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L 199 - Hypancistrus furunculus
Beiträge Gesehen Erstellungsdatum
0 17503 Fr April 7, 2006
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Beschreibung: Gattung/Art: Hypancistrus furunculus "L 199", Armbruster, Lujan & Taphorn, 2007
(Orinoko-Tigerharnischwels)

Herkunft: Venezuela, Amazonas, oberer Orinoco-Einzug

Vorgestellt: DATZ 09/1995

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Neue Loricariiden(L 199 - L 202)


Wasserwerte:
T: 25-29° C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 5° dH
GH: 0 - 20° dH

Größe: 12 - 15 cm

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Hypancistrus furunculus "L 199" aus dem oberer Orinoco-Einzug.


Geschlechtsunterschiede: Männchen längere Interopercularodontoden und mehr Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl.

Sozialverhalten: Ruhige, gut verträgliche Art.

Haltung: In Becken ab 100 cm Länge ist die Art leicht zu pflegen, da sie bei der Haltung keine extremen Wasserverhältnisse braucht.
Bei stark beleuchteten Aquarien sind die Welse tagsüber viel in den Höhlen oder in stark beschatteten Regionen des Beckens anzutreffen.
Es ist eine mittelgroße Hypancistrus-Art, die auch mit Frostfutter und Futtertabletten ohne besondere Ansprüche leicht zu halten ist.
Der L199 ist eine Art, die im Handel selten zu bekommen ist und auch nur zu bestimmten Jahreszeiten im Rio Orinoco bei Minicia oberhalb des Rio Atabapo-Zuflusses gefangen wird.




Zucht: Der L199 ist das erste mal im Oktober 2000 nachgezogen worden (von Sommer).
Gelegegröße ca. 30 Eier mit 4 mm Durchmesser.
Einige Nachzuchten, die ich von A. Sprenger bekam, erwiesen sich als robuste und pflegeleichte Tiere.

Ähnliche Welse: Hypancistrus debilittera (L129), Hypancistrus sp. "L270", Hypancistrus sp. "L316", Hypancistrus sp. "L340", ...

Im Vergleich zu ähnlichen Arten wie L129, L270 = L307, L316 und L340 hat der L199 meist eine gröbere Musterung. Das Zeichnungsmuster ist extrem variabel.




Weitere Informationen: Datz 09/1995, Seite 549-550
und Wels Atlas Band 2

Autor: Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder bei Ingo Seidel, Amazon-Aquatics und bei Ralf Heidemann (Fischray)





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Die statistischen Daten sind von welse.ch!


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Die Harnischwelse der Gattung Hypancistrus


In dieser Gattung sind sehr viele ähnlich aussehende Harnischwelse vertreten.
In der Regel werden die Tiere dieser Gattung nur bis 15 cm groß. Es gibt mit dem Hypancistrus inspector "L 102" nur eine Ausnahme: Diese Welse können bis zu 20 cm Totallänge erreichen.

Der größte Teil der Arten dieser Gattung zählt zu den Wurmlinienharnischwelsen, die sich oftmals sehr ähnlich sehen.
Außer im Amazonas-Einzug ist diese Gattung auch im Rio Orinoco-Einzug zu finden.
Die Abgrenzung von einzelnen Arten ist hier oftmals sehr schwierig.

Die anderen Arten dieser Gattung sind die punktierten Hypancistren. Dabei handelt es sich um Harnischwelse mit einer schwarzen Grundfarbe und weißen Punkten. Dass hier bei der Betrachtung von Einzeltieren ohne Fundortangabe oftmals so gut wie keine Bestimmung möglich ist, sollte verständlich sein.

Die große Ausnahme in der Musterung stellt der Hypancistrus sp. "L 70" da. Dieser besitzt als Jungfisch noch eine Marmorierung (leichtes Linienmuster). Als adultes Tier ist dieser Wels dann aber grau-schwarz ohne Musterung.

In dieser Gattung finden wir 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse, die sich noch mehrfach aufspalten.
Der erste Strahl ist der sogenannte Hartstrahl dieser ist wesentlich dicker und auch oftmals mit Odontoden besetzt.
Der letzte Weichstrahl ist nicht durch eine Flossenmembran mit dem Rücken verbunden wie bei anderen Gattungen.
In der Schwanzflosse können wir 14 Weichstrahlen zählen, die zwischen den beiden Hartstrahlen liegen.
Die Fettflosse ist nicht über eine Flossenmembran mit der Rückenflosse verbunden.
Auch der einzelne Strahl der Fettflosse ist oftmals mit Odontoden besetzt.

Das auffälligste Merkmal dieser Gattung sind die Zähne.
Die zwei unterschiedlichen Zahngrößen im Oberkiefer und Unterkiefer sind in der Form bei anderen Harnischwelsen
nicht zu finden. Im Oberkiefer sind kleinere und auch wesentlich mehr Zähne zu finden als im Unterkiefer.
Die Zähne im Unterkiefer sind erheblich größer, dafür aber auch nur sehr wenige.
Diese zweispitzigen Zähne, bei denen es eine Hauptkuppe und eine kleinere Nebenkuppe gibt, sitzen am Ende eines
langen Zahnarmes.




Wer Informationen hat bezüglich Hypancistrus furunculus "L 199", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Hypancistrus furunculus L199 Orinoco Orinoko Amazonas Venezuela Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 203
Größe min: 12
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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