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L 144
Beiträge Gesehen Erstellungsdatum
0 13359 Mi April 5, 2006
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Beschreibung: Gattung/Art: Ancistrus sp. "L 144"

Synonyme: Gelber Antennenwels

Herkunft: Paraguay

Vorgestellt: DATZ 10/1993

Größe: ca. 12 - 15 cm



Wasserwerte:
T: 24-30°C
pH: 5,5 - 7,5
KH: 0-5
GH: 0-20

Empfohlene Beckengröße: ab 60 cm

Geschlechtsunterschiede: Männchen mit Tentakeln auf dem Kopf, längere Interopercularodontoden und mehr Odontoden auf dem ersten Brustflossenstrahl; Weibchen meist etwas kleiner und "fülliger". Schon an relativ jungen Tieren erkennt man diesen Unterschied beim Blick von oben. Männchen haben eher die Trapezform eines Drachens, Weibchen eine breitere "Hüfte".

Sozialverhalten: Ruhige, gut verträgliche Art.

Haltung: Haltungsanleitungen für Ancistrus zu schreiben wäre etwas müßig, sie sind wie Sand am Meer vorhanden. In wenigen Stichworten: Becken - regelmäßig Wasser wechseln - Holz - geeignete Höhlen - Wasserwerte siehe oben - gute Filterung und eventuell Belüftung. Damit kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Allgemein gilt, dass die Vergesellschaftung von adulten Männchen problematisch sein kann. Wenn nicht ausreichend Platz und Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen, kann es zu teilweise tödlichen Kämpfen kommen. Ob dies auch für A. sp. "L 144" zutrifft, vermag ich nicht zu sagen.

Zucht: Die Nachzucht ist unter gegebenen Bedingungen nicht zu verhindern. Notfalls wird auch einfach unter oder hinter Filtern abgelaicht. Die Jungfische schlüpfen nach vier bis fünf Tagen, weitere fünf Tage später schwimmen sie frei und können mit zerriebenem Trockenfutter, Artemia, Cyclops und verschiedensten Gemüsesorten aufgezogen werden. Diese Futtersorten sind auch für ältere Tiere geeignet. Meine Tiere haben schon in einer Größe von fünf Zentimeter abgelaicht. Die Eizahlen bei den inzwischen auf acht Zentimeter herangewachsenen Tieren liegen bei rund 50 bis 60. Gelaicht wird alle vier Wochen. Mindestens.

Artzugehörigkeit: Bei den hier abgebildeten und allen im Handel erhältlichen Tieren handelt es sich nicht um den in der DATZ vorgestellten L 144. L 144 war ein blass-gelber Ancistrus mit dunklen Augen, der aus Paraquay importiert wurde. Meines Wissens stand damals nur ein Männchen zur Verfügung, welches erfolgreich mit einem wildfarbenen Weibchen rückgekreuzt wurde. Nachdem bis vor ein paar Jahren immer noch zu hören war, Nachkommen der Art seien in der Schweiz noch zu bekommen, scheint es zurzeit keine größeren Bestände mehr zu geben.

Bei den im Handel erhältlichen "L 144", die überall abgebildet sind und durch leuchtendes Gelb, teilweise Orange mit blauen oder schwarzen Augen auffallen, handelt es sich um eine Zuchtform mindestens einer Art, wahrscheinlich des braunen Antennenwelses, der jedes Anfängerbecken bewohnt.

Zu den Xanthoristen habe ich mich an anderer Stelle (welse.net) geäußert. Es scheint xanthoristische Populationen mehrerer Arten zu geben. Zumindest gibt es verschiedene Stämme mit sehr unterschiedlicher "Restzeichnung" in Form heller Punkte, Flecken und verzweigten oder unverzweigten Tentakeln. Mag die Diskussion als Artunterscheidungsmerkmal auch noch offen sein, sollte beim Nachkauf und eventueller Nachzucht auf Populationsgleichheit geachtet werden. Kreuzt man verschiedene Arten, gelten die Mendelschen Gesetze nicht. Kreuzt man verschiedene Mutationen einer Art, kann es passieren, dass die Nachkommen nicht xanthoristisch sind, weil das rezessive Merkmal Xanthorismus bei Heterozygotie phänotypisch nicht in Erscheinung tritt.

Bei "L 144" gibt es "Fehlfarben" in Form dunkler Flecken, die je nach Population/Stamm unterschiedlich häufig auftreten und angeblich sogar stabil weiter vererbt werden können.

Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 200, Miniatlas L-Welse S. 138

Autor: Martin Grimm (Martin G.)

Wir bedanken uns für das Bild bei Andreas Löhle (Dangermouse), für Bild 2 bei Mike Hemetsberger (fishworld) und für Bild 3 bei Maria Petutschnig. Für die Bilder 4 und 5 (Schleierform) bedanken für uns bei Ralf Heidemann (Fischray).
Schlüsselwörter: Ancistrus L144 Paraguay
Sortierung: 148
Größe min: 15
Beckengröße min: 60
Temperatur min: 24
Temperatur max: 30



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