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Peckoltia sp. "L 9"
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Beschreibung: Gattung/Art: Peckoltia sp. "L 9"

Herkunft: Rio do Para, Brasilien

Vorgestellt: "L 9" Datz 12/88 (41): 556 - 558

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Harnischwelse aus den südlichen Amazonaszuflüssen (L 1 – L 9)


Größe: ca. 14 - 15 cm

Wasserwerte:
T: 25 - 29 °C
PH: 6 – 7,5
KH: 0 - 7 °dH
GH: 0 - 15 °dH

Empfohlene Beckengröße: ab 100 - 120cm



Ein Peckoltia sp. "L 9" aus dem Rio do Para.


Geschlechtsunterschiede: Vergleichbar mit den anderen Arten der Gattung. Geschlechtlich aktive Männchen tragen Odontoden auf den Pectoralen, außerdem sind während der Laichzeit die Knochenplatten des Schwanzstiels mit Odontoden besetzt.

Sozialverhalten: Es handelt sich um sehr ruhige und friedliche Fische, die ihre Mitinsassen nicht belästigen, sofern genügend Platz zur Verfügung steht. Innerartlich nur moderat aggressiv, sofern ausreichend Versteckplätze zur Verfügung stehen. Gegenüber anderen Welsen ebenfalls nur moderat aggressiv.

Haltung: Gut geeignet für Anfänger, es handelt sich um sehr robuste Tiere, die eine gute Anpassungsfähigkeit an die Wasserparameter zeigen. Auch die Fütterung ist unproblematisch, die Tiere fressen beinahe jedes angebotene Futter. Andere Fische werden nicht belästigt, trotzdem sollte den Tieren ein Behälter mit mindestens 200L Inhalt zur Verfügung gestellt werden.

Futter: Allesfresser. Gefressen wird beinahe alles, über Industriefutter, diverse Gemüse bis hin zu Lebendfutter.

Zucht: Bisher unbekannt, höchstwahrscheinlich aber sehr ähnlich zu anderen Arten der Gattung. Die Eiablage dürfte in einer passenden Höhle erfolgen, die Eier würden dann vom Männchen bis zum Freischwimmen bewacht. Zu erwarten sind in etwa 60 - 80 Eier. Wahrscheinlich wird für die Nachzucht weiches bis mittelhartes Wasser benötigt.

Sonstiges: Möglicherweise wurde L 9 bereits von Holly (1929) als Ancistrus multispinis beschrieben, und dann von Armbruster 2008 als Peckoltia multispinis neu eingeordnet. ( Revision der Gattung Peckoltia 2008 ) Das Problem bei der Beschreibung ist allerdings, dass der Holotypus dieser Art vom Fischmarkt in Belém stammt. Im Einzugsgebiet dieser Großstadt liegen nun aber leider die Vorkommmen verschiedener Peckoltia (L 9, L 49, L 377). Da Armbruster als Artmerkmal eine fransige Unterlippe nennt, wurde zuerst L 49 als P. multispinis identifiziert. Jedoch sind kurz danach auch L 377 bekannt geworden, die ebenfalls eine fransige Unterlippe aufweisen, und L 49 die keine Fransen haben. Maulaufnahmen von L 377 zeigen, dass auch nicht alle L 377 Fransen haben. Insofern können die Fransen an der Unterlippe nicht als Artmerkmal anerkannt werden, und der Name Peckoltia multispinis kann keiner Nummer mit Sicherheit zugeordnet werden, es ist außerdem möglich, dass diese Art noch gar keine Nummer bekommen hat. Es stehen also mehrere Welse zur Verfügung, die möglicherweise den Namen Peckoltia multispinis verdienen. Mit 115.2mm Größe gibt auch der Holotypus von Ancistrus multispinis keinen weiteren Aufschluss über die Art, und die Typuslokalität kann man leider ganz vergessen. Bevor dieser Umstand nicht eindeutig geklärt ist, verbleiben wir bei den Nummern um Missverständnisse zu vermeiden.

Fazit: Diese Art wird leider nur selten exportiert. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei Peckoltia sp. " L 49 " um die juvenile Form von Peckoltia sp. "L 9". Bei Peckoltia arenaria haben wir es mit einer ähnlichen Art zu tun, diese stammt jedoch aus Peru.

Importsituation: Diese Harnischelse dürfen zur Zeit nicht aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischenüber eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.

Ähnliche Welse: Peckoltia sp. "L 49", Peckoltia sp. "L 214", Peckoltia sp. "L 265"
Eventuell sind Peckoltia sp. "L 9" und Peckoltia sp. "L 49" eine Art.

Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 640, Miniatlas L-Welse S. 14





Originalversion auf Englisch:

category/species: Peckoltia sp. "L 9"

appearance: Rio do Para, Brazil

first introduced: "L 9" Datz 12/88 (41) 556-558

size: ca. 14 - 15 cm

watervalues:
T: 25 - 29 °C
PH: 6 – 7,5
KH: 0 - 7 °dH
GH: 0 - 15 °dH

size of tank: 100 - 120cm

sexual dimorphism: similar to other member of the Genus, breeding males have odontodes well developed on pectoral fins, nuptial odontodes on the body bony plate of the Caudale peduncle.

social behaviour: They are very peaceful and calm fish that will not bother other tankmates as long as enough room is provide. Moderate intraspecific aggression if sufficient resting place are provide. Agression towards other Loricariidae moderate, same level as intraspecific

care: Ideal for beginners, very robust, they can adapt to a wide range of water parameters and they do not pose any type of problem when it comes to feeding, as long as a wide variety is provide, they basically eat anything. They will leave other tankmates alone, still they must be kept in tanks equal or bigger than 200l.

feeding: Allesfresser. they will eat a wide variety of food, from industrial to vegetables, frozen, live.

breeding: unreported yet but pretty likely similar to the other species of the Genus, spawning will occur in a cave with the eggs being guarded by the male until the young are free swimming. A spawn should be 60 - 80 eggs big. Cave should be the size of the fish or slightly bigger. Would probably need soft to mid hard water to spawn.

conclusion : Not very often exported, it is highly possible that Peckoltia sp. "L 49" could be the juvenile version of Peckoltia "L 9". Peckoltia arenaria is another similar species but that occurs from Peru.



Wir bedanken uns für den Haltungsbericht bei Yann Fulliquet und für die Übersetzung von Englisch auf Deutsch bei Sandor Tuellmann (Borbi).

Wir bedanken uns für das Bild 1 bei Ingo Seidel, für die Bilder 2 bis 4 bei Yann Fulliquet.




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planetcatfish


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Wer Informationen hat bezüglich Peckoltia sp. „L 9“, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Peckoltia L9 L09 L009 Pará Para Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 009
Größe min: 15
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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