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Panaque armbrusteri "L 27 Tapajos"
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Beschreibung: Gattung: Panaque armbrusteri ( "L 27" ) Nathan K. Lujan, Max Hidalgo und Donald J. Stewart (2010)

Synonyme: Tapajós-Streifenharnischwels, Platinum-Royal, LDA 77, Panaque sp. "L 27" "Tapajós"

Herkunft: Rio Tapajós, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 5/1989

Erstbeschreibung: Nathan K. Lujan, Max Hidalgo und Donald J. Stewart (2010)

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Neue Harnischwelse (L 24 – L 27)


Größe: ca. 60 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30 °C
PH: 6,5 - 7,5
GH: 2 - 15 °dH

Empfohlene Beckengröße: ab 150 - 300 cm






Dieser Panaque armbrusteri "L 27 / Tapajós" wurde im Rio Tapajós gefangen.


Geschlechtsunterschied: Männchen besitzen zur Laichzeit stark verlängerte Odontoden.

Sozialverhalten: Es ist ein friedlicher Fisch der sich gut vergesellschaften lässt.

Haltung: Es handelt sich um einen Holzfresser. Daher sollte immer weiches Wurzelholz im Becken vorhanden sein. Die Filterung muss auf Grund dessen, dass die Fische das Holz abraspeln sehr stark gewählt werden.
Gemüse wird von vielen Panaque gern genommen.

Zucht: Die Zucht ist noch nicht gelungen.

Autor: Andreas (nuek31)



Beim Futter sind die Panaque armbrusteri "L 27 / Tapajós" in der Natur
ans Pflanzen- und sogar direkt ans Holzfressen angepasst.


Haltung: Bei den Panaque armbrusteri "L 27 / Tapajós" ist
das normale Leitungswasser oftmals eine sehr gute Entscheidung.
Die Tiere sind in der Pflege nicht besonders anspruchsvoll.

Sie brauchen unbedingt recht weiche Wurzeln, die sie für ihre Nahrungsergänzung benötigen.
Sie werden ihr Leben lang regelrechte „Holzschredderer“ sein.
Sie scheinen das Holz für ihre Verdauung zu benötigen.
Dementsprechend sind in den Becken, natürlich der Größe der Tiere angepasst, enorme Mengen an
Raspelresten vom Holz zu finden.
Das macht natürlich eine dementsprechend gute Filterung erforderlich.
Regelmäßige Wasserwechsel sollte man natürlich als Grundvoraussetzung ansehen.
Eine zusätzliche Belüftung des Beckens ist auf jeden Fall angebracht für eine dauerhaft erfolgreiche Haltung.

Beim Futter sind die Panaque armbrusteri "L 27 / Tapajós" in der Natur ans Pflanzen- und
sogar direkt ans Holzfressen angepasst.
Im Aquarium fressen sie eigentlich alles, was ihnen angeboten wird.
Nur sind sie meist recht scheu bei der Fütterung. Daher ist es angebracht, sie im Dunkeln zu füttern.
Gerade nachts oder während der Dämmerung sind sie am aktivsten.
Obwohl sie Trockenfutter wie Flockenfutter, Futtertabletten, Granulat oder auch Pelletfutter fressen,
sollte man auf die Dauer auf pflanzliche Varianten zurückgreifen, da ihr Darm eigentlich eher dafür ausgelegt ist.
Dies ist für eine dauerhaft gesunde Pflege der Tiere anscheinend recht wichtig, alleine schon wegen
der möglichen Verfettung der inneren Organe.
Auch wird natürlich von diesen Welsen gerne Frostfutter angenommen, was in Maßen auch durchaus
wünschenswert ist. Die Betonung liegt natürlich auf in Maßen.
Gut geeignet sind als Hauptkost, wie bei Pflanzenfressern üblich, Gurken jeglicher Art oder auch Zucchinis und co.
Ebenso werden auch rohe Kartoffeln, die in größere Würfel geschnitten werden, gerne gefressen.
Es gibt bei den Kartoffelsorten offensichtlich auch Unterschiede. Einige Kartoffelsorten werden tatsächlich
lieber gefressen als andere. Das sollte man bei seinen Tieren einfach mal ausprobieren.
In der Regel kann man sagen, dass die Kartoffeln als Futter angenommen werden, so lange sie auf dem
Boden zu finden sind oder auch schlagartig verschwunden sind.
Kartoffeln, die nicht angenommen werden, schwimmen nach einiger Zeit an der Wasseroberfläche und
können dann problemlos entfernt werden.
Gerade Kartoffeln sind eigentlich immer im Haushalt vorhanden und haben sich bei mir als regelmäßige
wöchentliche Futtergabe gut bewährt.
Ein nicht unwesentlicher Teil des Futters besteht aus weichen Wurzeln, die mit der Zeit immer wieder
nachbestückt werden müssen. Je nach Besatz können dort schon richtige Berge mit der Zeit zerschreddert werden.

Sonstiges: Unter der Bezeichnung L 27 finden wir inzwischen mehere Panaque-Varianten
aus verschiedenen Flusssystemen. Sie weisen verschiedene Färbungen und Musterungen auf. Daher unterscheiden
wir diese nochmals nach den Flusssystemen. Die Panaque-Variante aus dem Rio Tapajós wurde 2010 als
Panaque armbrusteri von Nathan K. Lujan, Max Hidalgo und Donald J. Stewart beschrieben.
Daher bezeichnen wir die weiteren Flusssystemvarianten erst mal als Panaque cf. armbrusteri.

Die Alttiere sind in den großen Flussläufen anzutreffen.
Zum Ablaichen wandern die Alttiere während der Regenzeit in die Oberläufe hinauf.
Nach dem Ablaichen wandert die Alttiere wieder ab, während die Jungfische auch zur Trockenzeit
noch in den Oberläufen verweilen und dort heranwachsen.

Vergesellschaftung : Die Panaque armbrusteri "L 27 / Tapajós" können ohne weiteres auch mit kleinen Fischen vergesellschaftet werden. Sie sind weder räuberisch noch besonders aggressiv.
Dadurch können sie auch in einem Gesellschaftsbecken gepflegt werden.
Auch gegenüber anderen kleineren Welsgattungen konnte ich noch keine Aggressionen bemerken.

Ähnliche Welse: Panaque sp. "L 27" "Tocantins", Panaque sp. "L 27" "Xingú", Panaque nigrolineatus ( "L 190" )



Es konnten beim Panaque armbrusteri "L 27 / Tapajós" bisher
nie Aggressionen gegenüber anderen Fischarten festgestellt werden.
Große Exemplare können territorial sein.


Zucht:
Panaque ist noch nicht so häufig nachgezogen worden.
Bei der letzten mir bekannten Zucht wurden zwei Weibchen und
ein Männchen ins Zuchtbecken gesetzt.
Bei den Versuchen mit nur einem Weibchen war es zu viel
Stress für das einzelne Weibchen.
Mit zwei Weibchen hat es dann geklappt.
Die großen Männchen können sehr ruppig vorgehen, was für ein
einzelnes Weibchen schlecht enden kann.

Angefüttert wurden die Tiere zum Teil mit sehr viel weichem Holz.
Gelaicht haben sie in einer großen Tonröhre, die nur einseitig geöffnet war.
Alle Gegenstände, ob nun Höhlen (besser mehrere anbieten) oder
Wurzeln, sollten fixiert sein, sonst könnten sie durchs Becken knallen.

In der Regel laichen viele Harnischwelse in Höhlen ab.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Da über die Vermehrung von Panaque nicht viel bekannt ist, sollte man hierbei
verschiedene Möglichkeiten in Betracht ziehen.

In der Natur sind Höhlen für solch große Tiere nicht so einfach zu finden.
In den Uferböschungen sind zwar auch Höhlen zu finden, nur scheinen diese eher mit
Arten der Gattung Liposarcus und co. besetzt zu sein.
Es wurde auch schon über in der Natur gefundene Gelege in Holzmulden berichtet, was einen guten
Ansatz für eine gezielte Zucht darstellen könnte.
Solche Gelege im Holz sind auch von anderen Harnischwelsarten bekannt, aber diese laichen im
Aquarium anscheinend lieber in Höhlen ab.
Daher sollte man auch diesen Welsen ruhig einige Höhlen in passender Größe anbieten.

Für einen Zuchtversuch sollten die Tiere nicht zu klein sein, damit sie auch wirklich schon
laichbereit sind. Dies sollte bei Tieren mit 20 bis 25 cm wohl der Fall sein.
Die natürliche Regenzeit sollte für eine gezielte Zucht bedacht und simuliert werden.
Angefüttert werden die Tiere zum Teil mit sehr viel weichem Holz.
Dazu gehört auch eine gezielte zeitlich begrenzte Fütterung mit kräftigem Lebend- oder Frostfutter.
Dadurch soll ein Laichansatz bei den Weibchen angefüttert werden.

Exportsituation: Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen
über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.

Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 799, Miniatlas L-Welse S. 30, "Das Aquarium" 4/04 S.23

Thema zur Erstbeschreibung im Forum

Wir bedanken uns für die Bilder bei André Werner und der Fa. Transfish, Enrico Richter und Anna Sophie.




Wer Informationen hat bezüglich Panaque armbrusteri "L 27 / Tapajós", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Panaque Tapajos Tapajós L27 L027 Pará Para LDA77 Royal Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 029
Größe min: 60
Beckengröße min: 200
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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