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Beschreibung:
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Gattung/Art: Pseudancistrus sp. "L 321"
Herkunft: Rio Tapajós, Pará, Brasilien
Vorgestellt: DATZ 09/2002
Größe: ca. 20 cm (größtes vorhandenes Tier: 17 cm)
Wasserwerte:
T: 26 - 30° C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5° dH
GH: 0 - 20° dH
Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm
Geschlechtsunterschiede: Männchen mit längeren Odontoden ( >1 cm) auf der Schnauze, verlängerte Odontoden auf Pectoralstacheln, Pectoralen relativ länger, Weibchen weniger und kürzere Odontoden auf der Schnauze und den Flossen;
Sozialverhalten: Relativ dominante, durchsetzungsfähige Art.
Zucht: Nicht bekannt.
Sonstiges: Pseudancistrus fallen durch ihren imposanten Odontoden-"Bart" auf, der nicht wie bei Ancistrus aus weichen Gewebe besteht, sondern aus langen Odontoden, wie sie bei anderen Ancistrinen auf Pectoralen und Schwanzstiel zu finden sind.
Das bei mir schwimmende Männchen hat vor fünf Jahren im Händlerbecken zwei kleinere Artgenossen geradezu "aus dem Becken getrieben" - und das schon kurz nach dem Einsetzen. Ein voriges Jahr hinzugesetztes Weibchen - 11 cm lang - wird dagegen so gut wie nicht beachtet. Gegenüber anderen größeren Harnischwelsen, die frisch dazugesetzt werden, sind die Tiere sehr aggressiv - binnen kürzester Zeit können sie mit Hilfe ihrer Odontoden schwerste, oft tödliche Verletzungen verursachen. Kleinere Welse, die im Becken aufwachsen, werden dagegen nicht beachtet.
Das Herausfangen der Tiere gestaltet sich relativ schwierig: Mit dem Kescher droht die Gefahr des Verhakens, mit der Hand geht es kaum ohne blutende Verletzungen (beim Fänger). Trotzdem letztere Methode empfohlen. Kräftig Zufassen - große Tiere haben Kraft.
Laut André Werner unterscheidet sich die Art hauptsächlich durch die Bezahnung von L 259 - L 321 hat weniger Zähne. Außerdem sind die Punkte bei L 321 etwas kleiner. Was noch beobachtet werden konnte, aber nicht verallgemeinert werden soll, ist, dass die "Bartform" etwas unterschiedlich ist: Ein bei Ingo Seidel lebendes L 259-Männchen hat seitlich deutlich mehr Odontoden, dafür im vorderen Schnauzenbereich weniger. Bei L 321 sind die Odontoden fast gleichmäßig verteilt, nach vorn aber auch etwas weniger werdend. Aqualog betrachtet L 321 trotz dieser beträchtlichen Unterschiede als Synonym zu L 259.
Als Grundnahrung dienen verschiedene Futtertabletten, die alle sehr gern gefressen werden. Chlorella-Presslinge werden geradezu "eingeatmet". Salat, Rosenkohl, Broccoli und Löwenzahn werden nicht beachtet. Wichtig ist in erster Linie, dass es viel Futter ist. Hat das Männchen Hunger, sitzt es knapp unter der Wasseroberfläche an der Frontscheibe und plätschert dort herum, bis es Futter gibt. Bei solchen Aktionen können durchaus beträchtliche Mengen Wasser vor dem Becken landen.
Aufgrund des beträchtlichen Stoffwechsels sind regelmäßige Wasserwechsel und kräftige Filterung logischweise Pflicht. Gebiete mit reichlich Strömung werden teilweise direkt aufgesucht (ohne dass akuter Sauerstoffmangel herrscht).
Für große Becken und Leute, die einen mittelgroßen Loricariiden suchen, der eine Beziehung zur Fütterungsperson aufbaut, eine durchaus empfehlenswerte Art. Wenn man sie denn bekommt...
Wir bedanken uns für Bild 1 bei André Werner und der Fa. Transfish. 
und für die Bilder 2, 3, und 4 bei Mike Hemmann.
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