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Hypancistrus sp. "L 489"
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Hypancistrus_sp_L_489_1_1000.jpg
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypancistrus sp. "L 489"

Vorstellung: DATZ 10/2016

Herkunft: Rio Jatapu, Amazonas/Roraima, Brasilien

Größe: 15 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 30 °C
pH: 6.8 - 7.5
KH: 0 - 5 °dH
GH: 0 - 20 °dH

Wasserparameter im Biotop am 23.01.2008:
29,5 °C; pH 7,2; 16 µS/cm

Empfohlene Beckengröße: ab 60 cm



Ein Hypancistrus sp. "L 489" aus dem Rio Jatapu.


Geschlechtsunterschiede: Männchen mit breiterem Kopf, längeren Interopercularodontoden und
mehr Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl. Weibchen meist etwas kleiner mit weniger Bestachelung.
Die Bauchfülle geschlechtreifer Weibchen ist natürlich auch ein gutes Kriterium.

Sozialverhalten: Ruhige, gegenüber anderen Beckenbewohnern gut verträgliche Art.

Etymologie: „Hyp-“ von griechisch „hypo-“ steht für die reduzierte Kieferbezahnung im Vergleich zu Ancistrus.
„-ancistrus“ von griechisch „ankistron“ = „Widerhaken“ bezieht sich auf die namensgebenden Kiemendeckel-Odontoden.

Vergesellschaftung : Die Hypancistrus sp. "L 489" können ohne weiteres mit anderen Welsen gepflegt werden,
es sollten nur nicht unbedingt Welse der Gattung Hypancistrus sein.
Nicht, dass sie sich nicht verstehen würden, sondern eher weil die Gefahr von Kreuzungen bestehen würde.
In einem sogenannten Gesellschaftsbecken kann der Hypancistrus sp. "L 489" durchaus gut gepflegt werden.
Er neigt nicht dazu, andere Fische zu erjagen. Daher ist es vollkommen unproblematisch, diese Welse auch
mit kleineren Fischen wie Salmlern zu vergesellschaften.
Der Hypancistrus sp. "L 489" würde aber ohne weiteres verstorbene Tiere als Futter ansehen.
So gesehen ist er dann eher ein Aasfresser, was durchaus auch schon mal ein Vorteil sein kann, falls ein versteckter verstorbener Fisch vom Pfleger nicht entdeckt wird.
Bei der Fütterung können sich robustere größere Welse mal ums Futter drängeln und streiten. Das ist normal und bringt keine weiteren Probleme mit sich.
Auch kann es vorkommen, dass Welse (meist geschlechtsreife Männchen) eine Höhle oder einen Versteckplatz
für sich beanspruchen. Das ist allerdings in der Regel meist mit etwas Gerangel abgetan, was vollkommen
ungefährlich und normal ist.
Bei der Vergesellschaftung sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Wasserwerte der Pfleglinge nahezu
identisch sind. Es wird auf die Dauer gesehen keinen Erfolg versprechen, Tiere mit unterschiedlichen
Grundanforderungen in einem Becken zu pflegen. Mit Grundanforderungen sind die Beckentemperatur, die Wasserhärte, der pH-Wert, die unterschiedlichen Futterarten und ähnliches gemeint. Auch die unterschiedliche Stressempfindlichkeit von Fischen muss beachtet werden. Einige Arten haben es lieber eher ruhig, während andere wesentlich toleranter gegenüber Störungen sind.
Da es von der Seite des Hypancistrus sp. "L 489" kaum Bedenken gibt, sollte darauf geachtet werden, dass
diese ruhigen Welse nicht von anderes Bewohnern attackiert werden, wie zum Beispiel von einigen Barschen,
die schon mal die Flossen der Welse mehr oder weniger stark beschädigen können.
Ob die Tiere, die vergesellschaftet werden, aus ein und dem selben Ursprungshabitat stammen
oder von verschiedenen Kontinenten, ist eher eine Frage der allgemeinen Vorlieben des Halters.
Wenn die Pflegbedingungen übereinstimmen, spricht in der Regel nichts dagegen.



Das Maul eines Hypancistrus sp. "L 489".


Sonstiges: Hypancistrus sp. "L 489" lebt syntop zu Hypancistrus sp. "L 429" im Rio Jatapu, einem Klarwasserfluss, der über den Rio Uatuma in den Rio Amazonas fließt. Die Art ist graubraun gefärbt und zeigt eine Vielzahl von hell-gelblichen Punkten auf dem gesamten Körper. Auch die Flossen sind punktiert, auf dem Kopf sind die Punkte etwas kleiner, auf dem Schwanzstiel größer. Nicht im regulären Handel zu finden, nur selten eingeführt. Der Rio Jatapu ist kein typischer Fluss, in dem für den Export gefischt wird.

Zucht: Der Hypancistrus sp. "L 489" ist leider wohl auch wegen der geringen Stückzahl der
importierten Tiere nicht nachgezogen worden.

Die Zucht selber wird in der Regel so sein wie bei anderen Tieren dieser Gattung.
Eine einseitig geöffnete Röhre hat sich für die Nachzucht von der Gattung Hypancistrus
als hervorragend bewährt.
Ob die Höhlen aus Ton oder Schiefer sind, spielt dabei keine Rolle. Bei einer gezielten Zucht sollte die
passende Höhlengröße gewählt werden.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Das Männchen betreibt die Brutpflege bis zum Freischwimmen der Larven.
Häufig laichen die Welse in gut gepflegten Gesellschaftsbecken im Laufe der Zeit von ganz alleine ab.
Zur Zucht kann man die Tiere in einem separaten Becken natürlich auch gezielt ansetzen.
Zuchtbereite Tiere sind leicht zu stimulieren durch häufigen Wasserwechsel, durch Veränderung des Leitwertes,
der Temperatur oder auch durch Strömungsveränderungen.
Das Absenken des Leitwertes und eine Senkung des pH-Wertes plus Strömung ist anzuraten,
wenn es mit einer gewollten Nachzucht mal nicht so klappt.
Möglichkeiten gibt es ja etliche zur Stimulation.
Die Gelegegröße hängt von der Größe und Vitalität der Elterntiere ab.
Die Aufzucht der Jungtiere ist in der Regel recht einfach. Gefressen wird so ziemlich jede Futtersorte,
in der Hinsicht stellen die Nachzuchten keine großen Ansprüche.
Jungtiere fressen meist noch pflanzliche Nahrung.
Sie fressen von Anfang an zerkleinertes Trockenfutter jeglicher Art. Artemia ist nicht unbedingt nötig.
Worauf man bei einer gewollten Aufzucht natürlich achten sollte, ist, dass sich Futterkonkurrenten und
Fressfeinde nicht im Aufzuchtsbecken befinden dürfen.



Die Hypancistrus sp. "L 489" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse (Dorsale) wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse (Dorsale) verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahl) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Hypancistrus sp. "L 489" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Die leicht orangene Färbung lässt beim Heranwachsen nach.
Das Bild des Hypancistrus sp. "L 489" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Ähnliche Welse:Hypancistrus


Autor: Daniel Konn-Vetterlein und Ralf Heidemann


Haltungs- und Zuchtberichte von: rapha13


Ich habe zwei L489 bei mir schwimmen, die ich im März über PantaRhei erworben habe.
Es handelt sich dabei tatsächlich um ein männliches und ein weibliches Tier. Mir ist nun im Juli die erste Nachzucht mit einer Gelegegröße von 28 Eiern gelungen.
Die Tiere haben aktuell eine Größe von 2,5 cm.

Die Elterntiere sind ca. 11 cm lang.
Ich halte sie in aufbereiteten Osmosewasser bei 30 Grad Celsius und pH 7,0. Leitwert: 0,3 mS, Nitrat < 10 mg/L Nitrit nicht nachweisbar, PO4: 0,05 mg/L,
KH:2 GH:3.

Autor: rapha13


Für die Bilder bedanken wir uns bei Andreas Tanke/Panta rhei.



Wer Informationen hat bezüglich Hypancistrus sp. "L 489", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypancistrus L489 Brasilien Jatapu Amazonas Roraima
Größe min: 15 cm
Beckengröße min: 60 cm
Temperatur min: 26°C
Temperatur max: 30 °C


Autor
Post A Reply 
rapha13
Babywels

Registriert: September 2019
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Beiträge: 1
Beitragsdatum: 11. September 2019 Würdest du das Produkt empfehlen? | Bezahlter Preis?: Nichts angezeigt | Bewertung: 0 

 
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