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Sa November 27, 2010
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Beschreibung:
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Gattung/Art: Chaetostoma sp. "L 446 "
Synonyme: Chaetostoma sp. “Villavicencio III“
Herkunft: Rio Meta Einzug, Meta, Kolumbien
Vorgestellt: Datz 11/2010
Größe: bis ca. 15 cm
Wasserwerte:
T: 23 – 27 °C
pH: 6 - 8
Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm

Der Chaetostoma sp. “L 446“ kommt aus der Nähe von Villavicencio in Kolumbien.
Geschlechtsunterschiede: Bei geschlechtsreifen Welsen ist die breitere Bauchpartie der Weibchen
eine recht gute Unterscheidungsmöglichkeit.
Eine breitere und längere Kopfform spricht für ein Männchen, ebenso die kräftiger ausgeprägte Schnauzenpartie.
Sozialverhalten: Der Chaetostoma sp. „L 446“ ist eine sehr ruhige Art.
Diese Welse sind nicht räuberisch gegenüber anderen Fischen.
Beckeneinrichtung: Das Becken sollte für ausgewachsene Welse dieser Art ca. 100 cm lang sein.
Eine sehr gute Sauerstoffversorgung sollte gegeben sein. Durch den Einsatz einer Strömungspumpe
wird eine wohltuende Wasserbewegung für diese Welse erzeugt.
Die Filterung sollte lieber etwas stärker ausfallen.
Es sollten viele Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen, Wurzeln oder Steinaufbauten im
Aquarium vorhanden sein.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Das Becken sollte in mehrere Territorien unterteilt sein.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.
Haltung: Diese Welse stammen aus sehr stark durchfluteten Stromschnellen, was auf einen
sehr hohen Sauerstoffgehalt im Heimatgewässer schließen lässt.
Dieses sollte man im Aquarium besser gleich beachten.
Der Einsatz eines Diffusors hat sich für diese Art bewährt. Die Welse zeigen ein
wesentlich aktiveres Verhalten.
Es sollte ein regelmäßiger wöchentlicher Teilwasserwechsel eingehalten werden.
Das unterstützt die Vitalität dieser Welse.
In der Regel wird die Bepflanzung des Aquariums nicht weiter beachtet, obwohl die Welse
pflanzliches Futter für ihre Ernährung benötigen.
Futtertabletten, Granulatfutter und auch Frostfutter wird von diesen Welsen gern gefressen,
aber sie sollten eher mehr mit Futter auf pflanzlicher Basis ernährt werden.
Es ist nicht verkehrt, wenn Wurzeln im Becken vorhanden sind, auch wenn die Tiere diese
nicht unbedingt für die Ernährung benötigen, im Gegensatz zu manchen anderen Welsgattungen (Panaqolus).
Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.
Das typische Maul dieses spezialisierten Aufwuchsfressers.
Vergesellschaftung: Der Chaetostoma sp. „L 446“ ist durchaus für die Pflege
in einem Gesellschaftsbecken geeignet.
Es scheint sich um eine recht scheue Art zu handeln, die sich leicht von anderen
Harnischwelsen unterdrücken lässt.
Mit kleinbleibenden Salmlern oder auch Lebendgebärenden sollte die Vergesellschaftung
durchaus möglich sein.
Die Welse sollten in einem Gesellschaftsbecken nachts gefüttert werden, damit sie beim
Fressen nicht von anderen Beckenbewohnern gestört werden.
Namensgebung: Diese Welse wurden in der Umgebung von Villavicencio in Kolumbien gefangen
zusammen mit weiteren Chaetostoma-Arten. Daher bekamen sie die Bezeichnung „Villavicencio III“.
Beschreibung: Der Chaetostoma sp. „L 446“ hat ein graue Körperfarbe mit
wenigen schwarzen Punkten. Bei den bisher bekannten Exemplaren sind die Punkte
eher verwaschen.
Die Welse wirken schmaler als andere Chaetostoma-Arten. Gerade bei der Kopfbreite
ist das sehr auffällig.
Die Fettflosse ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Auge von Chaetostoma sp. “Villavicencio III”.
Das Auge ist mit einem sehr kleinen Irislappen bedeckt.
Sonstiges: In der Datz 11/2010 wurde der Chaetostoma sp. “Villavicencio III” als L 446 vorgestellt.
Der L 446 kommt bisher nur als Beifang von L 445 zu uns nach Deutschland.
Der L 445 wurde bei der Ortschaft Villavicencio in den Stromschnellen eines Klarwasserflusses nachgewiesen,
der sich in den Rio Metica entwässert und später in den Rio Meta einfließt.
Da der L 446 immer mal wieder bei den L 445-Importen auftaucht, gehen wir davon aus, dass diese Welse
den gleichen Fangort haben.
Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.
Zucht: Über eine gelungene Nachzucht dieser Art ist in der Aquaristik zur Zeit nichts bekannt.
In der Natur pflegen die Männchen ihre Gelege in Felsspalten.
Daher ist es wahrscheinlich, dass sie, wie viele andere Harnischwelse im Aquarium auch, in
bereitgestellten Höhlen ablaichen.
Näheres zum Thema Höhlen findet ihr hier.
Eine starke Strömung und gute Ernährung sollten wohl vorausgesetzt werden.
Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.
Ähnliche Welse: Chaetostoma milesi, Chaetostoma cf. milesi “L 402”, Chaetostoma sp. “L 445”
Importsituation: Diese Harnischwelse sind sehr selten zu bekommen, da der L 446 nicht direkt importiert wird, sondern nur gelegentlich als Beifang von L 445 mal ins Land kommt.
Daher kann man im Handel auch keine Tiere gezielt bestellen, oder sagen wir mal, nicht mit Erfolg bestellen.
Da diese Chaetostoma sp. nicht gerade spektakulär gefärbt sind, werden sie wohl auch auf Dauer nicht
gezielt importiert werden.
Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.
Weitere Informationen : Wels Atlas Band 2 , Seite 414-420 und Datz 11/2010.
Autor: Ralf Heidemann (Fischray)
Wer Informationen hat bezüglich Chaetostoma sp. “L 446”, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
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Schlüsselwörter:
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Chaetostoma L446 Villavicencio Meta Kolumbien
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Größe min:
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15
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Beckengröße min:
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100
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Temperatur min:
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23
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Temperatur max:
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27
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