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Hypancistrus sp. "L 260"
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypancistrus sp. "L 260"

Synonyme: Queen Arabesque, Queen Arabesque Pleco, Arabesken-Harnischwels

Herkunft: Brasilien, Pará, Rio Tapajós (Santarém-Pimental)

Vorgestellt: DATZ 3/1998 (Harnischwelse aus dem Iriri und dem Tapajós)

Größe: bis 12 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30° C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5° dH
GH: 0 - 20° dH

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Hypancistrus sp. "L 260" aus dem Rio Tapajós, einem der südlichen Zuflüsse des Amazonas.


Geschlechtsunterschiede: Beim Männchen hat der Pektoralstachel längere Odontoden. Meist werden die
Männchen im Alter dunkler, während die Weibchen ihre Färbung beibehalten. Geschlechtsreife Weibchen sind
fülliger, was gerade in der Draufsicht (Dorsalansicht) gut erkennbar ist.
Die Männchen haben eine breitere und längere Kopfpartie.
Die Odontoden am Kiemendeckel der Männchen sind länger im Vergleich mit den Weibchen.



Links sind die recht langen Odontoden eines Hypancistrus sp. "L 260" Männchens zu sehen.
Auf dem rechten Bild ist der erste Brustflossenstahl (Pektoralstachel) ebenfalls eines Männches abgebildet.


Sozialverhalten: Der Queen Arabesque ist eine ruhige, friedliche und gesellige Harnischwelsart.



Dieses adulte Hypancistrus sp. "L 260" Männchen ist 12 cm groß.
Das Tier zeigt eine feine aber sehr weiß leuchtende Linienmusterung.


Etymologie: „Hyp-“ von griechisch „hypo-“ steht für die reduzierte Kieferbezahnung im Vergleich zu Ancistrus.
„-ancistrus“ von griechisch „ankistron“ = „Widerhaken“ bezieht sich auf die namensgebenden Kiemendeckel-Odontoden.



Die Draufsicht (Dorsalansicht, linkes Bild) eines Hypancistrus sp. "L 260" Weibchens.
Durch den Laichansatz des geschlechtsreifen Tieres ist das Weibchen gut zu erkennen.
Bei der Bauchansicht sind einige Züchter davon überzeugt, dass die Männchen eine stärker
gemusterte Bauchpartie aufweisen, während sie bei den Weibchen eher musterlos ist.
Dies ist aber nicht eindeutig auf alle Stämme anzuwenden.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.



Beckeneinrichtung: Ein einzelnes Paar kann auch schon in einem 80 cm Gesellschaftsbecken gepflegt werden.
Bei einer kleinen Gruppe sollte es eher schon mal ein 100 cm Becken sein. Bei der Haltung größerer Gruppen sollte
das entsprechende Becken natürlich dementsprechend größer sein.
Die Beschaffenheit des Bodengrundes ist nicht besondes wichtig, es kann Sand aber auch grober Kies sein.
Es sollte nichts scharfkantiges sein und für die dauerhafte Pflege auch keine blanke spiegelnde Glasscheibe.
Als Verstecke und Unterstände bieten sich, wie bei den meisten Harnischwelsen, Wurzeln an.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Für die Optik können die Aquarien durchaus bepflanzt sein.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Ansonsten sollte man viel mehr Höhlen als Welse im Becken platzieren. Höhlen, bei denen der Eingang von oben
geschützt ist (zum Beispiel durch überragende Schieferplatten), sind bei den Welsen beliebter.
Man sollte für die Welse eine Vielzahl von Versteckmöglichkeiten anbieten. Je mehr ein Aquarium
strukturiert ist, desto ruhiger sind die Welse und um so eher kommen sie auch tagsüber zum Vorschein.




Ein halbwüchsiges Arabesken-Harnischwels Weibchen in einer Größe von 7 cm.
In dieser Größe sind sie häufig als Wildfänge im Handel erhältlich.


Haltung:
Der Hypancistrus sp. "L 260" ist ein friedlicher Wels, der sich tagsüber oft in den Höhlen aufhält.
Bei der Fütterung kommen eingewöhnte Tiere auch mal zum Vorschein. Eine Pflege mit anderen Welsarten ist unproblematisch, wobei zu erwähnen ist, dass L 260 eine eher ruhige Art darstellt.
Bei der Haltung mit anderen Hypancistren kann es zu Hybriden kommen, selbst zwischen L 260 und Hypancistrus zebra ( "L 46" ).
Die Haltung zusammen mit anderen ruhigen Harnischwelsgattungen ist im Allgemeinen völlig problemlos.
Diese Welse sind recht gut in einem sogenannten Gesellschaftsbecken aufgehoben. Sie interessieren sich
nicht weiter für andere friedliche Beckenbewohner. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Welse in
einem Gesellschaftsbecken extra noch nach dem Lichtausschalten gefüttert werden sollten, damit
auch gewährleistet ist, dass diese eher nachtaktivere Art auch ausreichend Futter abbekommt.

Beim Einsetzen neuer Welse sollte einen Tag vorher ein größerer Wasserwechsel stattfinden, um die Keimbelastung
für die Harnischwelse zu verringern. Das Einsetzen ist für die Tiere natürlich immer mit Stress verbunden. Darum
sollte man den Stress nicht durch mögliche Wasserbelastung noch erhöhen.
Ansonsten ist dieser Wels im Bezug auf die Wasserwerte sehr robust und stellt keine besonderen Ansprüche.
Wie bei den meisten Harnischwelsarten ist auch der L 260 ein Wels, der sich in der Natur hauptsächlich in den strömungsreicheren Zonen des Flusses aufhält. Gerade dort ist der Sauerstoffgehalt sehr hoch. Dies sollte man bei der Haltung berücksichtigen. Bei einer Filterung über Luftanheber ist in der Regel eine ausreichende Sauerstoffanreicherung gegeben. Ansonsten hat sich der Einsatz eines Sprudelsteins oder eines Diffusors durchaus bewährt.

Die Hypancistrus sp. "L 260" gehören vom Nahrungstyp her zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore).
Sie fressen verschiedene Arten von Frostfutter, Granulatfutter und auch Tabletten. Vom Futterangebot her ist dies ein
einfach zu haltender Wels. Bei der Ernährung muss nicht extra wie bei manch anderen Harnischwelsen auf Holz
geachtet werden. Mit Grünfutter hat er eigentlich nicht viel im Sinn, aber es hat sich schon oft gezeigt, dass diese
Welse an rohen Kartoffel-Würfeln als zusätzliches Futter sehr interessiert sind.
Ein großer Vorteil von Kartoffel-Würfeln ist, dass sie als permanentes Futter im Becken über den ganzen Tag zur
Verfügung stehen können, was gerade bei der Eingewöhnung von Harnischwelsen allgemein ein enormer Vorteil ist.
Spätestens wenn die Kartoffelstücke an die Oberfläche aufsteigen, sollten sie aber unbedingt entfernt werden.

Das Haltungswasser sollte auf Dauer für die Pflege nicht zu hart sein. Beim pH-Wert ist es angebracht, ein neutrales
(pH 7) bis hin zu einem leicht sauren (bis pH 5) Aquarienwassser im Becken zu haben. Bei der Haltungstemperatur
sollten die Werte zwischen 26 und 30 °C betragen. Es hat sich gezeigt hat, dass es von Vorteil ist, die Temperatur für die Haltung der Welse auf 26-28 °C einzustellen und für die gezielte Zucht auf 29-30 °C zu erhöhen.



Der Hypancistrus sp. "L 260" gehört zu den Allesfressern (Omnivore).



Diese auffällige Bezahnung ordnet die L 260 eindeutig in die Gattung Hypancistrus ein.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Sonstiges: Der Rio Tapajós ist einer der südlichen Klarwasserzuflüsse des Amazonas. Der L 260 wird in großer Stückzahl importiert, leider sind ein großer Teil der Wildfänge Männchen. Die ersten Tiere kamen 1996 zum Jahresende
nach Deutschland. Sie wurden über Belem (Pará) ausgeführt und durch die Firma Transfish erstmals mit fünf
Exemplaren importiert. Erst später bekamen sie in der DATZ 3/1998 dann ihre L-Nummer.
Diese Harnischwelse werden meist im englischsprachigen Raum als Queen Arabsque Pleco bezeichnet.
Eine Fundortvariante, die nahe Santarem vorkommen soll, weist eine starke gelbliche Streifenfärbung auf.
Man sollte Wildfängen eine rohe Kartoffel in Würfel geschnitten als Futter anbieten. Diese ganztägige Futterverfügbarkeit ist beim Eingewöhnen hilfreich. Obwohl der L 260 kein spezialisierter Pflanzenfresser ist, werden Kartoffeln schnell angenommen.



Die Queen Arabesque haben als Jungfische noch ein etwas gröberes Muster, welches bei älteren
Harnischwelsen dieser Art aber sehr fein wird. Die Linienzeichnung hat ein recht strahlendes Weiß.


Beschreibung:
Es handelt sich um eine Hypancistrus-Art. Das Farbmuster erinnern an einen Hypancistrus sp. "L 66", wobei die Linien beim L 260 wesentlich feiner sind. Ein sehr ähnliches Zeichnungsmuster hat auch der Hypancistrus sp. "L 411" aus dem Rio Jari bei Monte Dourado. Der L 260 bleibt kleiner als der Hypancistrus sp. "L 411". Die Zeichnung des L 260 ist gleichmäßiger als beim Hypancistrus sp. "L 411", der vom Aussehen her wie ein L 260 mit Stressfärbung wirkt, später dann stark abdunkelt. Im Handel werden die beiden Arten häufig mit der falschen Bezeichnung angegeben.



Links ist ein Jungtier von den Hypancistrus sp. "L 260" aus dem Rio Tapajós zu sehen.
Als Vergleich hier ein Jungtier von Hypancistrus sp. "L 411" aus dem Rio Jari.


Zucht: In gut gefilterten Becken ist die Zucht schon des öfteren gelungen. Hierzu wurden nicht einmal die Wasserwerte verändert. Auch in Gesellschaftsbecken kam es schon vielfach zu Nachzuchten.
Die Bestände der Hypancistrus sp. "L 260" sollten in der Aquaristik eigentlich als gesichert gelten.
Die L 260 gehören zu den Höhlen- oder auch Verstecktbrütern. Die Männchen pflegen die Gelege bis zum Schlupf der Jungtiere und noch eine kurze Zeit bis zum Freischwimmen der kleinen Welse aus der Höhle heraus. Zum Brüten haben sich einseitig geöffnete Tonröhren vielfach bewährt. Es gibt auch Züchter, die auf Schieferhöhlen setzen und dies ebenso erfolgreich. Die Höhlen sollten nicht zu groß sein. Die Männchen bevorzugen Höhlen, die sie mit ihrem Körper nahezu verschließen können.

In der Literatur wird immer wieder darauf hingewiesen, dass L 260 mit den Monte Dourado gekreuzt wird, um die Produktivität zu steigern. Inwiefern diese Behauptungen zutreffen, kann nicht so einfach geklärt werden. Kontrastreich gefärbte Nachzuchten werden in der Regel als sicheres Zeichen für L 260 angesehen, während verwaschen
und dunkel wirkende Tiere eher für Monte Dourado Nachzuchten oder Hybriden gehalten werden.
Dies wird auf jeden Fall schon oft passiert sein, aber die meisten falsch bezeichneten Nachzuchten sind einfach nur
reine Hypancistrus sp. "L 411" (mehr unter Exportsituation).

Es hat sich gezeigt, dass bei weichem und leicht saurem Wasser die Produktivität der Zucht zunimmt. Bei den Gelegegrößen wurden unterschiedliche Angaben von ca. 10 Eiern und auch mal von ca. 25 Eiern gemacht, wobei es
sich jedes Mal um ausgewachsene L 260 handelte. Bei L 411 werden Gelegegrößen von bis zu 50 Eiern erreicht.
Die Gelegegrößen des L 260 hängen auch vom Ernährungszustand der Zuchttiere und deren Alter ab.
Jüngere Tiere legen kleinere Gelege, genau so auch mit viel Trockenfutter angefütterte Tiere.

Eine leichte Temperaturerhöhung (2-3°C) wirkt laichanregend auf die Welse. 29 - 30°C ist ein sehr guter Temperaturbereich für die gezielte Nachzucht. Auch das verstärkte Füttern mit Frost- und Lebendfutter ist laichanregend. Mehrere Wasserwechsel innerhalb weniger Tage und auch große Wasserwechsel sind ebenfalls stimulierend. Eine weitere Laichstimulation ist das Einsetzen einer Strömungspumpe.
Für die gezielte Zucht sollten die Welse gut im Futter stehen. Wenn man viele Nachzuchten behalten möchte,
sollte man ein Artbecken einrichten.

Aus den ca. 4 mm großen Eiern schlüpfen nach etwa 6 Tagen die unpigmentierten Jungfische. Nach ca. 12 Tagen, je nach Temperatur, ist der Dottersack verbraucht. Heranwachsende Jungfische sind mit Kleinstfutter, Futtertabletten und Artemia einfach zu ernähren, wachsen im Gegensatz zu anderen Hypancistren wie Hypancistrus sp. "L 4"/"L 5"/... nicht so schnell.
Als ein gutes Jungfischfutter haben sich entkapselte Artemia-Eier bewährt. Diese müssen aber vor dem
Verfüttern unbedingt ausreichend eingeweicht werden. Wenn die Eier eine Viertelstunde im Wasser aufquellen, können sie, je nach Qualität, 4 bis 6 mal so groß werden. Wenn die Eier im Verdauungstrakt der Jungfische aufquellen, ist dies meist tötlich für die Tiere. Aber richtig verfüttert ist es ein super Futter.

Die Aufzucht ist gezielter machbar, wenn man dazu die Jungfische separiert. In einem Artbecken können sie
auch schon mal verbleiben, aber zielgerichteter ist die Überführung in einen Einhängekasten oder eine kleines
Extrabecken. Die Jungwelse sollten erst mit 3,5 - 4 cm abgegeben werden, da sie starke Veränderungen der Wasserwerte
nicht so leicht verkraften. Kurz vor dem Einsetzen neuer Tiere sollte ein Wasserwechsel vorgenommen werden.



Dieser Hypancistrus sp. "L 260" ist gerade mal 3,5 cm groß und hat eine außergewöhlich
gleichmäßige Musterung. Die meisten L 260 besitzen eine stärker gewundene Zeichnung.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Ähnliche Welse: Hypancistrus sp. "L 318", Hypancistrus sp. "L 411"



Der Hypancistrus sp. "L 260" ist einer der beliebtesten Harnischwelse und gehört mit zu den Top 10.


Exportsituation: Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen über eine Positivliste
(offizieller Export seit der Liste 2012). Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.

Eine Zeit lang gab es keine Wildfänge mehr aus Brasilien, aber seit 2012 sind diese wieder
häufiger im Handel erhältlich. Bei Nachzuchten werden nicht gerade selten L 411 als L 260 angeboten.
Das liegt zum Teil daran, dass eine ganze Zeit lang Welse aus den Rio Jari ebenfalls als L 260
auf den Markt gebracht wurden. Es hat einige Jahre gedauert, bis endlich klar war, dass diese Tiere
eine andere Art darstellten. Sie bekamen dann nach langer Zeit (12/2007) von der DATZ die
L-Nummer L 411 verliehen.



Diese Portraitaufnahme zeigt ein adultes Hypancistrus sp. "L 260" Männchen.
Das Tier zeigt eine feine aber sehr weiß leuchtende Linienmusterung.


Weitere Informationen :


Autor: Ralf Heidemann (Fischray)








Wir bedanken uns für Bild 1 bei André Werner und der Fa. Transfish. ,
bei Mike Hemetsberger (Fishworld ), bei Stefan Hatt (Stefan H.), bei Ralf Binninger (Badenser), bei GudrunRP sowie bei Ralf Heidemann.






Die Harnischwelse der Gattung Hypancistrus


In dieser Gattung sind sehr viele ähnlich aussehende Harnischwelse vertreten.
In der Regel werden die Tiere dieser Gattung nur bis 15 cm groß. Es gibt mit dem Hypancistrus inspector "L 102" nur eine Ausnahme: Diese Welse können bis zu 20 cm Totallänge erreichen.

Der größte Teil der Arten dieser Gattung zählt zu den Wurmlinienharnischwelsen, die sich oftmals sehr ähnlich sehen.
Außer im Amazonas-Einzug ist diese Gattung auch im Rio Orinoco-Einzug zu finden.
Die Abgrenzung von einzelnen Arten ist hier oftmals sehr schwierig.

Die anderen Arten dieser Gattung sind die punktierten Hypancistren. Dabei handelt es sich um Harnischwelse mit einer schwarzen Grundfarbe und weißen Punkten. Dass hier bei der Betrachtung von Einzeltieren ohne Fundortangabe oftmals so gut wie keine Bestimmung möglich ist, sollte verständlich sein.

Die große Ausnahme in der Musterung stellt der Hypancistrus sp. "L 70" da. Dieser besitzt als Jungfisch noch eine Marmorierung (leichtes Linienmuster). Als adultes Tier ist dieser Wels dann aber grau-schwarz ohne Musterung.

In dieser Gattung finden wir 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse, die sich noch mehrfach aufspalten.
Der erste Strahl ist der sogenannte Hartstrahl dieser ist wesentlich dicker und auch oftmals mit Odontoden besetzt.
Der letzte Weichstrahl ist nicht durch eine Flossenmembran mit dem Rücken verbunden wie bei anderen Gattungen.
In der Schwanzflosse können wir 14 Weichstrahlen zählen, die zwischen den beiden Hartstrahlen liegen.
Die Fettflosse ist nicht über eine Flossenmembran mit der Rückenflosse verbunden.
Auch der einzelne Strahl der Fettflosse ist oftmals mit Odontoden besetzt.

Das auffälligste Merkmal dieser Gattung sind die Zähne.
Die zwei unterschiedlichen Zahngrößen im Oberkiefer und Unterkiefer sind in der Form bei anderen Harnischwelsen
nicht zu finden. Im Oberkiefer sind kleinere und auch wesentlich mehr Zähne zu finden als im Unterkiefer.
Die Zähne im Unterkiefer sind erheblich größer, dafür aber auch nur sehr wenige.
Diese zweispitzigen Zähne, bei denen es eine Hauptkuppe und eine kleinere Nebenkuppe gibt, sitzen am Ende eines
langen Zahnarmes.





Wer Informationen hat bezüglich Hypancistrus sp. "L 260", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypancistrus L260 Pará Para Tapajós Tapajos Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 265
Größe min: 12
Beckengröße min: 80
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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