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IG-BSSW-Nord am 21.05.2010
Beiträge Gesehen Erstellungsdatum
0 2761 So Mai 16, 2010
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Beschreibung:
Die Gattung Oligancistrus




Beschreibung der Gattung: Rapp Py-Daniel, 1989

Typusart: Oligancistrus punctatissimus (Steindachner, 1881)

Unterfamilie: Hypostominae

Tribus: Ancistrini

Beschriebene Arten: Oligancistrus punctatissimus (Steindachner, 1881)

Deutsche Bezeichnung: Segelflossenharnischwelse

Etymologie: Die Gattung Oligancistrus bekam ihren Namen von den griechischen Worten
„oligo“ und „ankistron“.
„Olig“ kommt vom griechischen Wort „oligo“, was übersetzt „wenig“ heißt. Dies bezieht sich hierbei auf die
wenigen Zähne im Oberkiefer dieser Tiere.
Ancistrus wurde vom griechischen Wort „ankistron“ abgeleitet,
was soviel heißt wie „Widerhaken“ oder auch „Angelhaken“, in Anlehnung an die Kiemendeckel -Odontoden.
Diese befinden sich in eingeklapptem Zustand hinter den Kiemendeckeln.

Gattungsmerkmale:
  • bis 20 cm
  • Hautmembran zwischen Rücken- (Dorsale) und Fettflosse (Adipose)
  • reduzierte Oberkieferbezahnung
  • längere Oberkieferbezahnung
  • große Augen
  • lang gestreckter und wuchtiger Körperbau
  • keine Knochenplatten auf dem Bauch
  • keine Filamente in der Schwanzflosse (Caudale)
  • fast gerade Schwanzflosse (Caudale), keine Sichelform


Gattungsgruppe: Parancistrus-Gruppe

Parancistrus-Gruppe:

Oligancistrus werden der Parancistrus-Gruppe zugeordnet.

Gemeinsames Merkmal dieser Gruppe ist eine Hautmembran, die sich an die Rückenflosse anschließt. Üblicherweise verbindet sie jedoch, im Unterschied zu Baryancistrus, Rücken- und Fettflosse miteinander. Die meisten Arten/Gattungen der Gruppe weisen recht wuchtige Köpfe auf.

Besonders ausgeprägt ist der wuchtige, in der Aufsicht halbrunde Schädel bei Parancistrus. Vor allem adulte Tiere scheinen dann häufig zur Hälfte aus Kopf zu bestehen. Nimmt man nun noch die erwähnte Hautmembran sowie die vergleichsweise riesigen Kiemenöffnungen hinzu, lassen sich Parancistrus einfach von anderen Gattungen unterscheiden.

Nicht ganz so groß geraten ist der Kopf bei Oligancistrus, die dafür eine noch ausgeprägtere Hautmembran besitzen, die bei einigen Arten Rücken- und Fettflosse zu einer einzigen, segelartigen Flosse verschmelzen lassen kann. Die Kiemenöffnungen von Oligancistrus sind normal dimensioniert und ermöglichen die Abgrenzung gegen Parancistrus auf den ersten Blick. Ziemlich einzigartig ist auch die Bezahnung von Oligancistrus: Sind bei den meisten Harnischwelsen Ober- und Unterkieferzähne in etwa gleich groß, so sind die Oberkieferzähne von Oligancistrus deutlich länger als die Unterkieferzähne. Genau umgekehrt ist es bei Hypancistrus.



Der Körper eines Oligancistrus (Mitte) ist im Vergleich zu Parancistrus (links) langestreckt,
jedoch noch wuchtiger als bei Spectracanthicus (rechts), einer anderen nahe verwandten Gattung.



Der Bauch eines Oligancistrus ist nicht mit Knochenplatten bedeckt, sondern vollkommen frei bzw. nackt.



Das auffälligste bei dieser Gattung ist die Hautmembran, die den letzten Weichstrahl der Rückenflosse (Dorsale) und
die Fettflosse (Adipose) miteinander verbindet.



Am Kiemendeckel sind Odontoden zu finden, auf die sich auch die Bezeichnung Ancistrus bezieht.



Links ist die reduzierte und verlängerte Oberkieferbezahnung zu sehen,
während rechts die kleineren und auch zahlreicheren Unterkieferzähne zu betrachten sind.



Die Oberfläche des Welses ist mit einer Unzahl von kleinen Hautzähnchen besetzt.



Das Auge eines Oligancistrus ist im Verhältnis zu seinem Kopf sehr groß, ein typisches Merkmal der Gattung sind.



Die Schwanzflosse (Caudale) ist nahezu gerade und weist keine Sichelform auf.
Ebenso sind auch keinerlei Filamente vorhanden.



Beim Oligancistrus ist bei geschlechtsreifen Welsen eine Unterscheidung
zwischen Männchen (links) und Weibchen (rechts) durchaus möglich.


Die Durchschnittsgröße liegt bei ungefähr 15 cm, womit Oligancistrus gut geeignet für das Aquarium sind. Für nähere Informationen siehe die Artbeschreibungen.


Weitere Arten dieser Gattung:



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