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Peckoltia lujani "L 127"
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Beschreibung: Gattung/Art: Peckoltia lujani "L 127" = "L 207"

Synonyme: Gefleckter Orinokosaugwels

Herkunft: Oberer Rio Orinoco, Venezuela

Erstbeschreibung: Armbruster, Werneke & Tan 2015

Vorgestellt: DATZ 5/1993

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Harnischwelse aus Venezuela (L 122 - L 129)


Größe: 10 - 12 cm

Wasserwerte:
T: 25 – 29°C
pH: 5,5 – 7,5

Empfohlene Beckengröße: ab 60 cm



Ein Peckoltia lujani "L 127" aus Venezuela gefangen im Rio Orinoco.


Geschlechtsunterschiede: Die Männchen haben längere Odontoden im Bereich des Kiemendeckels und auf dem ersten Flossenstrahl der Brustflosse.




Sozialverhalten: Eine sehr ruhige und verträgliche Art.



Die Draufsicht und die Bauchansicht eines Peckoltia lujani "L 127 / L207”.
Durch Anklicken der Bilder können vergrößerte Ansichten betrachtet werden.


Beckeneinrichtung: Da diese Art recht klein bleibt, kann ein Paar schon in einem 60 cm Becken gepflegt werden.
Bei der Haltung einer Gruppe sollte doch eher auf die Dauer ein etwas größeres Becken gewählt werden.
Der Bodengrund sollte aus Sand oder feinem Kies bestehen.
Als Dekoration, Versteck und auch zur räumlichen Aufteilung des Beckens haben sich Wurzeln und
Steinaufbauten vielfach als gut geeignet gezeigt.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln findet ihr hier.
Gerade bei der Haltung einer Gruppe sollte eine stark strukturierte Beckeneinrichtung mit vielen
Verstecken und mehreren optischen Territorien hergerichtet werden.
Eine Bepflanzung des Haltungsbeckens bietet sich an. Aquarienpflanzen werden im Allgemeinen von diesen kleinen Welsen eher verschont, obwohl sie als Allesfresser auch einen pflanzlichen Nahrungsteil nutzen.
Näheres über Pflanzen in Welsbecken hier.
Auf eine ausreichende Anzahl von Höhlen sollte nicht verzichtet werden.
Hierbei sollten es mehr Höhlen als Welse im Becken geben.
Gut bewährt haben sich auch Schieferplatten zur Einbringung von verschiedenen Ebenen im Aquarium.

Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.



Durch Anklicken der Bilder können vergrößerte Ansichten betrachtet werden.


Haltung: Die Haltung und Pflege diese Art ist ausgesprochen einfach.
Im Allgemeinen kommt diese Art mit den meisten Leitungswassersorten in Deutschland zurecht.
Mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 sollte die Haltung nicht besonders schwer sein.
Mit Temperaturen in den Bereich von 25 bis 29°C ist eine dauerhafte Haltung in der Regel
recht unproblematisch. Ein wöchentlicher Teilwasserwechsel hat sich bei dieser Art mehrfach bewährt.
Eine ausreichende Filterung und eine leichte Strömung sollten natürlich vorhanden sein.
Ein zusätzlicher Durchlüfterstein erhöht den Sauerstoffgehalt im Becken und fördert die Vitalität der Tiere.
Da diese Art tagsüber recht scheu ist, hat sich eine Schwimmpflanzendecke an der Wasseroberfläche bewährt.
Diese dunkelt das Becken ab, so dass diese kleinen Harnischwelse ruhiger werden und auch schon mal tagsüber
ihre geschützten Bereiche verlassen.
Diese Welse gehören zu den Allesfressern (Omnivore). Futtertabletten jeglicher Art werden gern genommen.
Auch Trockenfuttersorten wie Flockenfutter, Granulatfutter oder auch Pellets werden gefressen.
Frostfutter und auch Lebendfutter werden sehr gern und reichlich angenommen.
Grünfutter in Form von Salat, Kartoffeln etc. werden ebenfalls gefressen.
Somit sollte eine erfolgreiche Haltung und Pflege kein Problem darstellen.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Das Saugmaul eines Peckoltia lujani "L 127 / L207”,
der die Zähne eines Allesfressers (Omnivore) aufweist.
Durch Anklicken der Bilder können vergrößerte Ansichten betrachtet werden.


Vergesellschaftung: Die Peckoltia lujani "L 127 / L207” können im Allgemeinen in als
Gesellschaftsbecken betitelten Aquarien wunderbar gehalten werden.
Mit anderen Welsen gibt es keinerlei Reibereinen, was die Pflege recht einfach macht.
Auch mit anderen kleinen Fischen wie Salmlern oder auch Zwergbuntbarschen gibt es
keinerlei Konflikte.

Wer interessantes Bildmaterial seiner Welse hat, kann es hier veröffentlichen.



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Sonstiges: Die ersten Peckoltia lujani "L 127 / L207” wurden 1992 durch die Firma Transfish eingeführt.
Diese Harnischwelse, die in München beim Großhändler Transfish eintrafen, wurden im Mai 1993 in der Datz mit
der L-Nummer L 127 erstmals vorgestellt.
Als 1995 durch die Kölner Firma „Mimbon Aquarium“, 5 cm große Welse eingeführt wurden, die schon damals eine
große Ähnlichkeit zu L 127 aufwiesen, wurden sie aber trotzdem in der Datz 3/1996 mit der L-Nummer L 207
erneut vorgestellt, da diese Welse in der Größe etwas gedrungener aussahen und ein feineres Muster hatten.
Erst später wurde geklärt, dass es sich offensichtlich um die gleiche Art handeln dürfte.
Peckoltia lujani "L 127 / L 207" hat sich in der Aquaristik als guter Algenfresser bewährt, der im Allgemeinen nicht an
Aquarienpflanzen heran geht.
Preislich gehört er zu den günstigeren Hanischwelsen, die allerdings immer noch keiner beschriebenen Gattung
zugeordnet werden können.
Die Peckoltia lujani "L 127 / L207” werden immer mal wieder mit den Lithoxancistrus orinoco „L 126“
eingeführt. Das liegt daran, dass diese Arten allem Anschein nach zusammen vorkommen und sich auch sehr ähnlich
sehen.



Die Rückenflosse eines Peckoltia lujani "L 127 / L207” hat 7 Weichstrahlen, die sich im oberen
Drittel mehrfach aufspalten. Die Fettflosse ist bei dieser Art nicht mit der Rückenflosse verbunden.
Durch Anklicken der Bilder können vergrößerte Ansichten betrachtet werden.


Zucht: Über eine gelungene Nachzucht dieser Welse ist bisher noch sehr wenig bekannt.
Im englischsprachigen Welsforum PlanetCatfish wurde über Nachzuchterfolge berichtet.
Wahrscheinlich könnte es daran liegen, dass der Ancistrini sp. "L 127 / L207” nicht gerade ein Farbwunder darstellt.
Daher haben sich die meisten Züchter noch nicht daran gemacht, diese eher unscheinbaren Welse ernsthaft anzusetzen und nachzuziehen.
Da ihre Verbreitung nicht sehr groß ist, kam es auch noch nicht zu den allseits bekannten Zufallszuchten.
Beim Ancistrini sp. "L 127 / L207” wird es sich aber auch um einen Höhlenbrüter handeln, so wie wir
es von den meisten Harnischwelsen schon gewohnt sind.
Ein kräftiges Futter, Anstieg der Strömung und viele aufeinander folgende Wasserwechsel mit einer leichten Temperaturerhöhung sollten auf jeden Fall ein Anreiz sein zum Ablaichen.

Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.



Durch Anklicken der Bilder können vergrößerte Ansichten betrachtet werden.


Ähnliche Welse: Eine leichte Ähnlichkeit besteht mit dem L 126.

Importsituation: Im Großhandel sind diese Welse recht häufig zu finden. Sie werden meist über Poerto Ayacucho, das im Süden Venezuelas liegt, importiert. Gerade in den letzten Jahren haben die Importe aus den brasilianischen Nachbarländern verstärkt zugenommen, was zum großen Teil an der brasilianischen Positivliste liegt.
Durch den Mangel aus Brasilien sind nun auch solche Welse für den Handel interessanter geworden.

Weiterführende Informationen:



Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.



Durch Anklicken der Bilder können vergrößerte Ansichten betrachtet werden.








Autor: Ralf Heidemann (Fischray)

Wir bedanken uns für die Bilder bei André Werner und der Fa. Transfish
bei Daniel Konn-Vetterlein, Hans-Georg Evers, Enrico Richter, Sebe und Ralf Heidemann.




Wer Informationen hat bezüglich Peckoltia lujani, die noch nicht
berücksichtigt wurden, kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln. Wer
diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellt,
kann dies hier tun.
Schlüsselwörter: Ancistrinae Peckoltia lujani Ancistrini L127 127 L207 207 Amazonas Ayacucho Venezula
Sortierung: 129
Größe min: 12
Beckengröße min: 60
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 05:41 Uhr.

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