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Panaque sp. "L 191"
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Beschreibung: Gattung/Art: Panaque sp. "L 191"

Synonyme: Dull-Eyed Royal Pleco, Broken Line Royal Pleco, Green Panaque, Grüner Panaque, Panaque cf. Suttonorum green, Grüne Holzfresser

Herkunft: Rio Caguán, Caquetá, Kolumbien

Vorgestellt: DATZ 02/1995

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Loricariiden aus Venezuela (L 190 - L 195)


Größe: über 40 cm

Wasserwerte:
T: 24 - 29°C
pH: 6,0 - 7,5
KH: 0 - 5°dH
GH: 0 - 20°dH


Empfohlene Beckengröße: ab 150 cm






Ein Panaque sp. "L 191" aus dem Rio Caguán.


Geschlechtsunterschiede: Große und geschlechtsreife Männchen bilden ein Bündel von extrem starken und
langen Stacheln (Odontoden) hinter den Kiemendeckeln aus.
Auch am Ende des Brustflossenstrahls bilden sich lange Odontoden aus.
Bei Untersuchungen an toten Panaque hat sich gezeigt, dass auch Weibchen die Odontoden an den Kiemen
sehr lang ausbilden können. Die Angaben wurden vom Gattungstypus übernommen.



Porträtaufnahme von einem halbwüchsigen Panaque sp. "L 191".


Sozialverhalten: Ruhige Art, wenn auch gelegentlich mal bei größeren Tiere innerartliche Rangeleien auftreten.


Etymologie: Ausnahmsweise nicht aus dem Griechischen oder Lateinischen. Eigenmann & Eigenmann
übernahmen 1889 bei der Gattungsbeschreibung den Namen „Panaque“ von den ansässigen Flussbewohnern,
die P. nigrolineatus so bezeichnen.



Die Musterung der Panaque sp. "L 191" ist nicht symmetrisch.


Beckeneinrichtung: In ein bepflanztes Hollandaquarium sollte man keine Panaque einsetzen, es sei denn,
man möchte seinen Pflanzenbestand stark reduzieren.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Die L 191 sind natürlich auch strömungsliebend.
Vorsicht ist geboten bei großen Plexiglasbecken oder Styroporrückwänden. Auch auf Stromkabel sollte verstärkt
geachtet werden, da Panaque überall gerne raspeln.
Die Becken sollten für eine dauerhafte Haltung mindestens 150 cm lang sein.
Für eine Gruppe sollte das Becken dementsprechend größer sein. Es kommt natürlich auf
die Größe der Welse an. Im Aquarium aufgewachsene WF werden sehr selten über 40 cm groß.
Große importierte WF können schon mal über 40 cm haben und brauchen dann auch mehr Platz.
Da wäre ein 300 cm Becken das Minimum.
Da Wurzeln regelrecht geschreddert werden, sollte ein leistungsstarker Außenfilter betrieben werden.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Gerade auch als Versteckmöglichkeit sind Wurzeln in einem Panaquebecken dringend nötig.
Wenn man ihnen Höhlen anbietet, sind sie sehr selten darin zu finden.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.




Aufnahme eines L 191 mit einer Gesamtlänge von gerade mal 8 cm.


Haltung: Sie betrachten Pflanzen als ausgezeichnete Nahrungsergänzung.
Als jüngere Tiere bevorzugen sie noch die weicheren Pflanzenarten, was bei Alttieren oftmals egal zu sein scheint.
Als Grundeinrichtung eines Panaque-Beckens ist natürlich Holz anzusehen, im Aquarium meist in Form von Wurzeln,
da die Tiere dieses wohl schon alleine für ihre Verdauung benötigen.
Da die Tiere einen starken Raspeltrieb aufweisen und außerdem noch einen starken Stoffwechsel haben,
sollte ein Panaque-Becken verstärkt gefiltert werden.
Da Panaque-Arten aus Klar- und Weißwasserflüssen stammen, sollte auch der L 191 nicht bei einem pH-Wert
von unter 6 gepflegt werden.
Der Panaque sp. "L27" aus
dem Rio Tapajós ist die einzige Ausnahme. Die Wasserbedingungen erfüllt meist das einfache Leitungswasser,
nur auf die Wasserqualität (Nitrit) sollte verstärkt geachtet werden.
Um eine Gruppe zu pflegen, sollte früh ein großes Becken zur Verfügung stehen, da schon halbwüchsige Tiere mit
Erlangen der Geschlechtsreife zu Rangeleien neigen.
Das Becken sollte daher mit Wurzeln und Aufbauten sichtschützend unterteilt werden.
Die L 191 brauchen viele Versteckmöglichkeiten, wenn sie in einer Gruppe gehalten werden.
Bei der kleinsten Störung flüchten die Tiere meist in ihr persönliches Stammversteck.
Da die Tiere als sehr gute Algenfresser bekannt sind und in Diskusbecken große Beliebtheit gefunden haben,
ist der Hinweis angebracht, sie nicht mit Rinderherz und ähnlichem zu füttern.
Sie fressen zwar gierig diese proteinhaltige Nahrung, was sich auch beim Wachstum bemerkbar macht,
dies kann aber zu Verfettung und Erkrankungen führen.
Die L 191 sollten große Mengen pflanzlicher Kost erhalten und gelegentlich auch Frostfutter.
Je älter und damit größer die Panaque werden, desto langsamer wachsen die Tiere.
Zum einen, da sie im Vergleich zu ähnlich groß werdenden Arten wie Glyptoperichthys von Anfang an
langsamer heranwachsen, und zum anderen, da sie im Vergleich zu manch anderen Harnischwelsen für
jeden Zuwachs in der Länge eine erhebliche Zunahme an Volumen brauchen.



Die Bauchansicht eines Panaque sp. "L 191" mit einer Linienmusterung.


Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.




Das typische Maul eines sogenannten Grünen Holzfressers (L 191).




Vergesellschaftung : Größere Tiere können territorial werden. Trotzdem ist es zu empfehlen, sie in einer
Gruppe zu halten. Das Becken sollte dann groß genug sein und die Einrichtung dementsprechend angepasst.
Die Art ist nicht räuberisch und kann mit sämtlichen friedlichen Fischen vergesellschaftet werden.
Das können Salmler, Barben, Fadenfische, Lebendgebärende oder auch Barsche sein.



Dieser Panaque sp. "L 191" hat eine Körperlänge von 14 cm.


Namensgebung: Panaque nannten schon die Einheimischen die Welse dieser Art, daher
übernahmen Eigenmann & Eigenmann 1889 diesen Namen in ihrer Gattungsbeschreibung.
Dass in einigen Bezeichnungen für diese Panaque – Variante das Wort „grün“ fällt, liegt durch ihre
Grünfärbung ja auf der Hand.



Hier sieht man einen Jungfisch von Panaque sp. "L 191" mit gerade mal 5 cm.


Sonstiges: Der L 191 stammt laut Angaben von Werner (Transfish) aus dem Rio Caguán.
Der Rio Caguán ist einer der Zuflüsse des Rio Caguáu. Auffällig ist bei großen Panaque (50cm)
der riesig wirkende Kopfbereich, der das gesamte Tier prägt, damit verbunden auch eine enorme Körperhöhe
im Vergleich zur Körperlänge.
Von L 191 wurden nach Aussagen langezeit keine Welse über 25 cm Länge importiert, was aber trotzdem vermuten lies,
dass die Tiere eher im Größenbereich des Panaque nigrolineatus anzusehen sind.
Häufig werden ältere L 191 mit der Zeit immer dunkler.
Zur Zeit kommen L 191 sehr oft mit den L 190 zu uns nach Deutschland.
Da aus Brasilien der Import von Panaque (L 27) zur Zeit ausbleibt, kommen nun mehr Welse aus den
Nachbarländern zu uns, wie auch aus Kolumbien.
Im Handel werden sie in letzter Zeit gelegentlich unter der Bezeichnung L 90 angeboten, was eigentlich
vollkommen falsch ist. Inwiefern die Welse der Panaque nigrolineatus–Gruppe alles eigenständige
Arten sind oder eventuell Fundortvarianten, ist noch nicht eindeutig geklärt.


Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.




Die Panaque sp. "L 191" haben 7 Weichstrahlen, die sich zum Ende verzweigen.
Die Fettflosse ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.



Die teilweise noch durchsichtige Schwanzflosse der jungen grünen Panaque färbt sich beim Heranwachsen
der Welse langsam in die Grundfärbung des Tieres um.


Zucht: Die Zucht von L 191 ist in der Aquaristik wahrscheinlich noch nicht gelungen.
Die einzige bekannte Panaque-Zufallszucht fand bei einem Panaque cochliodon-Pärchen statt (Vires).
Dies geschah in einer vorher ausgeraspelten Mulde in einer Wurzel.
Da in den Herkunftsgebieten der L 191 keine geeigneten Bruthöhlen zu finden sind, ist die Annahme gegeben,
dass auch der L191 durchaus in einer Mulde ablaichen könnte.
Weitere interessante Informationen über die P. cochliodon Zucht im Wels Atlas 2.
BeiCochliodon, einer recht nahen Gattung, gab es Berichte über das Ablaichen unter Pflanzen im
Aquarium trotz vorhandener Höhlen.
In Berlin laichten L 190 ab, nachdem eine extreme Strömungspumpe eingesetzt wurde, um die
Holzraspelreste aus dem mit Wurzeln bestückten Aquarium in Richtunge des Filters zu spülen.
Die L 190 sind über 30 cm groß und leben in einem sehr großen Büroschaubecken.
Hier laichten die Welse ebenfalls ohne Höhlen im Wurzelberg ab.

Ein Mitglied unseres Forums (Acanthicus) untersuchte ein Jahr lang vor Ort das Wanderverhalten von Harnischwelsen
in Bolivien. Er stellte fest, dass bei der verwandten Gattung Cochiodon die Alttiere in der Regenzeit
in die Oberläufe wandern, um dort abzulaichen. Die Alttiere wandern mit Ende der Regenzeit wieder ab.
Die Jungtiere verbleiben in den Oberläufen, in denen die räuberischen Fischarten durch ihre Größe nicht vertreten sind.
Erst zur nächsten Regenzeit wandern die einjährigen Welse ebenfalls ab.
Auch in der Literatur wird des öfteren darauf verwiesen, dass die großen Exemplare der Panaque
in der Flussmitte der großen Ströme zu finden sind.

http://www.malawicichlidhomepage.com...g_panaque.html
http://www.aqua4you.de/forum_thread16604.html?seite=1

Panaque ist noch nicht so häufig nachgezogen worden.
Bei der letzten mir bekannten Zucht wurden zwei Weibchen und
ein Männchen ins Zuchtbecken gesetzt.
Bei den Versuchen mit nur einem Weibchen war es zu viel
Stress für das einzelne Weibchen.
Mit zwei Weibchen hat es dann geklappt.
Die großen Männchen können sehr ruppig vorgehen, was für ein
einzelnes Weibchen schlecht enden kann.

Angefüttert wurden die Tiere zum Teil mit sehr viel weichem Holz.
Gelaicht haben sie in einer großen Tonröhre, die nur einseitig geöffnet war.
Alle Gegenstände, ob nun Höhlen (besser mehrere anbieten) oder
Wurzeln, sollten fixiert sein, sonst könnten sie durchs Becken knallen.



Die Musterung der Panaque sp. "L 191" ist mal schmaler und mal breiter.
Das liegt zum einen an der Größe der Tiere, aber auch der Fundort ist hier mit entscheidend,
da die Fundortvarianten Unterschiede aufweisen.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.




Die Musterung der Panaque sp. "L 191" ist mal schmaler und mal breiter.
Das liegt zum einen an der Größe der Tiere, aber auch der Fundort ist hier mit entscheidend,
da die Fundortvarianten Unterschiede aufweisen.


Ähnliche Welse: L 418


Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.




Auge von L 191. Das Auge ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.


Weitere Informationen : Wels Atlas Band 2 , Seite 803-804.
Back to Nature Handbuch für L-Welse, Seite 174.

Datz 02/1995, Seite 132-133.

http://www.pleco.de/panaque/l191/bilder_l191.htm

http://www.welse.net/SEITEN/panaallg.htm

http://www.welse.net/SEITEN/nigrolin.htm

http://www.planetcatfish.com/catelog...species_id=642

http://www.aquanet.de/content/lexiko...5357b2fa7e?t=1

http://www.malawifish.com/welse_l191.html

http://www.plecofanatics.com/article...ntry.php?e=271

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzlinien_Harnischwels

Autor: Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder bei Ralf Binninger, Walter Lechner, Anna Sophie, Mike Hemetsberger (fishworld), Ralf Heidemann (Fischray), Andreas Jekel (www.geophagus.de).



Die Bilder zeigen Panaque sp. "L 191" in verschiedenen Altersstufen.


Panaque sp. "L 191" mit 25 cm Länge.


Die Grundfarbe der Panaque sp. "L 191" ist je nach Fundort und Alter leicht verschieden.


Panaque sp. "L 191" mit 25 cm Länge.


Die Aquarien für Panaque sp. "L 191" sollten auf jeden Fall mit vielen Wurzeln bestückt sein.


Panaque sp. "L 191" mit 25 cm Länge.



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Die statistischen Daten sind von welse.ch!


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Wer Informationen hat bezüglich Panaque sp. "L-191", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Auch wer einen guten oder interessanten Link zu dieser Art kennt, kann ihn hier gleich als Antwort posten.
Schlüsselwörter: Panaque L191 191 Caguan Caguán Caquetá Caqueta Kolumbien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 195
Größe min: 40
Beckengröße min: 200
Temperatur min: 24
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