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Beschreibung:
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Gattung/Art: Ancistomus sabaji ( "L124" = "L 75" = "L 301" ), "LDA 2"
Synonyme: Leopard-Trugschilderwels
Herkunft: Venezuela: Apure, Rio Cinaruco und mittlerer Rio Orinoco Einzug, Kolumbien.
Vorgestellt: DATZ 11/1990 als Ancistomus sp. "L 75", DATZ 5/1993 als Ancistomus sp. "L124"
Größe: ca. 20 cm
Wasserwerte:
T: 26 - 30 °C
PH: 5,5 - 7,5
KH: 0 - 8 °dH
GH: 0 - 20 °dH
Empfohlene Beckengröße: ab 120 cm
Das Diskussionsforum zum Thema Beckeinrichtung findet ihr hier.
Geschlechtsunterschiede: Die Männchen werden größer, haben eine breitere Kopfpartie und ausgeprägtere Interopercularodontoden.
Sozialverhalten: Ancistomus sp. "L 124" ist ein innerartlich recht verträglicher Harnischwels, außer kleineren Futterstreitigkeiten und kurzen Geplänkeln unter den Männchen, konnte ich niemals ausgeprägtes Territorialverhalten beobachten. Andere Harnischwelse werden nicht beachtet.
Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.
Haltung: In reich mit Rückzugsmöglichkeiten strukturierten Aquarien, mit ruhigen Beifischen, Sandboden und Wurzelholz ist Ancistomus sp. "L 124" vernünftig untergebracht. Einige, in Form und Größe verschiedene, Höhlen sollten, für eine evtl. Nachzucht der Tiere, ebenfalls vorhanden sein. Eine leistungsfähige Filteranlage, kräftige Oberflächenströmung oder Belüftung ist für diese recht Sauerstoffbedürftige Art von Vorteil.
Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.
Ancistomus sp. "L 124" haben sich bei mir als wenig scheu erwiesen und sind auch tagsüber häufig im Becken unterwegs. Ihre Friedfertigkeit, die relativ geringe Endgröße und ihre attraktive Färbung macht diese Art meiner Meinung nach zu einem idealen Harnischwels für die Aquaristik.
Die Tiere fressen eingewöhnt jedes angebotene Futter, wobei neben Futter tierischen Ursprungs auch pflanzliches Futter angeboten werden sollte. Weiches Holz zum Abraspeln sollte ebenfalls vorhanden sein.
Zucht: In einem großen Gesellschaftsbecken entdeckte ich mehrfach einige wenige Jungtiere, die ich mit einer TL von etwa 15 mm erstmals im Becken umherstreifend beobachten konnte. Offensichtlich wurde das Gelege in einer Spalte eines großen Wurzelstockes betreut, denn in den verschiedenen, angebotenen Höhlen konnte ich nie ein Brutpflegendes Männchen beobachten.
Das Diskussionsforum zum Thema Welszucht findet ihr hier.
Sonstiges:
Die Vertreter der Ancistomus sabaji Gruppe haben eine sehr weite Verbreitung in Südamerika, was eine Zusammenfassung von "L 75", "L 124" und den als "LDA 02" bezeichneten Tieren als eine Art nach neuestem Kenntnisstand fraglich erscheinen lässt. Auch die verschiedenen Endgrößen und Färbungen der Tiere sind grenzwertig für die Variationsbreite innerhalb einer Art. Die von mir gepflegten (als "L 124" aus Venezuela importiert) Tiere haben eine Endgröße von knapp 18 cm bei den Männchen erreicht, die Weibchen blieben kleiner. Als "L 75" eingeführte Tiere, adult bis 25 cm lang, die ich mehrfach gesehen habe, unterscheiden sich durch eine weit weniger ausgeprägte Orangefärbung in den Flossen und einen abweichenden Habitus von den von mir gepflegten Tieren.
Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 486, Miniatlas L-Welse S. 118, Erstbeschreibung als Peckoltia sabaji
Autor: Guido (todie77)
Wir bedanken uns für das Bild 1 bei Ralf Heidemann und für Bild 2 bei Michael Hemetsberger (fishworld)
und für die Bilder 3 und 4 bei Jonny Jensen jjphoto.dk,
für Bild 5 bei Alexander Lange, für Bild 6 bei Guido (todie77)!
Wer Informationen hat bezüglich L 124, die noch nicht berücksichtigt wurden,
kann sie gleich als Antwort unter diesen Datenbankeintrag setzen.
Bei der nächsten Bearbeitung dieses Eintrags wird dieses dann berücksichtigt.
Wir sind immer daran interessiert, gutes Bildmaterial für die Datenbank zu sammeln.
Wer diesbezüglich eigene Aufnahmen für die Datenbank hat und diese zur Verfügung stellen möchte,
kann dies hier tun.
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