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Peckoltia sp. "L 135"
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Beschreibung: Gattung/Art: Peckoltia sp. "L 135"

Synonyme: Wurmlinien-Zwergschilderwels, Peckoltia platyrhyncha (fälschlich)

Herkunft: mittlerer Rio Negro Einzug, Amazonas, Brasilien
  • Klarwasserfluss mit niedrigem pH-Wert und weichem Wasser -
  • unterer Rio Demini mit gröberem Netzmuster
  • oberer Rio Demini mit feinerem Netzmuster

Vorgestellt: DATZ 08/1993

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz:
Harnischwelse aus dem Rio Xingú und dem Rio Negro


Größe: bis zu 15 cm

Wasserwerte:
Temp.: 26 - 30° C
pH-Wert: 5,5 - 7

Empfohlene Beckengröße: ab 100 cm



Ein Peckoltia sp. "L 135" aus dem Rio Demini in Brasilien.


Geschlechtsunterschiede: Sehr schwer zu erkennen. Männchen bilden nur zu bestimmten Zeiten einen
schwachen Bewuchs mit Odontoden auf dem Schwanzstiel aus.
Die Unterschiede an den Kiemendeckelodontoden der Peckoltia sp. "L 135" sind nur schwach ausgebildet.
Laichbereite Weibchen sind an ihren Körperproportionen (Bauchumfang) zu erkennen.
Die Unterscheidung der Geschlechter anhand der Genitalpapille ist nur für erfahrene und geübte
Aquarianer eine weitere Möglichkeit. Meist ist dieses Merkmal auch erst mit der Geschlechtsreife oder
auch erst nach dem ersten Ablaichen sichtbar ausgeprägt.



Die Kiemendeckelodontoden sind gerade bei Jungtieren nicht besonders hilfreich bei der
Unterscheidung der Geschlechter. Selbst bei ausgewachsenen Tieren (Adulten) sind häufig
keine großen Unterschiede sichtbar.
Die Bilder des L 135 können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten wesentlich besser zu erkennen.



Bei Jungfischen von L 135 ist die Geschlechtsunterscheidung anhand der Genitalpapille
kaum möglich. Ab der Geschlechtsreife sind leichte Unterschiede sichtbar.
Die Bilder des L 135 können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten wesentlich besser zu erkennen.


Sozialverhalten: Beim Peckoltia sp. "L 135" handelt es sich um einen friedlichen und ruhigen Harnischwels.



Links die Draufsicht (Dorsalansicht) eines Peckoltia sp. "L 135".
Rechts die Bauchansicht (Ventalansicht) des gleichen Welses.
Die Bilder des L 135 können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten wesentlich besser zu erkennen.


Beckeneinrichtung: Für ein adultes Pärchen von Peckoltia sp. "L 135" reicht im Allgemeinen ein 1 Meter
langes Standardbecken zur Pflege aus. Bei der Haltung einer Gruppe dieser Art sollte ein größeres Becken bevorzugt werden.
Bei sehr hellen und lichten Becken sind diese Harnischwelse eher nachtaktiv und verstecktlebend.
Das Becken sollte am besten schattig gehalten werden, wenn man diese Welse auch tagsüber sehen möchte.
Einige Unterstände, die man mit Schieferplatten leicht herstellen kann, geben diesen Welsen ein Gefühl von Sicherheit,
so dass man sie eher tagsüber antrifft. Auch schattige Bereiche im Becken wie durch Schwimmpflanzen oder ähnliches
vermitteln den Welsen eine Art Schutz von oben, was zu höheren Aktivitäten anregt.
Auch ruhige und friedliche Beifische wirken sich beruhigend auf diese Welse aus.
Ebenso sollte ein Bodengrund vorhanden sein, da Spiegelungen von nackten Aquarienböden nur überflüssigen Stress bedeuten.
Ob es nun feiner Kies, grober Kies, große Steine oder ein Sandboden ist, spielt keine Rolle.
Die Musterung dieser Welse wird bei einer dunklen Einrichtung ebenfalls dunkler werden.
Wurzeln, Steinaufbauten und eine Vielzahl von Höhlen sollten im Becken nicht fehlen.
Gerade bei der Haltung mehrerer Männchen oder noch weiterer Harnischwelse im selben Becken
hat es sich immer wieder bewährt, das Becken in mehrere Territorien optisch aufzuteilen, damit sich die verschiedenen
Männchen nicht immer sehen und so viel mehr Ruhe ins Becken kommt.
Mit Hilfe von Schieferplatten lassen sich schnell und einfach mehrere Ebenen im Becken einrichten, was die
Bodenfläche enorm vergrößern kann. Dies ist gerade bei Welsen sehr vorteilhaft.


Das Diskussionsforum zum Thema Beckeneinrichtung findet ihr hier.



Die Peckoltia sp. "L 135" sind in ihren Heimatbiotopen häufig auf Steinen
oder an Holzansammlungen anzutreffen.
Das Bild des Peckoltia sp. "L 135" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten viel besser zu erkennen.


Haltung: Die Peckoltia sp. "L 135" kommen im mittleren Rio Negro Einzug vor und zumeist in
Klarwasser führenden Flüssen. Die Flussläufe führen ein sehr weiches Wasser, was auch zum Teil recht sauer
sein kann. Im Aquarium sollte aber der pH-Wert nicht zu niedrig gewählt werden. Ein sehr niedriger
pH-Wert stellt auch Stress für die Fische dar. Dass Fische manche Werte verkraften können, heißt nicht, dass
sie diese auch brauchen. Nachzuchterfolge dieser Art gab es sehr oft bei pH-Werten von 6 bis 7.
Einer der Fundorte des Peckoltia sp. "L 135" ist der Rio Demini, in dem die meisten Welse dieser Art
für den Export gefangen werden.
Es ist bei Importen aufgefallen, dass die L 135 aus dem unteren Rio Demini ein breiteres Netzmuster aufweisen
als die Harnischwelse dieser Art aus dem oberen Rio Demini.
In ihren Heimatbiotopen sind diese Welse oftmals auf und zwischen Steinen zu finden, aber auch an
Totholzansammlungen. Daher sollte im Aquarium immer auch weiches Holz zu finden sein, meist im Form von dekorativen weichen Wurzeln.
Jüngere Welse sind vermehrt in den kleineren Zuflüssen des Demini zu finden, während Adulte eher
im breiteren Strom anzutreffen sind.

Die Wasserwerte sind im Aquarium ohne Aufwand zu bewerkstelligen. In den meisten Fällen reicht das
normale Leitungswasser schon vollkommen aus für die Pflege dieser Welse. Daher ist dieser Wels auch für
den aquaristischen Anfänger gut geeignet. Auch die Tatsache, dass es sich um einen sogenannten
Allesfresser (Omnivore) handelt, spricht dafür.
Die Welse fressen Trockenfutter verschiedenster Sorten. Dazu gehören Futtertabletten, Welschips, Granulatfutter,
Futterpellets sowie auch Flockenfutter.
Frostfutter oder Frischfutter wird sehr gern von diesen Schilderwelsen angenommen. Dazu gehören die verschiedensten
Mückenlarven-Varianten (weiße, schwarze, rote), Krill, Stinte, Fischfilet, Cyklops, Moina,
verschiedenste Mollusken, Artemia und vieles mehr.
Pflanzenfutter wird mal mehr und mal weniger gern genommen, aber für eine vielseitige Ernährung dieser Welse
sollte darauf nicht verzichtet werden. Beim Pflanzenfutter kommt es häufig vor, dass die einzelnen Welse ihr
Lieblingsfutter haben. So kommt es vor, dass der eine das Grünfutter gerne frisst und der nächste es meidet.
Hierbei sollten die verschiedensten Pflanzenfuttersorten ruhig mal ausprobiert werden.
Dazu gehören Eisbergsalat, Feldsalat, Rosenkohl, Kohlrabieblätter, Kartoffeln, Brokkoli, Erbsen, Löwenzahn,
Paprika, Gurken, Zucchini und vieles mehr.
Einige Aquarianer füttern ihre Tiere mit frischem selbstgemachtem Futterbrei. Für eine solche Zubereitung des
Futterbreis findet man im Forum "Ernährung der Fische" die verschiedensten Möglichkeiten.
Man sollte im Becken weiche Wurzeln anbieten. Zum einen sind sie als Verstecke sehr beliebt und zum anderen
werden sie von der einen oder anderen Harnischwelsart gerne als Nahrungsergänzung angesehen.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.


Da diese Welse einen guten Stoffwechsel haben, sollte auf eine gute Filterung nicht verzichtet werden.
Regelmäßiger Teilwasserwechsel und ein höherer Sauerstoffgehalt, der durch einen Durchlüfterstein schon
zu erreichen ist, sollten für die gesunde Pflege dieser Welse nicht fehlen.
Bei mir haben sich diese Harnischwelse bei höheren Temperaturen zwischen 27 - 29°C als sehr pflegeleicht
erwiesen. Ich halte seit über 15 Jahren eine Gruppe dieser Welse, die ich auch schon als adulte Tiere
bekommen habe. Man kann also davon ausgehen, dass man eine sehr lange Zeit Freude an diesen Tieren haben kann, wenn man sich Jungtiere dieser Art kauft.



Hier das Maul eines Adulten Peckoltia sp. "L 135",
der zu den sogenannten Allesfressern (Omnivore) gehört.
Das Bild des Peckoltia sp. "L 135" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Das linke Bild zeigt die Oberkieferbezahnung eines Peckoltia sp. "L 135" und das rechte Bild die
Unterkieferbezahnung dieses Harnischwelses.
Die Bilder des Peckoltia sp. "L 135" können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Vergesellschaftung: Der Peckoltia sp. "L 135" ist gegenüber anderen Harnischwelsen sehr friedlich, was ihn zu einem gut geeigneten Vertreter für das allgemeine Gesellschaftsbecken macht.
Auch gegenüber frei schwimmenden Fischen konnten keine Aggressionen beobachtet werden.
Wenn es ums Futter geht, drängelt er zwar andere Fische zur Seite, aber das ist alles im normalen Bereich für einen
Harnischwelse. Bei der Haltung mehrerer männlicher Welse in der gleichen Größe sollte
es im Becken mehrere optisch voneinander getrennte Bereiche geben (Territorien), um Stress im Vorfeld
schon zu vermeiden. Der L 135 ist aber nicht besonders territorial eingestellt, wie es bei manchen größeren
Harnischwelsen gelegentlich der Fall ist.
Wichtig für die Zusammenstellung der Fische ist es, dass sie die selben Wasserwerte benötigen.
Auch sollten keine weiteren Welse der Gattung Peckoltia oder einer verwandtschaftlich sehr nahen
Gattung gepflegt werden, da es durchaus auch zur Hybridisierung (Kreuzung) kommen kann.



Die Peckoltia sp. "L 135" gehören sicher mit zu den schönsten Vertretern der Gattung Peckoltia.
Gerade auch im Alter bleiben sie sehr kontrastreich und leuchtend in der Färbung.
Die Kopfzeichnung ist sehr variabel und zeigt je nach Herkunft, Haltung und Alter
mal ein breiteres oder schmaleres Linienmuster.
Die Bilder des L 135 können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten wesentlich besser zu erkennen.


Zucht: Sie ist bereits ein paar Mal gelungen (Zufallsnachzuchten), laut Ingo Seidel in Thürigen,
in weichem und besonders saurem Wasser (pH um 4,5).
Joern aus dem L-Welse.com Forum hatte auch schon einmal ein Gelege, aus dem aber leider nichts wurde.
Nach Joerns Angaben wurde nach etwa 10 Tagen das Männchen sehr nervös und wedelte etwa 12 bis 15 leere
Eihüllen aus der Höhle. Saures und keimarmes Wasser (UVC) brachten das Männchen in Stimmung, auch
Erlenzäpfchen und Torf. Die Rotanteile in der Färbung nahmen dann zu.
Langfristige Stimulierung erfolgt mit sehr warmem, kaum gewechselten Wasser bei reduzierter Fütterung (Sommer)
und anschließenden häufigen Wasserwechseln mit leicht kühlerem Wasser, etwas mehr Strömung und satter Fütterung.
Das balzende Peckoltia sp. "L 135" - Männchen war extrem dunkel gefärbt. Der sonst dunkle (braune) Streifen
unter dem Ansatz der Rückenflosse wurde dann heller und bekam einen leichten blau-metallic-Schimmer.
Die (dann sehr hellen) Kiemen-Odonten wurden ruckartig abgespreizt und wieder angelegt, wenn ein Weibchen in
der Nähe war...oder ein Nebenbuhler.


Inzwischen werden diese Harnischwelse wesentlich häufiger als Gruppen gehalten, so dass es im Laufe der letzten Jahre
auch immer mal wieder zur Vermehrung dieser schönen Welse gekommen ist.
In den meisten Fällen waren es keine Zuchtversuche in dafür eingerichteten Becken sondern eher die
zufällige Nachzuchten in den sogenannten Gesellschaftsbecken.
Es sollte bei Zuchtversuchen darauf geachtet werden, dass es sich um Tiere der gleichen Variante (wie L 135 und L 121) im Becken handelt, um Vermischungen zu vermeiden. Auch sollte man Hybriden unbedingt vermeiden, da sie die artreinen
Bestände unserer Harnischwelse in den Aquarien auf Dauer gefährden.
Meist wurde davon berichtet, dass der pH-Wert nur im schwach saueren Bereich war (um die 6 - 6,5), aber die
Temperaturen eher um die 27 - 29°C. Wichtig scheint eine gute Fütterung mit Frostfutter zu sein.
Eine Stimulation kann mit vielen starken Wasserwechseln und einer Anhebung der Strömung ausgelöst werden.
Oftmals waren es schon recht alte und große Tiere um die 15 cm, die sich zum ersten Mal vermehrten.
Jungfische sind nach dem Schlüpfen am sichersten separat aufzuziehen, entweder in einem kleinen Extrabecken
oder in einem Einhängekasten. Gefressen wird in etwa das, was auch die Alttiere fressen, nur in kleinerer Form.
Entkapselte Artemia-Eier, die vor dem Verfüttern aufquellen müssen, haben sich bei mir als Jungfischfutter
für Harnischwelse immer wieder gut bewährt.
Auch im Aufzuchtkasten sollten Versteckmöglichkeiten angeboten werden.
Wichtig ist ein sehr häufiger Waserwechsel bei den Jungtieren, um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten.


Zuchtbericht von Peckoltia sp. "L 135"
Über die Nachzucht von L 121.


Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Die Peckoltia sp. "L 135" gehören zu den leicht zu pflegenden Harnischwelsen.
Auch für den aquaristischen Einsteiger sind diese Welse durchaus zu empfehlen.
Sie werden nicht zu groß für die allgemeinen Gesellschaftsbecken, in die sie gut hineinpassen.
Das Bild des Peckoltia sp. "L 135" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten viel besser zu erkennen.


Sonstiges: In der Literatur ist sehr häufig nachzulesen, dass alle L 121 im Handel durchweg L 135 sind,
da es aus Guyana keine Importe gibt. Da viele L 135 auch tatsächlich als L 121 verkauft wurden, sind immer wieder
Bilder dieser Welse mit falscher Bezeichnung anzutreffen.
Nun ist es so, dass sich die Zeiten geändert haben. Seitdem es in Brasilien sehr viele Probleme und Beschränkungen
beim Export von Fischen gibt (IBAMA Positivliste), haben sich die Händler neue Quellen aufgetan, um
permanent eine Versorgung mit Fischen zu sichern.
Länder wie Peru, Kolumbien, Guyana, Venezuela, Französisch Guyana und weitere haben einen regelrechten
Boom zu verzeichnen. So kommen inzwischen viele neue Arten aus diesen Ländern zu uns in die Aquaristik.
Deshalb sind inzwischen auch die echten L 121 aus Guyana in den Fachgeschäften zu finden und nicht L 135,
die einfach nur als L 121 ausgezeichnet wurden.



Diese Harnischwelse haben gegenüber uns Menschen einen großen Vorteil: Je älter sie werden,
desto mehr Zähne bekommen sie. Hier ist links die Aufnahme eines semiadulten Peckoltia sp. "L 135"
zu sehen, der etwa ein Viertel weniger Zähne aufweist als das adulte Tier dieser Art auf der rechten Aufnahme.
Bei halbwüchsigen (semiadulten) Tieren konnte ich 15 -16 Zähne je Kieferhälfte zählen, während es bei
erwachsenen (adulten) Harnischwelsen dieser Art 20 -22 Zähne pro Kieferhälfte sind.
Das Bild des Peckoltia sp. "L 135" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Erfahrung von Melanie Preuß (HappyM): Der L 135 ist ein hübscher, friedlicher, für einen
nachtaktiven Wels temperamentvoller Fisch, der sich in geeigneten Becken auch einmal am Tage blicken lässt und
durchs Becken huscht.
Dunkle, schummrige Ecken helfen dabei. Gefressen wird so ziemlich alles an Tabletten, Frostfutter und Gemüse. Weichholzzugaben sind sehr wichtig.
Der L 135 ist ein Wels mit großem Appetit und entsprechenden Ausscheidungen. Für ausreichende Wasserwechsel
und Filterung ist daher zu sorgen.



Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Die Peckoltia sp. "L 135" haben 7 Weichstrahlen in der Rückenflosse (Dorsale).
Der erste Strahl in der Rückenflosse wird als Hartstrahl (Dorsalstrahl) bezeichnet und
weist einen leichten Odontodenbewuchs auf.
Die Weichstrahlen spalten sich im letzten Drittel in der Rückenflosse zweimal auf.
Die Rückenflosse (Dorsale) ist am letzten Strahl nicht durch eine Membran mit dem Rücken verbunden.
Die Fettflosse (Adipose) ist nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Zwischen den beiden Hartstrahlen (Caudalstrahlen) der Schwanzflosse (Caudale) eines
Peckoltia sp. "L 135" sind 14 Weichstrahlen zu zählen, die sich wiederum aufspalten.
Das Bild des Peckoltia sp. "L 135" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten besser zu erkennen.


Ähnliche Welse zu Peckoltia sp. "L 135":

Peckoltia platyrhyncha:
Im Handel und im Internet taucht immer mal wieder der Name Peckoltia platyrhyncha für den
Peckoltia sp. "L 135" auf. Dabei handelt es sich aber um verschiedene Harnischwelse.
In der DATZ-Vorstellung 08/1993 des L 135 wurde erwähnt, dass der L 135 sehr viel Ähnlichkeit
mit dem Peckoltia platyrhyncha hätte. Der Name Peckoltia platyrhyncha gilt aber nur als Synonym zu
Cordylancistrus platyrhynchus. Diese Welse haben verwandtschaftlich aber nicht viel mit den L 135 zu tun, sondern, wenn überhaupt, nur farbliche Ähnlichkeiten in der Flossenmusterung.
Die charakteristische Netzzeichnung auf dem Kopf des L 135 feht beim Cordylancistrus platyrhynchus völlig.
Die meisten Bilder im Netz, die einen Cordylancistrus platyrhynchus zeigen sollen, sind
Peckoltia sp. "L 121" und Peckoltia sp. "L 135".
Der Cordylancistrus platyrhynchus hat seine Typuslokalität in Kolumbien. Ursprünglich wurde dieser Harnischwels als
Hemiancistrus platyrhynchus 1943 von Fowler beschrieben.


Peckoltia sp. "L 121":
Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass Peckoltia sp. "L 135" die gleiche Art wie Peckoltia sp. "L 121" ist.
Beides sind aber eigene Fundortvarianten und zeigen Unterschiede in der Färbung.
Der Peckoltia sp. "L 121" weist einen orangenen Saum in der Rück- und Schwanzflosse auf.
Ein solcher direkter Saum ist beim Peckoltia sp. "L 135" nicht zu erkennen.
Daher sollte man die zwei Varianten nicht vermischen.
Der Peckoltia sp. "L 121" wurde aus Guyana vorgestellt.
Diese Flusssysteme entwässern zum größten Teil direkt in den Atlantischen Ozean.
Daher haben sie eigentlich keine Verbindung zu den Flusssystemen, in denen der L 135 vorkommt, da diese
Flusssysteme in den Rio Negro entwässern. Zur Regenzeit könnte es vorkommen, dass sich zeitlich begrenzt
die unterschiedlichen Flusssysteme überschneiden oder verbinden können und so könnten sich dann zwei
Varianten in den verschiedenen Flusssystemen etablieren.


Peckoltia braueri "L 305":
Die Peckoltia braueri "L 305" haben auf den ersten Blick von der Musterung und Färbung her viel mit
dem Peckoltia sp. "L 135" gemeinsam. Hierbei handelt es sich aber um eine eigenständige Art, die
auch kleiner zu bleiben scheint als die L 121 und L 135.
Zudem weist der "L 305" 8 Weichstrahlen in der Rückenflosse auf, während L 121 und L135 nur 7 vorweisen können.
Die Peckoltia braueri "L 305" stammen aus dem Takutu River, der zeitweilig den Genzfluss zwischen
Guyana und Brasilien darstellt. Der Takutu River wird zum Rio Branco und entwässert dann in den Rio Negro.
Der "L 305" wurde schon 1912 von Eigenman & Eigenmann als Peckoltia braueri wissenschaftlich beschrieben.


Hypostomus faveolus "L 37"
In einer älteren Veröffentlichung des Aqualog (All L-Numbers, 1995) wurde fälschlicherweise ein L 135
als L 37 betitelt und der eigentliche echte L 37 als L 37a bezeichnet.
Daher kam es häufig vor, dass diese falschen Angaben übernommen wurden und falsch weiterverbreitet wurden.
So kommt es, dass man bei Recherchen gelegentlich bei L 37 auf Bilder und Informationen von L 135 treffen kann.
Bei den L 37 handelt es sich um einen Vertreter der Gattung Hypostomus, welcher zwar von der Musterung her
Ähnlichkeiten aufweist, aber etwas ganz anderes darstellt.


Panaqolus sp. aff. maccus "L 448"
In einer älteren Veröffentlichung des Aqualog (All L-Numbers, 1995) wurde fälschlicherweise ein L 448 (LDA67)
als L 135 abgebildet. Das hatte zur Folge, dass die kleinen Panaqolus sp. aff. maccus mit der L-Nummer
L 135 im Handel auftauchten. So kam es auch zu verwirrenden Nachzuchtangaben der wesentlich leichter zu
vermehrenden L 448.
Der L 448 hat natürlich überhaupt nichts mit dem L 135 zu tun, weder in der Größe noch in der Musterung und noch
weniger von der Verwandtschaft her.



Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.



Auch im Alter sind die Peckoltia sp. "L 135" immer noch kontrastreich und sehr schön gefärbt.
Das ist bei vielen anderen Harnischwelsen leider nicht immer der Fall.
Das Bild des Peckoltia sp. "L 135" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten viel besser zu erkennen.


Exportsituation: Die Peckoltia sp. "L 135" dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen
über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder
Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante
einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon
hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nicht
mehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.



Im Handel sind Jungfische (Juvenile) und Alttiere (Adulte) von Peckoltia sp. "L 135" gleichermaßen
zu bekommen. Meist sind es aber Wildfänge, Nachzuchten sind eher selten zu bekommen.
Bei jüngeren Harnischwelsen dieser Art sind erst nur zwei schwarze Steifen in der Rückenflosse
(Dorsale) zu erkennen. Beim Heranwachsen entwickelt sich bei Alttieren eine weitere schwarze
Linie in der Rückenflosse.
Die Bilder des L 135 können durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten wesentlich besser zu erkennen.


Handel: Die Peckoltia sp. "L 135" sind ohne weiteres im Aquarienhandel anzutreffen.
Mit etwas Recherche sind eigentlich immer irgendwo Harnischwelse dieser Art zu bekommen.
Ab und zu trifft man sie auch im allgemeinen Zoohandel an, aber im aquaristisch spezialisierten
Fachhandel sind sie eher erhältlich oder zumindest leicht bestellbar.



Das Auge von Peckoltia sp. "L 135" ist mit einem kleinen Irislappen bedeckt.
Das Bild des Peckoltia sp. "L 135" kann durch Anklicken vergrößert werden.
So sind Feinheiten viel besser zu erkennen.


Weitere Informationen zu Peckoltia sp. "L 135":


Autor: Melanie Preuß (HappyM) und Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder der Peckoltia sp. "L 135" bei Rainer Stawikowski, Ivonne Kessler (Shakti), Horst Kröger (hkroeger), Anna Sophie, Milton Tan, Dirk Neumann, bei Ralf Heidemann (Fischray) und Daniel Konn-Vetterlein (Acanthicus).


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Wer Informationen hat bezüglich Peckoltia sp. "L 135", die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.







Schlüsselwörter: Peckoltia L135 135 Negro Amazonas Demini Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 137
Größe min: 15
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 26
Temperatur max: 30



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