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Pseudacanthicus pirarara "L 25"
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Beschreibung: Gattung/Art: Pseudacanthicus pirarara "L 25"

Synonyme: Rotflossen-Kaktuswels, Xingu Scarlet Pleco, Scarlet Cactus Pleco, Red Scarlet, Super Red Scarlet, Red Red Scarlet, Iriri-Kaktuswels, Sao Felix Kaktuswels.

Herkunft: Rio Xingú, (Altamira-Sao Felix do Xingú), Rio Iriri, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 5/1989

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Neue Harnischwelse (L 24 – L 27)


Größe: über 40 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30°C
pH: 5,5 - 7
KH: 0 - 5°dH
GH: 0 - 20°dH

Empfohlene Beckengröße: Ab 200 cm, nur für Großaquarien geeignet.



Ein Pseudacanthicus pirarara aus der Umgebung von Altamira.


Geschlechtsunterschiede: Seit vielen Jahren wurde die Breite und Länge der Kopfpartie als angeblich sicheres Unterscheidungsmerkmal herangezogen. Die Welse mit dem breiteren Kopf sind in der Regel die Männchen.
Aber wie es so mit Regel ist, gibt es auch schon mal vereinzelt Ausnahmen.
Beim Vergleich von Tieren gleicher Größe tragen die Männchen meist einen stärkeren Odontodenberuchs.
Die Rückenflosse ist bei den Männchen meist größer.
Sehr häufig haben die Männchen eine ausgeprägtere Färbung. Hierzu müssen die Tiere aber vom gleichen
Fundort stammen, da die Fundortvarianten sehr unterschiedlich sind.


Sozialverhalten: Gegenüber anderen freischwimmenden Fischen und kleineren Welsen ist diese Harnischwelsart durchaus friedlich eingestellt.
In der Regel sind sie eher zurückgezogene und ruhige Beckenbewohner.
Große Exemplare können in zu kleinen Becken territorial gegenüber anderen großen Welsen werden.



Diese Pseudacanthicus pirarara stammen aus dem Rio Iriri.


Beckeneinrichtung: Als Jungfische benötigen diese Welse noch keine großen Becken.
Das veranlasst oftmals Aquaianer dazu, sich diese schönen Harnischwelse anzuschaffen, auch wenn
die dauerhafte Haltung durch die geringe Beckengröße nicht gesichert ist.
In der Regel sollte schon ein 200 cm langes Aquarium zur Verfügung stehen.
Wenn sogar eine größere Gruppe dieser Tiere gepflegt werden soll, muss man auch mit dementsprechend mehr Platz rechnen.
Der Bodengrung eines "L 25"-Beckens spielt kaum eine Rolle.
Meist wird hier bei den meisten Haltern Sandboden oder feiner Kies erfolgreich verwendet.
Felsaufbauten haben sich im Aquarium auch gut für diese Welse bewährt.
In ihren Fundorthabitaten findet man auch vielfach Steine mit vulkanischer Herkunft.
Im Aquarium sollten diese Steinformationen allerdings miteinander verbunden werden, damit nicht irgendwann einmal ein Harnischwels unter zusammenbrechenden Steinen begraben wird.
Natürlich sind die für ein Welsbecken typischen Wurzeln als Dekoration und auch als Versteck immer
sehr gut geeignet. Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Das Becken eines Pseudacanthicus pirarara sollte ruhig mit robusten Pflanzen bestückt werden.
Diese sind nicht nur fürs Auge des Aquarianers interessant, sondern dienen auch gut als Verstecke für diese schönen Harnischwelse. Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.

Bei der Pflege mehrerer großer Welse sollte das Becken unbedingt in verschiedene Territorien aufgeteilt werden. Es sollten auch Röhren (beide Seiten offen) in die Dekoration eingefügt werden, da Harnischwelse aus einer Röhre einfach herausschwimmen können, wenn ein anderer Wels dieses Tier bedrängt.
Gerade bei großen Welsen sind eine große Vielzahl von Verstecken sehr wichtig.

Im Handel kommt es vor, dass meist viele verschiedenartige große Welse harmonisch in einem eigentlich viel zu kleinen Becken zusammen sitzen. Doch wenn man dies mit einigen verschiedenartigen Welsen in seinem eigenen Becken probiert, stößt man auf erhebliche Rivalitäten unter den Welsen.
Das ist ähnlich wie wir es bei afrikanischen Buntbarschen auch beobchten können: Durch die Erhöhung der Anzahl verteilt sich der Druck, den sonst vielleicht ein einzelnes schwächeres Tier abbekommen würde, auf viele Tiere, so dass dieser Druck förmlich verpufft.
Das geht aber bei Welsen in der Regel nur gut, wenn keine Höhlen verwendet werden.
In Höhlen können stärkere Tiere die Schwächeren "festsetzen", was erhebliche Verwundungen bei
dieser Harnischwelsgattung hervorrufen kann.
Deshalb sind in solchen Becken nur Verstecke mit einer Fluchtmöglichkeit sinnvoll.

In der Regel sind die meisten Aquarianer darauf aus, ihre Welse nicht nur zu pflegen sonder auch die
Vermehrung ihren Welse zu erreichen.
Dieses ist bei vielen Harnischwelsen im Allgemeinen erst durch den Einsatz von Höhlen möglich.
So auch bei der Gattung Pseudacanthicus. Daher sollte man sich damit abfinden ein Becken zu betreiben, das mehr oder weniger mit Einrichtung bis zur Oberfläche zugepflastert ist.
Alle Ecken sollten als Versteckmöglichkeiten nutzbar sein, diese auch gerne bis zur Wasseroberfläche hoch.
Hierzu eignen sich im Allgemeinen große Wurzeln immer wieder sehr gut.
Eine Vielzahl von beidseitig geöffneten Röhren sollte auch in einem Zuchtbecken in die Dekoration
eingearbeitet werden. Es hat einen Vorteil, wenn das Becken in der Mitte, bis zur Oberfläche, einen massiven Aufbau als territorialen Sichtschutz mit unzähligen Verstecken aufweist.
Es sollten bis auf die Futterstelle nicht zu große freie Flächen im Becken zu finden sein, lieber noch
mal einige Verstecke mehr. Da hat man, oder eher die Welse, mehr davon.
Höhlen sollten so angelegt werden, dass man diese kontrollieren kann.
So können Aktivitäten besser beobachtet werden und man kann zur Not auch mal eingreifen.



Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.



Haltung: Es ist nicht weiter verwunderlich, dass solche groß werdenden Harnischwelse auch dementsprechend eine Menge Dreck produzieren. Daher sollten die Aquarien für die Pflege der Pseudacanthicus pirarara auch sehr gut gefiltert werden.
Regelmäßige Wasserwechsel sind natürlich ebenfalls die Pflicht bei der Haltung von Kaktuswelsen.
Da sie aus den schnell fließenden und somit sauerstoffreichen Gewässern des Rio Xingu und dessen Zuflüssen stammen, sollten die Becken immer mit einem zusätzlichen Durchlüfterstein oder einem Diffusor betrieben werden. Der Sauerstoffgehalt im Becken wird bei Harnischwelsen gerne mal unterschätzt.
Oft werden großwerdende Arten über Jahre im Aquarien ohne Probleme gepflegt, doch plötzlich gibt es dann doch noch Todesfälle. Der Grund dafür ist manchmal, dass die Sauerstoffansprüche bei den herangewachsenen Welsen natürlich auch heranwachsen. Was vor einem Jahr noch in Ordnung war, kann nun gerade an der Schwelle zum "Umkippen" stehen. Also immer daran denken: Nicht nur die Tiere wachsen, sondern auch ihre Ansprüche.

Von den Wasserwerten her sind diese Welse eigentlich recht pflegeleicht. Sie stellen den Aquarianer nicht gerade vor große Herausforderungen. Diese Harnischwelse stammen aus Klarwasserflüssen.
In den meisten Fällen reicht schon das normale Leitungswasser für eine erfolgreiche Pflege aus.
Der pH-Wert sollte von neutral bis leicht ins Sauere gehen, also 5,5 bis 7 pH sind hier gut geeignet.
Das Aquarienwasser sollte nicht zu hart sein, der Bereich zwischen 0 bis 20 bei der GH ist
im Allgemeinen zufriedenstellend.
Was den Leitwert angeht, so sollte dieser im Bereich von 50-400 µS/cm liegen.
Da die Herkunftshabitate das ganze Jahr über recht warm sind, sollten diese Welse im Becken nicht
zu kühl gehalten weden. Aber nicht vergessen: mehr Wärme heißt mehr Durchlüften.
Gerade im Sommer, wenn es richtig warm ist, kann auch die Beckentemperatur mal höher werden
als allgemein üblich. Für solche Fälle sollte umbedingt eine Durchlüfterpumpe bereit stehen.
Oft ist im Internet zu lesen, dass kupferhaltige Medikamente gefährlich sind.
Diese Vermutung entsteht, wenn es zu Welssterben nach dem Einsatz von Medikamenten kam.
Oft ist es aber so, dass die Welse nicht an den Medikamenten gestorben sind, sondern an einem
Sauerstoffmangel, der durch die Medikamentenzugabe entstanden ist (Sterben der Filterbakterien). Daher immer beim Einsatz von Medikamenten zusätzlich das Becken durchlüften.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.


Die "L 25" gehören zu den Fleischfressern (Carnivore). Was nicht heißt, dass sie räuberisch sind. Harnischwelse fressen zwar gestorbene Fische, aber erjagen werden sie diese nicht. Zu ihrer Nahrung im Aquarium gehören die verschiedensten Frostfuttersorten wie: Mückenlarven, Artemia, Cyclops, Mysis, Krill, Muschelfleisch und ähnliches.
Das Fischfleisch ist natürlich immer ein Leckerbissen.
Trockenfutter wird auch angenommen von diesen Harnischwelsen.
Hier sollte schon darauf geachtet werden, dass es Futter für Fleischfresser ist und nicht für Pflanzenfresser.
Ob nun als Flockenfutter, Granulat, Tabeltten, Pellets oder Chips spielt kaum eine Rolle. Es kommt auch mal vor, dass einige Pseudacanthicus pirarara sich an Gemüse heranwagen. Was aber nur als Beikost anzusehen ist.

In der Eingewöhnungsphase bei großen Tieren sollte man auf einseitig geöffnete Höhlen am Anfang erst mal verzichten und erst nach den zu erwartenden Rangeleien bezüglich der Rangordnung welche
ins Becken hinzu bauen. In der ersten Zeit sollten nur Röhren als Verstecke verwendet werden, so besteht immer eine schnelle Fluchtmöglichkeit. Für jeden Wels sollten später zwei bis drei Höhlen zur Verfügung stehen. Das recht große Höhlenangebot bringt mehr Ruhe ins Becken.



Der Pseudacanthicus pirarara gehört zu den Fleischfressern.


Fundort: Die Pseudacanthicus pirarara kommen aus dem Rio Xingú, einem der großen südlichen Zuflüsse des Amazonas, der teilweise einen Kilometer breit ist. Der Rio Xingú ist ein recht warmer Fluss. Es wurden bei verschiedenen Reisen Temperaturen von 32°C und mehr gemessen.
Der Bodengrund besteht aus dunklen vulkanischen Gesteinsarten mit vielen Spalten und Versteckmöglichkeiten.
Der Rio Xingú ist trotz seiner Größe schlecht für Schiffe befahrbar, gerade wegen der unzähligen Stromschnellen.
Diese Harnischwelse kommen nur im Rio Xingú und dessen Zuflüssen vor.
Im Rio Iriri, einem der Zuflüsse des Rio Xingu, kommt der "L 25" in einer leichten farblichen Abweichung vor.

Das Diskussionsforum zum Thema Fundort und Herkunft findet ihr hier.


Ein besonderes Problem für die Zukunft ist ein Mega-Staudamm-Projekt der brasilianischen Regierung.
Für die nötige Stromversorgung des brasilianischen Staates wird der Rio Xingú zu einem Stausee
für die Stromgewinnung. Mit mehreren Staustufen wird der zur Zeit noch stark fließende Fluss zu einem
eher ruhigen See angestaut. Da der Rio Xingú zu einem Stausee umgebaut wird, ist nicht voraussehbar, was mit den hier lebenden Welsarten passieren wird.


Hier eine Karte, wie die Stauseen nach der jetzigen Planung wohl entstehen werden.
Wenn man sich Deutschland als Größenvergleich ansieht, wird das Ausmaß dieses Bauprojektes deutlich.

Da die Aufstauung auf den Sauerstoffgehalt des Gewässers einen gravierenden Einfluss hat, sind die Folgen gerade für die sauerstoffliebenden Arten wie die Harnischwelse höchstwahrscheinlich katastrophal.
Ein zu geringer Sauerstoffgehalt im Wasser wird aller Wahrscheinlichkeit nach zum Tod der Welse führen.
Zum Beispiel liegen die bisher einzig bekannten Fundorte des Hypancistrus zebra "L 46" alle in der sogenannten Xingú-Schleife. Nach Angaben der Staudammplaner soll diese zur Trockenzeit weitestgehend auch trocken gelegt werden, wobei das Wasser über zwei riesige Rohre von Altamira aus direkt in Richtung Belo Monte geleitet wird, zu den Turbinen.
Da die meisten Welse auf Dauer eher schlecht auf dem Trockenen überleben, sehe ich kaum eine
Zukunft für den Hypancistrus zebra in seinen bisherigen Biotopen.
Direkt bei der Ortschaft Belo Monte ist das Herzstück des Staudammprojektes geplant. Dies ist leider auch der Lebensraum der "L 400". Ob vielleicht noch Populationen dieses Welses nach den Bauarbeiten und der Wasserbelastung in den ersten Jahren überleben können, ist nur mit "kaum möglich" zu bezeichnen. Die verfaulenden Regenwaldgebiete, die dauerhaft überschwemmt werden, verursachen wohl eine so große Belastung des Wassers, dass es für die standorttreuen Welse kaum eine Hoffnung gibt.
Andere Fische wie zum Beispiel Salmler oder Barsche können mit etwas Glück durch eine Abwanderung in die Oberläufe der Zuflüsse vielleicht weiter existieren.
Nach den neuesten Nachrichten ist das gesamte Genehmigungsverfahren für dieses Megaprojekt abgeschlossen, so dass mit dem Bau endgültig begonnen wird.

amazonas-magazin.de

Mega-Staudamm-Projekt

Mega-Staudamm-Projekt


Staatliches Zuchtprogramm: hier.



Der "L 25" (links) ist dunkler gefärbt als der "L 24" (rechts).


Vergesellschaftung: Im Allgemeinen können diese Welse mit jeglichen freischwimmenden Fischen
vergesellschaftet werden, solange diese die gleichen Wasserbedingungen bevorzugen.
Die Pseudacanthicus pirarara sind nicht räuberisch oder aggressiv gegeüber den
Freischwimmern. Gelegentlich ist immer mal wieder zu hören, dass sich mal ein großer Harnischwels
an der Seite eines Diskus ansaugt. Darauf sollte geachtet werden. Dies liegt wohl daran, dass die
Diskusfische nicht gerade die schwimmfreudigsten Beckenbewohner sind. Bei anderen Fischen wurde dies noch nicht beobachtet.
Kleinere Welsarten sind im Allgemeinen überhaupt kein Problem. Sie werden meist nicht weiter von den Pseudacanthicus beachtet.
Bei der Vergesellschaftung mit großen Harnischwelsen kann es aber durchaus in kleineren Aquarien zu Reibereien kommen. In großen Becken gehen sich diese Welse dann einfach aus dem Weg.
Ich konnte selber bei der Haltung von "L 25" feststellen, dass diese Tiere im Verhalten sehr unterschiedlich sein können. So hatte ich Anfang 2002 einige Welse dieser Art in der Größe von etwa 20 cm bekommen. Während einige eher ruppig waren, auch gegenüber anderen Welsen, zeigten andere eher ein ausgesprochen ruhiges Verhalten. Es ist aber nicht geschlechtsspezifisch zu betrachten, da es von beiden Geschlechtern ruhige und auch ruppigere Tiere gab.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Namensgebung: Den deutschen Namen "Kaktuswels" bekam dieses Tier natürlich wegen des starken Odontodenbewuches. Je größer die Tiere werden, desto ausgeprägter ist die Bestachelung.



Der hellere Pseudacanthicus pirarara stammt aus dem Rio Iriri und der dunklere aus dem Rio Xingu.


Sonstiges: Die Pseudacanthicus pirarara sind im Rio Xingu und dessen Zuflüssen wie dem Rio Iriri recht weit verbreitet. Die Rio Xingu Varianten aus dem Unterlauf bis zum Mittellauf sind meist dunkler in der Grundfärbung als die Welse aus dem Rio Iriri.
Es wurden mehrfach Welse dieser Art unter der Bezeichnung "Sao Felix" importiert, die eine besonders schöne Rotzeichnung aufwiesen.
Gegenüber den meisten beschriebenen Pseudacanthicus (6 - 8) haben die "L 25" (mehr als 10) mehr Zähne in den Kieferhälften des Unterkiefers. Dies ist ebenfalls bei den "L 24" aus dem Rio Tocantins zu beobachten, die auch die helle Iris im Auge haben.
Die Pseudacanthicus pirarara sehen den "L 24" recht ähnlich.
Beide haben die helle Augenfarbe, die sie von den anderen Pseudacanthicus-Arten abhebt.
Der Pseudacanthicus pirarara ist aber in der Regel attraktiver gefärbt. Auch sind die "L 25"
in der Grundfarbe dunkler und haben ein kräftigeres Rot.
Im Welsatlas 2 ist darauf verwiesen worden, dass diese Welse wohl sehr springfreudig sind,
weshalb die Aquarien gut abgedeckt sein sollten.
Es hat sich bewährt, nicht die Ecken der Aquarienabdeckung als Futterstelle frei zu lassen sondern eher mitten in die Abdeckplatte ein Loch zu machen.
Alle Aquarienbewohner, die sich jagen, schießen in der Aquarienecke hoch, wenn sie in diese gejagt werden.
Diese nächtlichen Verfolgungsjagden scheinen bei Harnischwelsen ein beliebter Zeitvertreib zu sein.

In Japan ist Pseudacanthicus pirarara einer der belibtesten Harnischwelse. Er wird nur noch durch "L 46" übertroffen.
Die Preise für Zierfische sind im japanischen Handel um einiges höher als in Deutschland. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass gerade die farbenprächtigsten Varianten für viel Geld nach Asien verkauft werden. Oft sind Welse schon auf dem japanischen Markt zu finden, die noch nie in Europa eingeführt wurden.
Im asiatischen Raum werden oft Becken verwendet, in denen es kaum Einrichtung zu sehen gibt. Die Welse stellen hier die Dekoration dar. Es geht da weniger um eine artgerechte Haltung sondern eher um das zur Schau stellen der Raritäten, die eher wie Briefmarken gesammelt werden.
Dort findet man desöfteren Aquarien, in denen von jeder Art nur ein Tier im Becken zu finden ist.
Je bunter der Besatz, desto zufriedener sind die dortigen Aquarianer.
Im europäischen Raum wird eher auf die artgerechte Pflege großen Wert gelegt.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Das adulte Männchen von Christophe Girardets Zuchtpaar.


Zucht: Nachdem von der erfolgreichen Zucht bei den größeren Arten wie Pseudacanthicus
lange Zeit nichts zu berichten war, hat sich das Blatt inzwischen gewendet.
Viele größer werdende Pseudacanthicus-Arten wurden inzwischen im Aquarium erfolgreich vermehrt.
Auch der Pseudacanthicus pirarara wurde inzwischen schon mehrfach nachgezogen.
Eine der skurilsten Nachzuchten gab es im asiatischen Raum, wo ein Pärchen in einem 60 cm Becken gelaicht hat.
Das sollte jetzt aber nicht zum Anlass genommen werden, diesem nachzueifern.
Die Zucht gelingt natürlich in großen Becken einfacher und auch sicherer in Bezug auf die Wasserwerte.
Wichtig für die Zucht scheint es bei solch großen Arten zu sein, dass sie sehr hochwertig und auch
sehr massig gefüttert werden. Die Fütterung mit Fischfleisch hat sich hier gut bewährt.
Auch braucht es viel Obacht auf die Wasserwerte bei einer verstärkten Fütterung.
Sehr viel Frischwasser ist enorm laichanregend.
Auch der Einsatz einer Strömungspumpe hat große Vorteile.
Die "L 25" können ab einer Größe von 15 cm durchaus schon geschlechtsreif sein.
Jungfische brauchen kräftiges Aufzuchtfutter für ein gutes Wachstum. Die kleinen Welse sollten in einem seperaten Becken aufgezogen werden.

Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.


Zuchtberichte:


Ein 6 Tage altes Nachzuchttier. **** Ein 9 Tage altes Nachzuchttier. **** Ein 12 Tage altes Nachzuchttier.


Ein 14 Tage altes Nachzuchttier. *** Ein 15 Tage altes Nachzuchttier. *** Ein 23 Tage altes Nachzuchttier.


Ein 23 Tage altes Nachzuchttier. *** Ein 30 Tage altes Nachzuchttier. *** Ein 30 Tage altes Nachzuchttier.


Ein 45 Tage altes Nachzuchttier. *** Ein 45 Tage altes Nachzuchttier. *** Ein 82 Tage altes Nachzuchttier.


Ein 94 Tage altes Nachzuchttier.


Ähnliche Welse: Pseudacanthicus pitanga "L 24"


Weitere Informationen:



Exportsituation: Seit der neuen IBAMA-Liste 2012 ist die Ausfuhr von Pseudacanthicus pirarara wieder offiziell erlaubt. In der Zeit, in der es noch ein Verbot dieser Welse gab, sind die Preise enorm angestiegen.
Auch wenn es nun wieder möglich ist diese Welse ohne Schmuggel zu bekommen, sind die Preise immer noch wesentlich höher als noch vor der genaueren Beachtung der alten IBAMA-Liste.
Es wird wahrscheinlich erst mal keinen günstigen Pseudacanthicus pirarara mehr geben.
Obwohl die Preisfrage immer vom Betrachter abhängt.

Auf jeden Fall sind diese Welse inzwischen wieder zu bekommen, auch wenn sie in den normalen
Aquarienläden wohl kaum zu finden sind. Hierzu sollten importierende Geschäfte aufgesucht werden
oder Händler, die eine Bestellung beim Großhandel durchführen.


Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder!




Wir bedanken uns für die Bilder bei Jonny Jensen , bei Ralf Heidemann (Fischray), Ralf Binninger (Badenser), bei Anna Sophie, Christophe Girardet, Amazon-Aquatics, Enrico Richter und bei Patrick Egger.


Wer Informationen hat bezüglich Pseudacanthicus pirarara, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen. Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt, kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Pseudacanthicus pirarara L25 L025 Pará Para Iriri Xingú Xingu Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 025
Größe min: 40
Beckengröße min: 200
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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