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Home » Loricariidae » Neblinichthys  

Neblinichthys peniculatus
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Neblinichthys_peniculatus.jpg


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Beschreibung: Gattung/Art: Neblinichthys peniculatus Armbruster & Taphorn, 2013

Erstbeschreibung

Herkunft: Río Carapo, Río Paragua - Becken, Bolivar, (5°41’51”N 63°32’30”W), Venezuela

Größe: ca. 9 - 10 cm

Wasserwerte:
T: 26 - 29 °C

Empfohlene Beckengröße: ab 60 cm

Sonstiges: Männliche Neblinichthys sind sehr auffällig und zeigen ein einzigartiges Merkmal unter den Loricariiden. An der Schnauze werden mit zunehmendem Alter hypertrophierte Odontoden ausgebildet die gerade nach vorne wachsen. Die Bedeutung dieser kalkhaltigen Gebilde ist jedoch noch nicht bekannt. Innerhalb der Arten variiert die Anzahl und die Größe dieser Odontoden deutlich, bei Neblinichthys pilosus können sie bis mindestens 15 mm erreichen. Bei Weibchen und Jungtieren werden keine Odontoden ausgebildet, es handelt sich also um eine ähnliche Art von Sexualdimorphismus wie bei den gut bekannten Ancistrus.


Ein weiterer Geschlechtsunterschied sind die, bei den Männchen besser ausgebildeten Kiemendeckel – Odontoden. Gattungen wie Lasiancistrus und Pseudancistrus bilden ebenfalls einen deutlichen Bewuchs an Odontoden im Kopfbereich aus, jedoch nicht vergleichbar stark mit Neblinichthys. Weibchen, denen der markante Bewuchs fehlt, sind auf den ersten Blick mit Ancistrus zu verwechseln, jedoch fehlt diesen der für Neblinichthys typische Knochenplatten – Kiel. Am ähnlichsten sind Neblinichthys die Arten der Gattung Lasiancistrus, jedoch fehlen diesen im männlichen Geschlecht die stark hypertrophierten Odontoden. Lässt man diese Odontoden weg, dann bleiben unscheinbare, nicht besonders auffälige Harnischwelse. Bestes Differenzierungskriterium zu anderen Gattungen ist der, aus Knochenplatten bestehenden, Kiel zwischen der Adipose und der Dorsale.


N. pilosus und N. roraima waren einige Jahre über die einzigen bekannten Vertreter der Gattung. Sie stammen aus dem südlichsten Zipfel Venezuelas, ein Gebiet das schon in Brasilien hineinragt. Dort leben sie endemisch und sind in kleinen Bächen anzutreffen, die auf ca. 1200 – 1400 Meter Höhe fließen. Die Biotope werden als steinig und ohne Vegetation beschrieben (WA2). Außerdem ist es wahrscheinlich, dass sie schnell fließend sind und sauerstoffreiches Wasser führen. Da diese Gebiete vollkommen abseits aller Fischgründe liegen und nur sehr, sehr schwierig zu erreichen sind, ist nicht mit Importen zu rechnen und so werden diese überaus interessanten Welse wohl weiterhin nur auf Bildern zu betrachten sein.

Neblinichthys pilosus, N. echinasus und N. brevibracchium besitzen eine gut ausgebildete Fettflosse (Adipose), N. roraima lediglich letzte Reste einer Adipose. Des Weiteren ist eine neue Art bekannt geworden, bei der nicht mal mehr ein Ansatz einer Adipose zu finden ist. Hier scheinen Neblinichthys also sehr variabel zu sein.

Momentan sind folgende sechs Arten anerkannt:
Neblinichthys pilosus
Neblinichthys echinasus
Neblinichthys brevibracchium
Neblinichthys yaravi
Neblinichthys roraima
Neblinichthys peniculatus

Bei letztgenannter vertreten manche Ichthyologen die Ansicht, dass sie nur ein Seniorsynonym zu N. yaravi darstellt. Diese Annahme beruht darauf, dass Steindachner (1915) alle ihm damals bekannten (!) Loricariiden des Río Coquenan beschrieben hat, aber nicht N. roraima.

Sowie eine noch unbeschriebene:
Neblinichthys sp. "Guyana"
Diese zeichnet sich durch die vollkommen fehlende Adipose aus, siehe Bild.


Weiterführende Informationen: planetcatfish, auburn.edu - J.W. Armbruster

Autor: Daniel Konn-Vetterlein

Wir bedanken uns für die Bilder bei Donald Taphorn und J.W.Armbruster.
Schlüsselwörter: Neblinichthys peniculatus Carapo Paragua Venezuela
Größe min: 9
Beckengröße min: 10
Temperatur min: 26
Temperatur max: 29



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