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L 236
Beiträge Gesehen Erstellungsdatum
0 34934 Fr April 7, 2006
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypancistrus sp. "L 236"

Herkunft: Rio Iriri, Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 06/1997

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
(L 235 - L 236)


Größe: ca. 12 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30°C
pH: 6 - 7

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Der L 236 stammt aus dem Rio Iriri, einem Zufluss des Rio Xingú.


Sonstiges: Die L-Nummer wurde für Wildfänge aus dem Rio Iriri vergeben.
Die Tiere sehen in der Körperform den L 66 sehr ähnlich.
Sie wurden 1996 von der Firma Transfish erstmals auf der Interzoo präsentiert.
Der Rio Iriri ist zum großen Teil ein Naturschutzgebiet, weshalb selten von dort direkt Welse zu uns gelangen.
Da diese Tiere sehr variabel sind, bleibt eine eindeutige Zuordnung eher reine Spekulation.
Angeregt durch die Aufnahmen in der Fachliteratur, die einige besonders schön gefärbte Tiere zeigen,
ist eine profitable Vermarktung durch den Handel entstanden.
Es kommen gelegentlich Welse in den Handel, die eine ähnliche Zeichnung aufweisen,
allerdings von anderen Fundorten, welche aber der starken Nachfrage wegen unter der L-Nummer vertrieben werden.
Einige Züchten haben sich die Nachfrage zu nutzen gemacht und vertreiben selbst ähnlich
gefärbte Hybriden unter dieser Nummer.
Da die eigentlichen L 236 nicht als reine einzelne Art zu finden sind,
sprechen wir hier vielmehr über eine Färbungsvariante.
Der L 236 ist durch die aggressive Vermarktung zu einem Sammelbegriff geworden,
unter dem Welse mit einem ähnlichen Aussehen vermarktet werden.
Wir sprechen hier nun viel mehr über eine L 236er Gruppe.



Unter der Bezeichnung L 236 werden immer wieder mal schöne
Hypancistren angeboten, wie dieses Tier. Ob dieses Tier wirklich aus
dem Rio Iriri stammt, ist nicht bekannt.



Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Zucht: Eine einseitig geöffnete Röhre hat sich für die Nachzucht als hervorragend bewährt.
Ob die Höhlen aus Ton oder Schiefer sind, spielt dabei keine Rolle. Bei einer gezielten Zucht sollte die
passende Höhlengröße gewählt werden.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Das Männchen betreibt die Brutpflege bis zum Freischwimmen der Larven.
Häufig laichen die Welse in gut gepflegten Gesellschaftsbecken im Laufe der Zeit von ganz alleine ab.
Zur Zucht kann man die Tiere in einem separaten Becken natürlich auch gezielt ansetzen.
Zuchtbereite Tiere sind leicht zu stimulieren durch häufigen Wasserwechsel, durch Veränderung des Leitwertes,
der Temperatur oder auch durch Strömungsveränderungen.
Das Absenken des Leitwertes und eine Senkung des pH-Wertes plus Strömung ist anzuraten,
wenn es mit einer gewollten Nachzucht mal nicht so klappt.
Möglichkeiten gibt es ja etliche zur Stimulation.
Die Gelegegröße hängt von der Größe und Vitalität der Elterntiere ab.
Die Aufzucht der Jungtiere ist in der Regel recht einfach. Gefressen wird so ziemlich jede Futtersorte,
in der Hinsicht stellen die Nachzuchten keine großen Ansprüche.
Jungtiere fressen meist noch pflanzliche Nahrung.
Sie fressen von Anfang an zerkleinertes Trockenfutter jeglicher Art. Artemia ist nicht unbedingt nötig.
Worauf man bei einer gewollten Aufzucht natürlich achten sollte, ist, dass sich Futterkonkurrenten und
Fressfeinde nicht im Aufzuchtsbecken befinden dürfen.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.


http://www.amazonas-magazin.de/AMAZO...nt.1873.0.html

Importsituation: Zur Zeit kommen keine regelmäßigen Importe mehr herein.
Da diese Art nicht auf der Positivliste der IBAMA zu finden ist, wird es auch in Zukunft keine neuen Importe geben.
Vereinzelt werden Tiere noch geschmuggelt. Da die Strafen der IBAMA allerdings inzwischen sehr hoch sind,
ist dies aber nur noch extrem selten der Fall. Im Handel sind die Welse sehr selten geworden.
Die Tiere sind zur Zeit fast nur noch, wenn überhaupt, als Nachzuchten zu erhalten.


Um einen Fortbestand dieser Art im Aquarium zu sichern, wurde von der Arbeitsgruppe L-Welse des BSSWs
ein Arterhaltungsprogramm ins Leben gerufen.
Es ist zu wünschen, dass diese Art auch in Zukunft weiter in der Aquaristik gepflegt und gezüchtet wird.
Wer Interesse an der Erhaltung dieser Art hat und diese Tiere pflegt, kann seine Welse der
Arbeitsgruppe L-Welse mitteilen.
Je mehr Meldungen zu den speziellen Welsen eingehen desto genauer ist der momentane Bestand
in der Aquaristik einzuschätzen.

Die PDF-Datei zur Erfassung der L-Welsbestände: Hier

Je nachdem wie gefährdet einzelne Bestände in der Aquaristik sind, werden die
Bemühungen der Arbeitsgruppe L-Welse gesteuert.



Wir bedanken uns für Bild 1 bei Andreas Hartl und für das Bild 2 bei André Werner und der Fa. Transfish , für die Bilder 3-6 bei Elke Preißler (inspector)




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Die statistischen Daten sind von welse.ch!


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Die Harnischwelse der Gattung Hypancistrus


In dieser Gattung sind sehr viele ähnlich aussehende Harnischwelse vertreten.
In der Regel werden die Tiere dieser Gattung nur bis 15 cm groß. Es gibt mit dem Hypancistrus inspector "L 102" nur eine Ausnahme: Diese Welse können bis zu 20 cm Totallänge erreichen.

Der größte Teil der Arten dieser Gattung zählt zu den Wurmlinienharnischwelsen, die sich oftmals sehr ähnlich sehen.
Außer im Amazonas-Einzug ist diese Gattung auch im Rio Orinoco-Einzug zu finden.
Die Abgrenzung von einzelnen Arten ist hier oftmals sehr schwierig.

Die anderen Arten dieser Gattung sind die punktierten Hypancistren. Dabei handelt es sich um Harnischwelse mit einer schwarzen Grundfarbe und weißen Punkten. Dass hier bei der Betrachtung von Einzeltieren ohne Fundortangabe oftmals so gut wie keine Bestimmung möglich ist, sollte verständlich sein.

Die große Ausnahme in der Musterung stellt der Hypancistrus sp. "L 70" da. Dieser besitzt als Jungfisch noch eine Marmorierung (leichtes Linienmuster). Als adultes Tier ist dieser Wels dann aber grau-schwarz ohne Musterung.

In dieser Gattung finden wir 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse, die sich noch mehrfach aufspalten.
Der erste Strahl ist der sogenannte Hartstrahl dieser ist wesentlich dicker und auch oftmals mit Odontoden besetzt.
Der letzte Weichstrahl ist nicht durch eine Flossenmembran mit dem Rücken verbunden wie bei anderen Gattungen.
In der Schwanzflosse können wir 14 Weichstrahlen zählen, die zwischen den beiden Hartstrahlen liegen.
Die Fettflosse ist nicht über eine Flossenmembran mit der Rückenflosse verbunden.
Auch der einzelne Strahl der Fettflosse ist oftmals mit Odontoden besetzt.

Das auffälligste Merkmal dieser Gattung sind die Zähne.
Die zwei unterschiedlichen Zahngrößen im Oberkiefer und Unterkiefer sind in der Form bei anderen Harnischwelsen
nicht zu finden. Im Oberkiefer sind kleinere und auch wesentlich mehr Zähne zu finden als im Unterkiefer.
Die Zähne im Unterkiefer sind erheblich größer, dafür aber auch nur sehr wenige.
Diese zweispitzigen Zähne, bei denen es eine Hauptkuppe und eine kleinere Nebenkuppe gibt, sitzen am Ende eines
langen Zahnarmes.




Wer Informationen hat bezüglich L 236, die noch nicht berücksichtigt wurden,
kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln.
Wer diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellen möchte,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypancistrus L236 Pará Para Iriri Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 241
Größe min: 12
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 07:49 Uhr.

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