagsüber sind meist nur die Schwanzflossen zu sehen, die ab und zu aus den Höhlen hervorschauen.
In einem dunkleren und abgeschatteten Aquarium kommen diese Welse eher auch mal tagsüber heraus.
Wichtig ist den Welsen das Gefühl der Sicherheit. Dazu helfen Schwimmpflanzen an der Oberfläche, die eine Abdunklung
und Schutz nach oben vermitteln. Auch eine Fülle von Unterschlupfmöglichkeiten wirkt beruhigend auf
diese Welse. Gerade Gesellschaftsbecken mit ruhigen und friedlichen frei schwimmenden Arten geben diesen Welsen
ein Gefühl von Sicherheit. So hat man häufiger die Gelegenheit, diese schönen Harnischwelse auch tagsüber zu
beobachten. Wurzeln sind als Verstecke und zur Dekoration immer gut geeignet.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Steinaufbauten sind auch immer dekorativ und bieten viele Möglichkeiten als zusätzliche Verstecke oder auch als
Unterstände im Aquarium. Mit Schieferplatten können recht leicht mehrere Ebenen im Becken eingefügt werden.
Ebenso ist es vorteilhaft, einen dichteren Pflanzenbewuchs im Becken zu haben. Diese Welse fressen keine
Aquarienpflanzen, auf jeden Fall nicht als adulte Welse. Bei jüngeren Tieren kann es mal ein wenig vorkommen.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Es sollten sehr viele Höhlen angeboten werden, und zwar viel mehr als Welse im Becken vorhanden sind.
Bei der Pflege von Gruppen mit vielen Männchen hat es sich bewährt, das Aquarium in eine Vielzahl von
Territorien zu unterteilen. So gibt es viel weniger Zankereien um die Höhlen, auch wenn diese eigentlich nicht
weiter schlimm verlaufen. Ruhe und Sicherheit bringen die Welse eher dazu, sich im Aquarium zu vermehren.





Haltung: Ihre natürlichen Habitate sind die Stromschnellen des Rio do Pará im Nordosten von Brasilien.
Dort sind sie unter Steinen oder in Spalten in den strömungsreichen Regionen zu finden.
Im Aquarium hat sich gezeigt, dass es nicht unbedingt die Strömung ist, die gebraucht wird, sondern eher
der höhere Sauerstoffgehalt im Wasser. Daher ist ein Durchlüfterstein oder der Einsatz eines Diffusors im
Aquarium sehr zu empfehlen.
Der Rio do Pará hat im September den Höhepunkt der Trockenzeit erreicht. Dann sind die höchsten Temperaturen
im Fluss zu messen. Aber auch zur Regenzeit ist es kein kühler Fluss. Daher sollte diese Harnischwelse auch
nicht zu kühl gehalten werden. Bei 25 bis 29°C ist eine dauerhafte Haltung recht einfach machbar.
Die Hypancistrus sp. "L 345" sind keine anspruchsvollen und auch keine besonders empfindlichen
Harnischwelse. Daher ist die Haltung dieser Welse auch für aquaristische Anfänger sehr gut und einfach möglich.
Eine gute Filterung des Aquarienwassers und auch der regelmäßige Wasserwechsel oder Teilwasserwechsel sind
wie immer in der Aquaristik so etwas wie das Pflichtprogramm.

Diese Welse gehören als adulte Tiere eher zu den Fleichfressern (Carnivore), als Jungfische sind sie mehr zu den
sogenannten Allesfressern (Omnivore) zu zählen.
Jungfische der Hypancistrus sp. "L 345" fressen zum Teil noch etwas pflanzliche Nahrung.
Beim Pflanzenfutter kommt es häufig vor, dass die einzelnen Welse ihr Lieblingsfutter haben.
So kommt es vor, dass der eine das Grünfutter gerne frisst und der nächste es meidet.
Hierbei sollten die verschiedensten Pflanzenfuttersorten ruhig mal ausprobiert werden.
Dazu gehören Eisbergsalat, Feldsalat, Rosenkohl, Kohlrabieblätter, Kartoffeln, Brokkoli, Erbsen, Löwenzahn,
Paprika, Gurken, Zucchini und vieles mehr.
Ansonsten fressen Jungtiere (Juvenile) das selbe wie die erwachsenen (adulten) Harnischwelse dieser Art.
Dazu gehören Futtertabletten, Welschips, Granulatfutter, Futterpellets sowie auch Flockenfutter.
Frostfutter oder Frischfutter wird sehr gern von diesen Schilderwelsen angenommen. Dazu gehören die verschiedensten
Mückenlarven-Varianten (weiße, schwarze, rote), Krill, Stinte, Fischfilet, Cyklops, Moina,
verschiedenste Mollusken, Artemia und vieles mehr.
Einige Aquarianer füttern ihre Tiere mit frischem selbstgemachtem Futterbrei. Für eine solche Zubereitung des
Futterbreis findet man im Forum "Ernährung der Fische" die verschiedensten Möglichkeiten.
Bei der Ernährung muss nicht extra, wie bei manch anderen Harnischwelsen, auf Holz geachtet werden.



Das Maul eines adulten Hypancistrus sp. "L 345" mit seiner gattungstypischen Bezahnung.
Die Bilder des Hypancistrus sp. "L 345" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Links der Oberkiefer mit den kleineren Zähnen, rechts den Unterkiefer mit den wenigen großen Zähnen. Dies ist charakteristisch für die Gattung Hypancistrus.
Durch die Bezahnung sind diese Welse recht einfach von anderen Gattungen zu unterscheiden.
Die Bilder des Hypancistrus sp. "L 345" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Sonstiges: Bei L 345 haben wir es mit einem Vertreter der Gattung Hypancistrus zu tun.
Von der Körperfärbung und vom Habitus her erinnern die Tiere stark an L 236 aus dem Rio Iriri.
Grundfarbe des neuen Hypancistrus ist ein schmutziges Hellgrau, und das schwarze, unregelmäßige
Linienmuster wirkt etwas verwaschen. Anhand morphologischer Merkmale lassen sich die beiden Arten
ebenfalls auseinanderhalten. Der Augenhöhlendurchmesser ist bei L 345 größer. Außerdem weisen Anordnung und
Form der Knochenplatten zwischen Supraoccipitale und dem ersten Dorsalstrahl Unterschiede auf.
Seidel stellte in der Datz 12/2000 eine ähnlich gefärbte Hypancistrus-Art vor (L 287), die aus dem Rio do Pará
stammen sollte. Doch es ergab sich später (persönliche Mitteilung Seidel), dass diese Fische aus einem Zufluss zum
Rio Xingu kamen.

Im Handel werden gelegentlich Welse aus dem Rio Xingú als L 345 angeboten, welche aber nicht identisch sind
mit den Hypancistrus sp. "L 345" aus dem Rio do Pará.
Die Tiere gehören viel mehr zu den L 400 Varianten aus dem Rio Xingú und nicht zu den L 345 aus dem Rio do Pará.
Echte Hypancistrus sp. "L 345" aus dem Rio do Pará sind um vieles seltener im Aquarienhandel zu finden.
Die Musterung ist, wie bei vielen anderen Hypancistrus-Arten, sehr variabel.
Deswegen sind diese Harnischwelse nicht anhand der Musterung oder Färbung zu unterscheiden.
Die meist kontrastreiche Färbung ist je nach Stimmung oder Stress mal hell grau bis tief schwarz.



Die Hypancistrus sp. "L 345" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahlen) der Schwanzflosse (Caudale) eines
L 345 sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Die Bilder des Para-Zebrawelses können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.



Die Hypancistrus sp. "L 345" sind an ihrem deutlich größeren Augendurchmesser unterscheidbar
zu den sehr ähnlichen L 400 Varianten. So haben adulte Welse dieser Art sehr große Augen,
was man sonst eher bei Jungfischen von Hypancistrus-Arten so findet.
Die meisten Bilder, die unter der Bezeichnung L 345 veröffentlicht wurden, zeigen L 400 Varianten.
Das Bild des Hypancistrus sp. "L 345" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Zucht: Wie in der Gattung Hypancistrus üblich, ist auch der L 345 ein Höhlen-/Verstecktbrüter.
Hierbei sucht sich das Männchen eine ihn zusagende Höhle und lockt ein passendes Weibchen für die
Eiablage hinein. Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Nach dem Ablegen der Eier durch das Weibchen werden diese sogleich durch das Männchen befruchtet.
Die weitere Betreuung des Geleges erfolgt ausschließlich durch das Männchen.
Nach dem Schlupf der Larven werden diese die ersten Tage noch durch das Männchen betreut und
zusammengehalten.
Hierzu wird der Höhleneingang durch das Männchen mit seinem Körper nahezu komplett abgedichtet.
Regelmäßig fächelt das Männchen mit seinen Bauch- und Brustflossen frisches Wasser in die Höhle.
Für eine erfolgreiche Nachzucht ist es natürlich erforderlich, dass die Welse alt genug sind und das
Weibchen einen Laichansatz vorweist. Zum Anfüttern haben sich schwarze Mückenlarven schon seit
langem bewährt. Je größer und älter die Zuchttiere sind, desto größer sind auch die Eizahles des Geleges.
Aber auch die Qualität bei der Fütterung hat Einfluss auf die Gelegezahlen.


Die Aufzucht der Jungfische ist nicht anders als bei anderen Hypancistrus-Arten.
Bei sauberem und keimarmem Wasser ist dies recht einfach zu bewerkstelligen.
Sie wachsen recht zügig heran und fressen im Prinzip das gleiche wie die Alttiere, nur für ihre Größe entsprechend zerkleinert. Recht erfolgreich ist die Fütterung mit aufgequollenen entkapselten Artemiaeiern. Diese verwende ich seit Jahren bei vielen Harnischwelsjungfischen. Wichtig ist, dass die Eier vor dem Verfüttern in frischem Wasser
aufquellen und nicht gleich verfüttert werden. Ansonsten kann es zu vielen Ausfällen bei den Jungfischen kommen, wenn die Artemiaeier im Verdauungstrakt aufquellen und die Jungfische schädigen.
Bei der Aufzucht von Jungfischen ist es hilfreich, permanent Futter anzubieten. Hierbei hat sich
bei mir die Verwendung von rohen geschälten Kartoffeln immer wieder bewährt. Im Aufzuchtkasten oder
Aufzuchtbecken biete ich permanent frische kleine Kartoffelwürfel an.
Eine separate Aufzucht von Jungtieren ist natürlich sehr zu empfehlen, aber auch in einem Artbecken
können ohne weiteres Jungfische groß gezogen werden. Nur ist die Kontrolle da selten gegeben, was das
Wachstum oder die Vitalität angeht.
Ansonsten sollten auch Jungfischen Verstecke bei der Aufzucht angeboten werden. Hierbei verwende
ich seit Jahren eine Vielzahl von kleinen Plastikröhren.
Wichtig finde ich es, dass die Röhren beidseitig offen sind. So können die Kleinen bei ihren
Streitereien immer schnell flüchten und es entsteht weniger Stress im Aufzuchtbehälter.
Auch sind Blätter immer eine gute Einrichtung für ein Aufzuchtbecken.
Zum einen wird gerne ein wenig daran geraspelt, außerdem dienen sie hervorragend als Verstecke für die Jungfische.
In meinen Zuchtbecken verwende ich meist feinen Sand als Bodengrund, da Welse in blanken
Becken durchaus etwas schreckhafter sind.



Hier ein L 345, der aus dem Rio do Pará importiert wurde.
Man sollte sich keine Zuchtgruppe von L 345 von mehreren Verkäufern zusammensuchen, da es
hierbei sehr schnell zu Hybriden kommen kann, da viele angebotene Tiere keine "echten" sind.


Exportsituation: Die Hypancistrus sp. "L 345" dürfen zur Zeit eigentlich nicht aus Brasilien exportiert werden.
Sie können aber mit der Bezeichnung Hypancistrus sp. "L 66" Variante doch schon mal exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen
über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen oder aufgeführten Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Da der Hypancistrus sp. "L 66" auf der Positivliste zu finden ist und die IBAMA Unterarten und
Varianten nicht extra betrachtet, können L 345, auch wenn sie nicht extra aufgeführt sind, in den Export kommen.
Das gleiche gilt für die L-Nummern L 399, L 400, L 173 oder auch L 236.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.





Weitere Informationen :



Autor: André Werner und Ralf Heidemann
Bild: André Werner und Ralf Heidemann

Quelle:




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Die Harnischwelse der Gattung Hypancistrus


In dieser Gattung sind sehr viele ähnlich aussehende Harnischwelse vertreten.
In der Regel werden die Tiere dieser Gattung nur bis 15 cm groß. Es gibt mit dem Hypancistrus inspector "L 102" nur eine Ausnahme: Diese Welse können bis zu 20 cm Totallänge erreichen.

Der größte Teil der Arten dieser Gattung zählt zu den Wurmlinienharnischwelsen, die sich oftmals sehr ähnlich sehen.
Außer im Amazonas-Einzug ist diese Gattung auch im Rio Orinoco-Einzug zu finden.
Die Abgrenzung von einzelnen Arten ist hier oftmals sehr schwierig.

Die anderen Arten dieser Gattung sind die punktierten Hypancistren. Dabei handelt es sich um Harnischwelse mit einer schwarzen Grundfarbe und weißen Punkten. Dass hier bei der Betrachtung von Einzeltieren ohne Fundortangabe oftmals so gut wie keine Bestimmung möglich ist, sollte verständlich sein.

Die große Ausnahme in der Musterung stellt der Hypancistrus sp. "L 70" da. Dieser besitzt als Jungfisch noch eine Marmorierung (leichtes Linienmuster). Als adultes Tier ist dieser Wels dann aber grau-schwarz ohne Musterung.

In dieser Gattung finden wir 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse, die sich noch mehrfach aufspalten.
Der erste Strahl ist der sogenannte Hartstrahl dieser ist wesentlich dicker und auch oftmals mit Odontoden besetzt.
Der letzte Weichstrahl ist nicht durch eine Flossenmembran mit dem Rücken verbunden wie bei anderen Gattungen.
In der Schwanzflosse können wir 14 Weichstrahlen zählen, die zwischen den beiden Hartstrahlen liegen.
Die Fettflosse ist nicht über eine Flossenmembran mit der Rückenflosse verbunden.
Auch der einzelne Strahl der Fettflosse ist oftmals mit Odontoden besetzt.

Das auffälligste Merkmal dieser Gattung sind die Zähne.
Die zwei unterschiedlichen Zahngrößen im Oberkiefer und Unterkiefer sind in der Form bei anderen Harnischwelsen
nicht zu finden. Im Oberkiefer sind kleinere und auch wesentlich mehr Zähne zu finden als im Unterkiefer.
Die Zähne im Unterkiefer sind erheblich größer, dafür aber auch nur sehr wenige.
Diese zweispitzigen Zähne, bei denen es eine Hauptkuppe und eine kleinere Nebenkuppe gibt, sitzen am Ende eines
langen Zahnarmes.




Der Hypancistrus sp. "L 345" stammt aus dem Rio do Pará.


Wer Informationen hat bezüglich Hypancistrus sp. "L 345", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypancistrus L345 Pará Para Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 350
Größe min: 15
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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