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Peckoltia sp. "L 99"
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Beschreibung: Gattung/Art: Peckoltia sp. "L 99" = "L 76"

Synonyme: Orangesaum-Zwergschilderwels

Führender Datenbankeintrag: Peckoltia sp. "L 76"

Herkunft: Rio do Pará (Portel), Pará, Brasilien

Vorgestellt: DATZ 6/1992

Die Original-Vorstellung dieses Welses in der Fachzeitschrift Datz als PDF.
Interessante Loricariiden aus Venezuela und Brasilien (L 93 - L 99)


Größe: 10 - 12 cm

Empfohlene Beckengröße: Ab 100 cm, besser noch 150 cm Kantenlänge da der L 76 ab Beginn der Dämmerung sehr aktiv ist und die vorhandene Schwimmfläche nutzt.


Peckoltia sp. "L 76". Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder!

Sozialverhalten: Der Peckoltia sp. "L 76" ist ein recht verträglicher Harnischwels und eignet sich gut zur Vergesellschaftung mit anderen ruhigen Welsen. Innerartlich konnte ich bisher, außer bei kleineren Futterstreitigkeiten, niemals ein ausgeprägtes Territorialverhalten beobachten. Im Gegenteil, die Tiere neigen bei aufkommender Dämmerung sogar zur Geselligkeit, wobei es des öfteren vorkommt das die Tiere fast synchron durchs Becken ziehen und die Länge des Beckens (150 cm) voll in Anspruch nehmen. Dabei sind sie sehr flink und haben nichts mehr mit der Gemütlichkeit vieler Welse gemein.

Das Diskussionsforum zum Thema L-Welse findet ihr hier.


Beckeneinrichtung: Das Becken sollte dann so eingerichtet sein, dass es genug Unterschlupf- und Rückzugsmöglichkeiten gibt, diese können mit Schieferplatten, Steinaufbauten und Wurzeln geschaffen werden.
Nähere Informationen zum Thema Wurzeln in Welsbecken findet ihr hier.
Verschiedene Höhlen sollten auch immer angeboten werden.
Nähere Informationen zum Thema Höhlen in Welsbecken findet ihr hier.

Haltung: Die Tiere sind nach einer Eingewöhnungszeit gar nicht mehr schüchtern sind, sitzen sie oft unter den Wurzeln und beobachten das Treiben.
In einem Versteck-reichen und großem Beckenkann man Problemlos eine kleinere Gruppe der Tiere pflegen. Die Tiere sind recht friedlich, untereinander aber ist eine leite Aggressivität so ausgeprägt, dass wenn ein Artgenosse am Futter gesichtet wird, er erst einmal verjagt wird.
Es sollte eine spürbare Strömung und Oberflächenbewegung und damit Sauerstoffzufuhr im Becken vorhanden sein.
Peckoltiasp. "L 76"ernährt sich omnivor. Mit Gemüse hatte ich aber nur wenig Erfolg, alle Flocken- Granulat- und Futtertablettensorten wurden aber gierig verspeist genau so ist es bei allen Frostfuttersorten die angeboten werden.

Das Diskussionsforum zum Thema Welsfutter findet ihr hier.



Die Peckoltia sp. "L 76" sind Höhlenbrüter im männlichen Geschlecht.

Geschlechtsunterschiede: Der Schwanzstiel der Männchen ist phasenweise mit feinen Odontoden überzogen.

Zucht: Peckoltiasp. "L 76" wird zumindest in Deutschland und Norwegen regälmäßig vermehrt.
Sofern keine besonderen Umstände vorliegen (Fressfeinde) kann die Aufzucht problemlos im Elternbecken erfolgen. Recht schnell gehen die kleinen Welse auch an das gleiche Futter dass die Elterntiere fressen.


Hier ein ca. 1cm größes Nachzuchttier von Peckoltia sp. "L 76". Durch Anklicken vergrößern sich die Bilder!

Exportsituation: Diese Harnischwelse dürfen aus Brasilien exportiert werden.
Die brasilianische Regierung regelt ihre Exporte von Zierfischen über eine Positivliste. Diese wird von der IBAMA herausgegeben.
Es dürfen nur Zierfische exportiert werden, die auf der Liste geführt werden.
Bei einigen Arten, die unter verschiedenen Bezeichnungen gehandelt werden, sind die Farbvarianten oder Fundortvarianten von der IBAMA nicht extra aufgeführt worden.
So kommt es auch vor, dass nicht extra aufgeführte Arten gehandelt werden, da sie als eine Variante einer beschriebenen Art gelten. Hierbei sind aber die Grenzen leicht schwammig.

Bei schweren Verstößen gegen die Exportvorschriften hat die brasilianische Regierung schon hohe Geldstrafen und auch Gefängnisstrafen verhängt.
Daher sind in den letzten Jahren die Exporte aus Brasilien stark zurückgegangen.
Neue Arten, die bei Aquarianern weltweit immer sehr begehrt waren, sind aus Brasilien eher nichtmehr zu erwarten. Hier haben sich in den letzten Jahren andere südamerikanische Länder hervorgetan.

Handelssituation bei Peckoltiasp. "L 76": Zur Zeit kommen immer mal wieder Importe herein. Da die Nachzucht regelmäßig, in ganz Europa, klappt findet man jedoch eher Nachzuchten als Wildfänge im Handel.


Sonstiges: Laut Welsatlas Bd. 2 gibt es 2 Farbvarianten, eine dunkle und eine helle Variante, wobei die helle Variante unter Peckoltia sp. "L 99" gehandelt wird. Beide werden jedoch einer Art zugeordnet, da sich die L 76 bei der Schreckfärbung ebenfalls hell färben.

Ähnliche Welse: Peckoltia sp. "L 265"

Weiterführende Informationen: Welsatlas Bd. 2 S. 644, Miniatlas L-Welse S. 71

Autor: Norbert Rautenberg (Norbert-Ks), Markus Kaluza und das Datenbankteam


Wir bedanken uns für das Bild bei Rainer Stawikowski.
Schlüsselwörter: Peckoltia L99 L099 Pará Para Brasilien Hypostominae Ancistrini
Sortierung: 101
Größe min: 14
Beckengröße min: 100
Temperatur min: 25
Temperatur max: 29



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