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Scobinancistrus aureatus "L 14"
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Beschreibung: Gattung/Art: Scobinancistrus aureatus "L 14", Burgess, W.E., 1994

Synonyme: Sonnenwels, Goldener Pfauenharnischwels, Sunshine Pleco

Herkunft: Rio Xingú und dessen Zuflüsse, Para, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 3/1989

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Harnischwelse aus dem Rio Xingú (L 10 – L 20)


Größe: bis 40 cm (im Aquarium vermutlich selten größer als 30 - 35 cm)

Wasserwerte:
26 - 30°C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 10 °dH
GH: 0 - 20 °dH

Empfohlene Beckengröße: ab 150 cm



Scobinancistrus aureatus "L 14" aus dem Unterlauf des Rio Xingú.


Geschlechtsunterschiede: Die Männchen haben einen wuchtigeren Kopf als die Weibchen.
Dies wird bei größeren Tieren immer offensichtlicher.
Brustflossen- und Kiemendeckelodontoden sind bei erwachsenen L 14 Männchen länger.



Das linke Bild zeigt ein Scobinancistrus aureatus "L 14" Männchen. Dieses ist recht gut an der schlanken Taille und an der eckigen Kopfform zu erkennen. Auf dem rechten Bild ist ein Weibchen zu sehen, welches eine umfangreichere Bauchpartie hat.



Bei adulten Männchen bildet sich eine stärkere Bestachlung auf den Enden der ersten
Brustflossenstrahlen aus. Bei jüngeren Exemplaren ist dies aber kaum ersichtlich.



Die Unterscheidung der Geschlechter anhand der Genitalpapille ist nur für
erfahrene und geübte Aquarianer eine weitere Möglichkeit.



Bei jungen Welsen dieser Art werden noch keine bis kaum Odontoden an den Kiemendeckeln zu sehen sein.
Bei erwachsenen Scobinancistrus aureatus "L 14" werden die Odontoden erst später offensichtlicher.
Bei den ausgewachsenen männlichen Hanischwelsen dieser Art sind die Kiemendeckelodontoden im Vergleich
länger und kräftiger als bei den ausgewachsenen Weibchen.


Sozialverhalten: Eine lebhafte, verträgliche Art, die im Alter allerdings zunehmend territorial wird.



Dieser Scobinancistrus aureatus "L 14" hat eine Länge von 18 cm. In dieser Größe sind diese
Harnischwelse auf jeden Fall schon geschlechtsreif.


Fundort: Die Scobinancistrus aureatus "L 14" kommen aus dem Rio Xingú, einem der großen südlichen
Zuflüsse des Amazonas, der teilweise einen Kilometer breit ist. Der Rio Xingú ist ein recht warmer Fluss. Es wurden bei verschiedenen Reisen Temperaturen von 32°C und mehr gemessen.
Der Bodengrund besteht aus dunklen vulkanischen Gesteinsarten mit vielen Spalten und Versteckmöglichkeiten.
Der Rio Xingú ist trotz seiner Größe schlecht für Schiffe befahrbar, gerade wegen der unzähligen Stromschnellen.
Diese Harnischwelse kommen nur im Rio Xingú und dessen Zuflüssen vor.
In der Umgebung von Altamira konnte Stawikowski diese Welse in einer Tiefe von 2 bis 3 Metern nachweisen.
Im Mündungsgebiet des Rio Iriri kommt eine farblich stärker abweichende Variante des L 14 vor, die unter anderem
vom Aquatarium in Garbsen importiert wurde. Das Typusmaterial dieser Welse wurde unterhalb (vier Stunden Bootsfahrt) von Altamira gefangen, in einem Meter Tiefe.

Das Diskussionsforum zum Thema Fundort und Herkunft findet ihr hier.


Ein besonderes Problem für die Zukunft ist ein Mega-Staudamm-Projekt der brasilianischen Regierung.
Für die nötige Stromversorgung des brasilianischen Staates wird der Rio Xingú zu einem Stausee
für die Stromgewinnung. Mit mehreren Staustufen wird der zur Zeit noch stark fließende Fluss zu einem
eher ruhigen See angestaut. Da der Rio Xingú zu einem Stausee umgebaut wird, ist nicht voraussehbar,
was mit den hier lebenden Welsarten passieren wird.


Hier eine Karte, wie die Stauseen nach der jetzigen Planung wohl entstehen werden.
Wenn man sich Deutschland als Größenvergleich ansieht, wird das Ausmaß dieses Bauprojektes deutlich.

Da die Aufstauung auf den Sauerstoffgehalt des Gewässers einen gravierenden Einfluss hat, sind die Folgen gerade für die sauerstoffliebenden Arten wie die Harnischwelse höchstwahrscheinlich katastrophal.
Ein zu geringer Sauerstoffgehalt im Wasser wird aller Wahrscheinlichkeit nach zum Tod der Welse führen.
Zum Beispiel liegen die bisher einzig bekannten Fundorte des Hypancistrus zebraL 46“ alle in der sogenannten
Xingú-Schleife. Nach Angaben der Staudammplaner soll diese zur Trockenzeit weitestgehend auch
trocken gelegt werden, wobei das Wasser über zwei riesige Rohre von Altamira aus direkt in Richtung
Belo Monte geleitet wird, zu den Turbinen.
Da die meisten Welse auf Dauer eher schlecht auf dem Trockenen überleben, sehe ich kaum eine
Zukunft für den Hypancistrus zebra in seinen bisherigen Biotopen.
Direkt bei der Ortschaft Belo Monte ist das Herzstück des Staudammprojektes geplant.
Dies ist leider auch der Lebensraum der L 400. Ob vielleicht noch Populationen dieses Welses nach den Bauarbeiten und der Wasserbelastung in den ersten Jahren überleben können, ist nur mit „kaum möglich“ zu bezeichnen. Die verfaulenden Regenwaldgebiete, die dauerhaft überschwemmt werden, verursachen wohl eine so große Belastung des Wassers, dass es für die standorttreuen Welse kaum eine Hoffnung gibt.
Andere Fische wie zum Beispiel Salmler oder Barsche können mit etwas Glück durch eine Abwanderung in die Oberläufe der Zuflüsse vielleicht weiter existieren.
Nach den neuesten Nachrichten ist das gesamte Genehmigungsverfahren für dieses Megaprojekt abgeschlossen,
so dass mit dem Bau endgültig begonnen wird.

http://www.amazonas-magazin.de/AMAZO...nt.1873.0.html

Mega-Staudamm-Projekt

Mega-Staudamm-Projekt


Staatliches Zuchtprogramm: hier.



Die Bauchpartie des L 14 zeigt in der Regel kein Zeichnungsmuster und ist komplett hell und
auch ohne jegliche Panzerung.
Jeweils rechts und links sind Alttiere mit einer feiner wirkenden Musterung zu sehen.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.




Adulti lassen sich anhand der Kopfform gut einem Geschlecht zuordnen.
Die Männchen haben einen kantigeren Kopf als die Weibchen.
Diese sind fülliger und wirken in der Dorsalansicht zigarettenförmig.


Etymologie:
„Scobin-“ von lateinisch „scobina“ (raspeln): Hinweis auf die stark reduzierte Kieferbezahnung
„-ancistrus“ von griechisch „ankistron“ = „Widerhaken“: namensgebend sind die Interopercularodontoden.
Der Namensteil aureatus ist eine Anspielung auf das Farbenkleid dieser Tiere und bedeutet
übersetzt „geschmückt mit Gold“.
Gerade in natürlichen Habitaten gefangene Welse zeigen eine intensive goldgelbe Färbung.



Die Brustflossen und auch die Bauchflossen haben bei sehr jungen Tieren noch eine schöne orangene Färbung.
Beim heranwachsenden Tier verlieren sie allerdings sehr schnell die Färbung.
Der Saum in der Rücken- und Schwanzflosse hält sich länger.




Beckeneinrichtung: Für ein Paar ausgewachsene L 14 sollte ein 150 cm langes Aquarium ausreichend sein.
Soll eine Gruppe ausgewachsene L 14 gepflegt werden, sollte das Becken dementsprechend größer sein.
Für heranwachsende Jungfische reichen dementsprechend kleinere Becken natürlich durchaus aus.
Nur sollte man sich darüber Gedanken machen, wohin die Welse in einer entsprechenden Größe dann
gesetzt werden.
Da ausgewachsene Scobinancistrus aureatus "L 14" häufig zu territorialem Verhalten neigen,
sollte bei der Beckeneinrichtung darauf Rücksicht genommen werden.
Wichtig sind daher viele Versteckmöglichkeiten. Tonröhren haben sich da immer wieder erfolgreich einsetzen lassen.
Der Vorteil einer Röhre ist es, dass ein schwächerer Wels der bedrängt wird, einfach aus der anderen Seite entkommen kann.
Bei großen L 14 bieten sich Tonrohre an, die es in einigen Baumärkten zu kaufen gibt. Diese werden normalerweise zum Beispiel für Weinregale verwendet.
Etwas kleinere Tonrohre in verschiedenen Größen konnte ich in Opas Geräteschuppen entdecken.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Das könnten alte Entwässerungsrohre oder ähnliches sein.
Mit einigen Steinaufbauten und Wurzeln können mit ein wenig Fantasie eine Vielzahl von Unterschlüpfen
gebaut werden. Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Natürlich sollten auch einseitig offene Höhlen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.
Um Streitereien weitestgehend zu vermeiden, hat es sich angeboten, für jeden Wels gleich zwei Höhlen zur Verfügung zu stellen.
Die Welse fühlen sich anscheinend wohler, wenn ein Teil des Beckens mit Schwimmpflanzen abgedunkelt
wurde. Sie sind dann weniger schreckhaft und zeigen sich dann auch tagsüber häufiger.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Sie können sehr aktiv werden. Entsprechend sollte das Becken genügend freien Schwimmraum aufweisen.

Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.



Wer eine Gruppe von Scobinancistrus aureatus „L 14“ pflegt, sollte außer einseitig
geöffneter Höhlen auch Röhren als Versteckmöglichkeit anbieten. Dies hat den Vorteil, dass
es bei Rangeleien unter den Welsen immer einen Fluchtweg für das unterlegene Tier gibt.



Das Punktmuster dieser Harnischwelse ändert sich beim Heranwachsen der Welse. Während junge Exemplare im
Verhältnis zur Welsgröße noch recht große Punkte zeigen, so werden die Punkte bei größeren Tieren zahlreicher
und im Verhältnis kleiner.
Andererseits könnte man auch sagen, dass die Punkte in etwa gleich groß bleiben und zahlreicher werden.


Haltung: Die Art frisst in der Regel problemlos alle gängigen Futtersorten, wobei die Ernährung überwiegend carnivor sein sollte. Im Rio Xingu ernähren sie sich offenbar hauptsächlich von Gehäuseschnecken. Im Aquarium werden auch Zucchini und Gurken angenommen. Die Art ist im Vergleich zu anderen L-Welsen nicht nur bei der Futtersuche sehr aktiv.
Bei dem Verfüttern von Zucchini ist mir bei meinen Tieren aufgefallen, dass sie nicht, wie die meisten Harnischwelse, erst das weiche Innere fressen sondern immer erst mit der Schale anfangen. Da würde mich mal interessieren, ob auch andere diese Beobachtung machen konnten oder ob nur meine eigene Zucchiniernte so gut ist.
Rohe geschälte Kartoffeln, die in kleine Würfel geschnitten werden, werden ebenfalls gern als Futter angenommen.
Die allgemeinen Frostfuttersorten werden ohne weiteres eifrig und begierig aufgefressen.
Die Wasserwerte sind nur sekundär wichtig. Gute Wasserqualität (wenig Nitrat, kein Nitrit, hoher Sauerstoffgehalt...) durch regelmäßige Wasserwechsel und eine ausreichende Filterung sind natürlich Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Pflege.
Das Einsetzen eines Belüfterstein oder eines Diffusors ist für Welse nie verkehrt. Häufig wird wegen der Pflanzen darauf verzichtet. Das ist wohl für die Pflanzen gut, nur meist nicht für strömungsliebende Harnischwelse.
Da sich die L 14 bei etwa 28°C recht wohl fühlen, sind nicht alle Pflanzen für die Beckengestaltung bei diesen Temperaturen zu empfehlen.



Das Maul eines Scobinancistrus aureatus "L 14" mit seinen auffallend großen Zähnen.
Diese überwiegend fleischfressenden Harnischwelse haben im Oberkiefer kleinere Zähne als im Unterkiefer.
Die Zahnform erinnert ein wenig an einen Fausthandschuh.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Oberkieferbezahnung eines Scobinancistrus aureatus.


Beschreibung: Scobinancistrus aureatus, auch Sonnenwels (Gattung: Pfauenaugenharnischwelse) genannt, ist vor allem in der Jugend mit seinen orangenen Flossen und hellem Fleckenmuster auf dunklem Grund sehr attraktiv gefärbt. Hier ein Bild eines halbwüchsigen L 14 (ca. 14 cm) http://www.l-welse.com/gallery/showi...mp;userid=3998
Die Flecken sind zunächst groß und unregelmäßig geformt und werden im Alter deutlich zahlreicher und runder. Die hübsche Orangefärbung der Flossen verliert sich im Alter zunehmend, oft bleibt (wenn überhaupt) nur ein schmaler Saum in der Schwanzflosse.
Teilweise haben die Tiere auch eine gelbliche Grundfärbung.
Je nach Fanggebiet ist die Färbung unterschiedlich. Während die Welse aus dem Unterlauf des Rio Xingu dunkler und
kontrastreicher gefärbt sind, so sind L 14 aus dem Mittellauf und dem Rio Iriri verwaschener gefärbt und verlieren
im Alter komplett ihren Saum.



Der linke Scobinancistrus aureatus stammt aus dem Unterlauf des Rio Xingu und das rechte Tier ist
aus dem Bereich der Rio Iriri Einmündung.
Die Welse aus dem Rio Iriri und dessen Mündungsbereich sind weniger kontrastreich gefärbt und verlieren
ihren Saum meist völlig.


Zucht: Wiemann berichtet von einer Zucht mit einem Pärchen von 26 - 30 cm bei 30 - 31°C, pH 6 - 7, 7 - 8°KH, 14-15°GH. In einem Bambusrohr (9 cm Durchmesser) wurden ca. 150 Eier (ca. 5 mm groß) abgegeben.
Hierbei handelte es sich um eine Zufallserstnachzucht, wobei es gelang 80 Jungfische aufzuziehen.
Erst nach einigen Monaten färben sich die orangenen Flossen aus.

Obwohl es sich hierbei um eine Zufallsnachzucht handelt, lässt es doch Hoffnung auf weitere gezieltere
Zuchtversuche mit dieser doch recht schönen Harnischwelsart aufkommen.
Bei der Erstnachzucht wurden Temperaturen zwischen 26 und 31°C angegeben.
Bei verschiedensten Harnischwelsarten aus dem Rio Xingu Flusssystem hat sich gezeigt, dass gerade
die höheren Temperaturen von 28 bis 32°C stimulierend wirken.
Häufig werden bei der Zucht von Arten aus diesem Habitat auch der Sauerstoffgehalt im Wasser und
die Strömung erhöht.
Eine weitere Stimulierungsmethode ist der verstärkte Wasserwechsel, wobei täglich ein mindestens
50 %iger Wasserwechsel vollzogen wird. Da das Wasser des Rio Xingu nicht sonderlich von den
meisten Leitungswasserarten in Deutschland abweicht, sollte dies nicht so problematisch sein.
Bei den meisten Welsarten haben sich Tonröhren mit nur einem Eingang ausgezeichnet bewährt.
Ab einer Größe von ca. 15 cm sollten die L 14 aller Wahrscheinlichkeit nach schon geschlechtsreif sein.
Im Allgemeinen lassen sich jüngere Welse eher zum Ablaichen stimulieren.
Wichtig sollte eine qualitativ hochwertige Ernährung sein, um einen Laichansatz auszubilden.
Auch das Absenken der Wasserhärte ist ein häufiger Auslöser für die gezielte Zucht.
Dies ist durch Vermischen mit Regen- oder Osmosewasser recht einfach möglich.



Das erste Bild zeigt ein ca. 3,5 cm großes Nachzuchttier des Scobinancistrus aureatus "L 14".
Auf dem zweiten Bild ist ein ca. 8 cm großes Jungtier mit einer noch sehr groß wirkenden Musterung zu sehen.
Das dritte Bild zeigt einen ca. 12 cm großen Wels. Hier wirkt die Musterung schon feiner.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Auf den 2. internationalen L-Wels-Tagen in Hannover stellte der Indonesier Rajanta Sinardja Rahardja seine
Zuchterfolge mit den Scobinancistrus aureatus "L 14" vor. Seine ersten Nachzuchten erhielt er im Dezember 2010.
Beim ersten Wurf konnten schon 81 Jungtiere gezählt werden.
Inzwischen konnte er mehr oder weniger regelmäßig Nachzuchten seiner 2008 erworbenen Welse vermelden.
Seine großen Wildfänge saßen zu der Zeit in einer Gruppe von 3 Männchen und 5 Weibchen in einem 960 Liter
Becken mit den Ausmaßen 200x70x80 cm.
Das Ablaichen gelang bei Temperaturen um die 28°C, während der pH-Wert mit 7,5 leicht alkalisch war.
Zudem wurde ein recht weiches Wasser verwendet mit 4°dGH.
Die Eier wurden von den Elterntieren getrennt aufgezogen, wohl aber mit den gleichen Wasserbedingungen.
Die eigentliche Aufzucht der Scobinancistrus aureatus "L 14" Larven verlief sogar einfacher als bei
Pseudacanthicus - Arten, die ebenfalls in dieser Zuchtfarm nachgezogen werden.
Die Welse sitzen nahezu permanent in der Dunkelheit, um ein schnelleres Wachstum zu erreichen.
Bei nachtaktiven Welsen ist dies sehr zu empfehlen.
Nur zur Fütterung und zum Wasserwechsel wird die Beleuchtung im Raum zwischenzeitlich angeschaltet.
Bei sehr guter Fütterung und einem täglichen Wasserwechsel wuchsen die Jungwelse sehr schnell heran. Nach
gut 10 Monaten hatten sie schon eine Größe von 6 - 7 cm.
Die Jungtiere sind nicht wählerisch, was das Futter betrifft. Für ein gutes Wachstum sollte nicht an Lebend-
oder Frostfutter gespart werden.



Die Scobinancistrus aureatus „L 14“ weisen 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse auf. Der erste Strahl
ist der sogenannte Hartstrahl. Die Weichstrahlen spalten sich ab der Hälfte mehrfach auf.
Die Fettflosse ist nicht, wie bei den meisten Harnischwelsen, mit der Rückenflosse verbunden.
Beim Heranwachsen der Welse verringert sich die Breite des schönen orangenen Saumes dieser Tiere.


Importsituation: Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.

Handelssituation: Diese Tiere sind immer mal wieder im spezialisierten Aquarienfischhandel
anzutreffen. Sie werden vom Großhandel regelmäßig aus Brasilien importiert.
Wer solche schönen Harnischwelse haben möchte, wird mit etwas Suche auch in der Regel
erfolgreich solche Welse bekommen können.
Es gibt zwar zahlreiche Internet-Händler, die auch verschicken. Aber da habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sich
lohnt, sich selber auf den Weg zu machen, um die Tiere persönlich abzuholen.



Auge von Scobinancistrus aureatus. Das Auge ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.
Der Irislappen dient als Schutz des Auges und kann sich je nach Zunahme der Helligkeit
langsam an diese anpassen und sich vergrößern.


Weitere Informationen:
Welsatlas Bd. 2 S. 918,
Miniatlas L-Welse S. 16,
Burgess, W.E. (1994): Scobinancistrus aureatus, a new species of loricariid catfish from the Rio Xingu (Loricaridae: Ancistrinae). Tropical Fish Hobbyist 42(1): 236-242
Stawikowski, R. (1989): Neu importiert: Harnischwelse aus dem Rio Xingú. DATZ, 42(3): 173 - 175.

http://www.piranha-info.com/default....en&id=L014

http://www.planetcatfish.com/catelog...species_id=161

http://www.myvideo.de/watch/5636318/...strus_aureatus

http://www.youtube.com/watch?v=yhR5DXkZ2lg

http://www.tropicalfishandaquariums....shinePleco.asp

http://www.aqua4you.de/fischart663.html

http://www.scotcat.com/loricariidae/...s_aureatus.htm

http://www.malawicichlidhomepage.com...s_aureatus.htm

http://www.youtube.com/watch?v=fEDrRt0qMSM

http://www.youtube.com/watch?v=hsB57...creen&NR=1

http://www.youtube.com/watch?v=qR9nrvWJWio

http://www.youtube.com/watch?NR=1&am...;v=cUp-nJ0BNZk




Die Sonnenwelse "L 14" haben sehr wenige aber dafür sehr große Zähne unter den Harnischwelsen.



Im englischen Sprachraum werden die L 14 häufig als Sunshine Pleco bezeichnet.



Je größer die Scobinancistrus aureatus desto feiner wirkt ihre Punktzeichnung.



In der Literatur ist immer mal wieder eine andere Schreibweise von L 14 zu finden wie L014 oder L-14. Dies ist
nicht immer einheitlich. Auch werden die Bezeichnungen manchmal in Klammern oder Anführungszeichen gesetzt.



Im Welsatlas 2 wurde als deutscher Name für den Scobinancistrus aureatus "L 14" die Bezeichnung
"Goldener Pfauenharnischwels" verwendet.



Im Handel sind ausschließlich Wildfänge des Scobinancistrus aureatus zu bekommen.



Nach der Erbauung der Staudämme im Rio Xingú wird es wohl schwer werden, die L 14 noch zu bekommen.



Die Scobinancistrus aureatus "L 14" brauchen, wie viele Harnischwelse, eine gute Sauerstoffversorgung.


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Bei schön gefärbten Tieren ist klar, warum sie auch Sonnenwelse genannt werden.



Je nach Haltungsbedingungen sind die L 14 mal grau/schwarz bis schwarz im Grundton.



Der Scobinancistrus aureatus "L 14" gehört eideutig mit zu den schönsten Harnischwelsen.




Autor: Karsten S. und Datenbankteam

Wir bedanken uns für das Bild des juvenilen Tieres bei André Werner und der Fa. Transfish , für das Bild 2 eines adulten bei Michael Sturm (Michael) aus dem L-Welse Forum, für Bild 3 bei Mike Hemetsberger (Fishworld), für die Bilder 4 und 5 bei Andreas Helmenstein (Coryland.de), bei Ralf Heidemann (Fischray), Blues-Ank, Anna Sophie, Ralf Binninger (Badenser), Christian Braun
und Andreas Jekel (www.geophagus.de).





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Die statistischen Daten sind von welse.ch!


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Wer Informationen hat bezüglich Scobinancistrus aureatus, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Scobinancistrus aureatus L14 L014 Pará Para Xingú Xingu Brasilien Hypostominae Ancistrini Sunshine
Sortierung: 014
Größe min: 30
Beckengröße min: 150
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 01:07 Uhr.

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